Ergebnisse, Produktion/Absatz

Super-League-Agentur konkretisiert PlÀne

21.12.2023 - 12:38:26

Die Initiatoren der Super League haben ihre PlÀne nach dem Urteil des EuropÀischen Gerichtshofs zugunsten des Projekts konkretisiert.

Einer der Kernpunkte der neuen Wettbewerbe sei, dass die Fans alle Spiele "live und kostenlos ĂŒber eine neue digitale Streaming-Plattform verfolgen" können, teilte die Agentur A22 am Donnerstag mit. Im MĂ€nnerfußball geht es um ein dreistufiges Ligen-System mit 64 Vereinen. Auf- und Abstieg sollen jĂ€hrlich stattfinden, es soll keine festen Mitglieder geben. Bei den Frauen sollen in zwei Ligen insgesamt 32 Clubs mitspielen.

"Der Fußball ist frei", sagte frĂŒhere RTL-Manager Bernd Reichart fĂŒr A22 wĂ€hrend einer PrĂ€sentation am Mittag. Der freie Zugang vereine "Milliarden von Fans". Die Finanzierung dafĂŒr solle ĂŒber Werbung sichergestellt werden. Reichart betonte, das Super-League-Modell solle "innerhalb der europĂ€ischen Fußball-Familie" existieren.

Als UnterstĂŒtzer gelten bislang allerdings nur Real Madrid und der FC Barcelona, am Donnerstag kam zunĂ€chst kein weiterer Club dazu. Das Super-League-Modell wĂŒrde die Wettbewerbe der EuropĂ€ischen Fußball-Union UEFA verdrĂ€ngen. Die nationalen Ligen wĂŒrden nicht angetastet werden, sagte Reichart. "Es gibt Vereine, die sehr interessiert sind", sagte er. Sofort Namen zu nennen, wĂŒrde aber den Fußball teilen, das sei nicht die Absicht.

Der EuropĂ€ische Gerichtshof hatte zuvor am Donnerstag geurteilt, dass die großen FußballverbĂ€nde FIFA und UEFA andere Wettbewerbe nicht grundsĂ€tzlich von ihrer Genehmigung abhĂ€ngig machen sowie Vereinen und Spielern die Teilnahme nicht verbieten dĂŒrfen. Das bedeute allerdings nicht zwangslĂ€ufig, dass die Super League genehmigt werden mĂŒsse, so die Richter.

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