Aktien Wien Schluss: ATX verliert nach US-Zolldrohung leicht
14.07.2025 - 18:31:10 | dpa.deKrĂ€ftigere Verluste zum Start wurden jedoch im Verlauf weitgehend eingedĂ€mmt. Zum Handelsende stand der ATX AT0000999982 um 0,15 Prozent tiefer auf 4.476,60 Punkten. Die Konsolidierung nach dem Mehrjahreshoch setzte sich damit fort. FĂŒr den ATX Prime ging es um 0,22 Prozent auf 2.250,89 ZĂ€hler nach unten.
Ein Ă€hnliches Bild gaben auch die anderen Börsen im Euroraum ab, wobei insbesondere exportorientierte Sektoren unter Druck kamen. Trump weitet mit Zöllen von 30 Prozent auf Importe aus der EuropĂ€ischen Union und Mexiko seinen Handelskrieg gegen zwei wichtige Partner aus. Die neuen Abgaben sollen ab 1. August gelten, wie Trump am Samstag mitteilte. Die EU will die Verhandlungen mit den USA fortsetzen und parallel dazu GegenmaĂnahmen vorbereiten.
Experten zufolge wird am Markt davon ausgegangen, dass es sich bei dem jĂŒngsten Schritt um eine Verhandlungstaktik Trumps handle und eine Einigung gefunden werden kann. "Irgendwann könnte jedoch jemandes Bluff auffliegen", warnen indes die Marktstrategen der Deutschen Bank und weiter: "Da die US-RisikomĂ€rkte in der NĂ€he ihrer HöchststĂ€nde liegen und die AnleihemĂ€rkte derzeit relativ stabil sind, steht Trump weniger unter Druck, einen RĂŒckzieher zu machen."
Mit Blick auf die Einzelwerte blieb die Nachrichtenlage zum Wochenstart ruhig. Zu den schwÀcheren Werten gehörten Aktien einiger Unternehmen, die direkt oder indirekt von den Zöllen betroffen wÀren. Andritz AT0000730007, SBO, Palfinger AT0000758305, Voestalpine AT0000937503 und Wienerberger AT0000831706 gaben zwischen 1,3 und 3,6 Prozent ab.
Höher schlossen hingegen Titel aus der Immobilien- und Versicherungsbranche, die wenig exportabhÀngig sind. CPI Europe und CA Immo gewannen 1,2 respektive 1,7 Prozent. AufschlÀge von 2,4 beziehungsweise 1,7 Prozent verzeichneten die Versicherer VIG AT0000908504 und Uniqa.
Keinen klaren Trend gab es bei den Banken. RBI gaben um 0,1 Prozent nach. Erste Group AT0000652011 und Bawag AT0000BAWAG2 gewannen hingegen bis zu 1,2 Prozent.
Zumtobel AT0000837307 schlossen mit minus 1,9 Prozent auf 4,85 Euro schwĂ€cher als der Gesamtmarkt. Die Analysten von Erste Group Research haben ihr Kursziel fĂŒr die Papiere des Vorarlberger Leuchtenherstellers angesichts niedrigerer GewinnschĂ€tzungen von 6,6 auf 5,4 Euro gesenkt. Die Halteempfehlung wurde beibehalten. Zumtobel werde mit starken AbschlĂ€gen zu seinen Mitbewerbern gehandelt, meint Erste-Analyst Michael Marschallinger, jedoch seien diese AbschlĂ€ge angesichts der schwachen Performance gerechtfertigt.
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