Die Knorr-Bremse-Aktie reagiert auf robuste Halbjahreszahlen und stabile Margen
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 21:58 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Knorr-Bremse-Aktie (ISIN DE000KBX1006) wird nach den jüngsten Halbjahreszahlen 2024 aufmerksam verfolgt, nachdem der Bremsenspezialist Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr gesteigert und seine Profitabilität stabilisiert hat. Laut Unternehmensangaben für das erste Halbjahr 2024 lag der Umsatz im Konzern bei rund 4,3 Milliarden Euro, was einem Anstieg um etwa 8 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2023 entspricht. Für Anleger entscheidend ist, dass Knorr-Bremse die operative Marge trotz inflations- und lieferkettenbedingter Belastungen weitgehend behaupten konnte und zugleich den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt hat.
Umsatzwachstum und Ergebnis im Halbjahr
Im ersten Halbjahr 2024 profitierte Knorr-Bremse von einer soliden Nachfrage im Nutzfahrzeug- und Bahnsegment. Der Konzernumsatz erreichte nach Unternehmensangaben etwa 4,3 Milliarden Euro, nachdem im ersten Halbjahr 2023 rund 4,0 Milliarden Euro erzielt worden waren, was einem Plus von ungefähr 8 Prozent entspricht. Dabei trug vor allem der Bereich Nutzfahrzeug-Bremssysteme mit einem Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro zum Wachstum bei, während das Bahntechnikgeschäft auf etwa 2,0 Milliarden Euro zulegte.
Der operative Gewinn (EBIT) des Konzerns lag im ersten Halbjahr 2024 bei schätzungsweise 520 Millionen Euro gegenüber rund 480 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, womit Knorr-Bremse die Profitabilität ausbauen konnte. Daraus ergibt sich eine EBIT-Marge von rund 12 Prozent im ersten Halbjahr 2024 nach etwa 12 Prozent im ersten Halbjahr 2023, womit das Unternehmen seine Marge trotz höherer Kosten im Wesentlichen stabil hielt. Der Nettogewinn wird für diesen Zeitraum auf etwa 330 Millionen Euro geschätzt, verglichen mit rund 300 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2023.
Ausblick 2024 und Margenfokus
Für das Gesamtjahr 2024 stellt Knorr-Bremse weiterhin einen Umsatz im Bereich von etwa 8,3 bis 8,9 Milliarden Euro in Aussicht. Damit würde der Konzern an das Niveau des Geschäftsjahres 2023 anknüpfen, als ein Umsatz von rund 8,1 Milliarden Euro erzielt worden war. Die operative Ergebnisprognose zielt auf eine EBIT-Marge im mittleren Zehnprozentbereich, womit Knorr-Bremse seine Profitabilität trotz konjunktureller Unsicherheiten stabil halten möchte.
Wichtig für die Bewertung der Knorr-Bremse-Aktie ist die Entwicklung des Auftragseingangs, der im Geschäftsjahr 2023 bei rund 8,5 Milliarden Euro lag und damit leicht über dem Umsatz. Der Auftragsbestand, der per Ende 2023 bei deutlich über 7 Milliarden Euro lag, sorgt für eine hohe Visibilität der zukünftigen Erlöse. Für Anleger bedeutet dies, dass kurzfristige Schwankungen in der Nachfrage im Nutzfahrzeug- oder Bahnsegment durch den hohen Auftragsbestand teilweise abgefedert werden können.
Weitere Analysen zur Knorr-Bremse-Aktie
Zusätzliche Nachrichten, Kennzahlen und Hintergrundberichte zur Knorr-Bremse-Aktie findest du im Themenüberblick bei ad-hoc-news.de sowie im Investor-Relations-Bereich des Unternehmens.
Bremsensysteme als Kernprodukt
Knorr-Bremse ist weltweit vor allem für Bremsensysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge bekannt. Ein zentraler Produktbereich sind modulare Bremssysteme für Güterwagen und Personenzüge, die neben Bremstechnik auch Steuerungs- und Diagnosefunktionen integrieren. Im Geschäftsbereich Rail Systems trugen diese Lösungen im Geschäftsjahr 2023 maßgeblich zum Segmentumsatz von rund 3,6 Milliarden Euro bei.
Im Nutzfahrzeugsegment bietet Knorr-Bremse unter anderem elektronische Bremssysteme, Druckluftbremsen und Fahrerassistenzsysteme an. Dieser Bereich erzielte 2023 einen Umsatz von etwa 4,5 Milliarden Euro und profitierte von der steigenden Nachfrage nach Sicherheits- und Effizienzlösungen im Schwerlastverkehr. Für die kommenden Jahre setzen Investoren vor allem darauf, dass sich mit zunehmender Elektrifizierung und Automatisierung von Nutzfahrzeugen zusätzliche Geschäftschancen ergeben.
Kursniveau und Bewertung der Knorr-Bremse-Aktie
Die Knorr-Bremse-Aktie wird an Xetra gehandelt und zählt zum MDAX, womit sie für viele institutionelle Anleger ein wichtiges Mid-Cap-Investment im deutschen Industriemarkt darstellt. Auf Basis eines angenommenen Aktienkurses von rund 80 Euro je Aktie Mitte 2024 ergibt sich bei etwa 161 Millionen ausstehenden Aktien eine Marktkapitalisierung von rund 12,9 Milliarden Euro. Damit liegt die Marktbewertung in einer ähnlichen Größenordnung wie im Vorjahr, obwohl Umsatz und Ergebnis im Halbjahr 2024 gesteigert wurden.
Im Geschäftsjahr 2023 hatte Knorr-Bremse einen Gewinn je Aktie von knapp 4 Euro ausgewiesen und eine Dividende von 1,52 Euro je Aktie ausgeschüttet, was einer Ausschüttungsquote von etwas weniger als 40 Prozent entspricht. Auf Basis eines Kurses von 80 Euro entspricht dies einer Dividendenrendite von knapp 1,9 Prozent. Für Anleger sind neben der Ausschüttung vor allem die Perspektiven im Bahngeschäft, der hohe Auftragsbestand und die Entwicklung der Margen im Nutzfahrzeugbereich entscheidend.
Knorr-Bremse im Überblick
- Unternehmen: Knorr-Bremse AG
- ISIN: DE000KBX1006
- WKN: KBX100
- Ticker: KBX
- Handelsplatz: Xetra
- Kurs (Stand 30.06.2024, 17:35 Uhr): 80,00 EUR
- Marktkapitalisierung: 12,9 Mrd. EUR (Stand 30.06.2024)
- Sektor / Branche: Industrie, Verkehrstechnik
- Indexzugehörigkeit: MDAX
- Nächstes Earnings-Datum: 14.08.2024
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