Merz und die 'RasenmÀher'-Methode - gar nicht so einfach
11.06.2026 - 18:09:08 | dpa.deGemeint sind pauschale KĂŒrzungen von Subventionen und SteuervergĂŒnstigungen. Die Methode ist aber gar nicht so einfach anzuwenden, wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beim "Tag des Familienunternehmens" in Berlin erzĂ€hlte. "Wenn es konkret wird, wird es schwierig."
Als Beispiel nannte Merz etwa das Dieselprivileg. Das mache die Regierung fĂŒr Transportunternehmen, damit diese nicht zu hohe Steuern auf Diesel zahlen mĂŒssten. Zur Milliarden-Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sagte Merz, es handle sich um feste EinspeisevergĂŒtungen fĂŒr 20 Jahre. "Da kann ich mit dem RasenmĂ€her nicht drĂŒbergehen." Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) plant eine EEG-Reform, um Kosten zu sparen.
Zuvor hatten der Vorstand der Stiftung Familienunternehmen und Politik, Rainer Kirchdörfer, und die Chefin des Maschinenbauers Trumpf, Nicola Leibinger-KammĂŒller, Merz auf die Spar-Methode angesprochen. Der Kanzler sagte: "Dann sagen Sie mir konkret, welche - und ich gehe rĂŒber ins Finanzministerium und wir streichen." Merz sagte, er gehe Schwierigkeiten nicht aus dem Weg. "Ich will nur sagen: So einfach mal eben RasenmĂ€her-Subventionsabbau, streichen Sie doch mal einfach - ich lade Sie herzlich ein."
