Deutsche Anleihen: Kaum verÀndert
13.11.2024 - 17:38:47Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future DE0009652644 stieg am Nachmittag um 0,01 Prozent auf 131,81 Punkte. Die Rendite zehnjÀhriger Bundesanleihen lag bei 2,38 Prozent.
In Deutschland und der Eurozone standen keine wichtigen Konjunkturdaten an. Die am Nachmittag veröffentlichten US-Verbraucherpreise gaben dem Markt keine klare Richtung. Der AbwĂ€rtstrend bei der Inflation hat sich in den Vereinigten Staaten im Oktober nicht fortgesetzt und die Inflationsrate ist wieder gestiegen. Die Jahresinflationsrate kletterte von 2,4 Prozent im Vormonat auf 2,6 Prozent. Dieser Anstieg war allerdings von Ăkonomen so erwartet worden.
Die Inflationserwartungen fĂŒr die USA waren nach der Wahl von Donald Trump zum US-PrĂ€sidenten deutlich gestiegen. Denn dieser hatte im Wahlkampf Steuersenkungen sowie höhere Einfuhrzölle versprochen, was den Inflationsdruck erhöhen und die US-Notenbank bei kĂŒnftigen Zinssenkungen vorsichtiger agieren lassen dĂŒrfte. Dies hatte zuletzt vor allem die Kurse von US-Staatsanleihen belastet.
"Gerade die Unsicherheit bezĂŒglich der Trump'schen Zollpolitik könnte auch die US-Notenbank ins Schwimmen bringen", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. ZunĂ€chst aber seien weitere Zinssenkungen zu erwarten. "Der reale Leitzins, also der Abstand zwischen Leitzins und Inflationsrate, ist im historischen Vergleich noch immer relativ hoch und bietet der Fed Raum fĂŒr weitere geldpolitische Lockerungen - trotz des Anstiegs der Inflationsrate im Oktober", schreibt Gitzel. Die Fed werde daher im Dezember den Leitzins erneut um 0,25 Prozentpunkte reduzieren.

