Deutsche Anleihen: Kursverluste - China-Daten belasten
09.05.2024 - 17:17:39Bis zum Nachmittag gab der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future DE0009652644 um 0,26 Prozent auf 131,01 Punkte nach. Die Rendite zehnjÀhriger Bundesanleihen stieg im Gegenzug auf 2,49 Prozent. In den meisten LÀndern der Eurozone legten die Renditen zu.
AuĂenhandelsdaten aus China belasteten die Anleihekurse etwas. Im April haben die Exporte und noch deutlicher die Importe zugelegt. Experten sehen darin Anzeichen einer Stabilisierung der inlĂ€ndischen und internationalen Nachfrage. In Deutschland und der Eurozone wurden am Vormittag keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht. In wichtigen LĂ€ndern des WĂ€hrungsraums ist Feiertag.
Die am Nachmittag in den USA veröffentlichten Daten zu den wöchentlichen ErstantrĂ€gen auf Arbeitslosenhilfe stĂŒtzten die Anleihekurse nur vorĂŒbergehend. In den USA ist die Zahl der ErstantrĂ€ge auf Arbeitslosenhilfe deutlich stĂ€rker gestiegen als erwartet. Die US-Notenbank Fed berĂŒcksichtigt auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt, weil sich diese auf die Verbraucherpreise auswirken kann. Die Erwartungen auf baldige Leitzinssenkungen wurden zuletzt durch die hartnĂ€ckige Inflation gedĂ€mpft. Schwache Arbeitsmarktdaten stĂŒtzen hingegen die Spekulationen auf Zinssenkungen.
Die britische Notenbank signalisierte eine baldige Zinssenkung. Der Leitzins wurde aber zunĂ€chst bei 5,25 Prozent belassen. "Wir haben ermutigende Nachrichten ĂŒber die Inflation, und wir denken, dass sie in den nĂ€chsten Monaten in die NĂ€he unseres Zwei-Prozent-Ziels fallen wird", sagte Notenbankchef Andrew Bailey laut einer Mitteilung. "Ich bin optimistisch, dass sich die Dinge in die richtige Richtung bewegen." Die Reaktionen am britischen Anleihemarkt hielten sich jedoch in Grenzen.

