Deutsche Anleihen: Kaum verÀndert
18.02.2025 - 17:34:26Die Erwartung höherer Verteidigungsausgaben und damit einer steigenden Staatsverschuldung belastete die Kurse. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future DE0009652644 fiel am spÀten Nachmittag um 0,02 Prozent auf 132,10 Punkte. Die Rendite zehnjÀhriger Bundesanleihen lag bei 2,49 Prozent.
Die FinanzmĂ€rkte werden auch durch die Geopolitik bewegt. So fanden in Saudi-Arabien GesprĂ€che zwischen dem russischen AuĂenminister Sergej Lawrow und seinem US-Kollegen Marco Rubio ĂŒber den Ukraine-Krieg statt. "Hochrangige Teams" wĂŒrden ihre Arbeit aufnehmen, um den Konflikt "auf eine Weise zu beenden, die dauerhaft, nachhaltig und fĂŒr alle Seiten akzeptabel" sei, hieĂ es in einer ErklĂ€rung der USA. Es war zunĂ€chst aber - anders als in russischen ĂuĂerungen - nicht von einem Gipfeltreffen Donald Trumps mit Kremlchef Wladimir Putin die Rede.
"Die verĂ€nderte europĂ€ische Sicherheitslage wird auf Jahre keine Begrenzung von Haushaltsdefiziten und SchuldenstĂ€nden von Seiten der EU-Kommission mehr zulassen", kommentierten die Experten der Dekabank. Zudem dĂŒrfte das Thema gemeinsamer europĂ€ischer Schulden, die Renditeunterschiede zwischen den einzelnen LĂ€ndern der Eurozone verringern.
Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus Deutschland bewegten den Anleihemarkt kaum. Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Februar stĂ€rker als erwartet aufgehellt. "Kurz vor dem Wahltag erfahren die Konjunkturerwartungen eine deutliche Verbesserung im Februar", kommentierte ZEW-PrĂ€sident Achim Wambach die Daten. "Hoffnungen auf eine handlungsfĂ€hige neue Bundesregierung dĂŒrften fĂŒr den gestiegenen Optimismus gesorgt haben."

