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Deutsche Anleihen erholen sich nach US-Inflationsdaten von Verlusten

14.08.2024 - 17:37:47

Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich am Mittwoch nach US-Inflationsdaten von anfÀnglichen Verlusten erholt.

Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future DE0009652644 stieg bis zum spÀten Nachmittag um 0,02 Prozent auf 135,09 Punkte. Die Rendite zehnjÀhriger Bundesanleihen betrug 2,17 Prozent.

In den USA hat sich der Preisauftrieb im Juli unerwartet abgeschwÀcht. Die Verbraucherpreise stiegen zum Vorjahresmonat um 2,9 Prozent. Die Inflationsrate ist damit die niedrigste seit MÀrz 2021. Im Vormonat hatte die Rate 3,0 Prozent betragen. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer unverÀnderten Rate gerechnet. Die aussagekrÀftige Kerninflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittel fiel wie erwartet von 3,3 auf 3,2 Prozent.

Die US-Notenbank Fed steuert auf eine Lockerung ihrer Geldpolitik zu. An den FinanzmĂ€rkten gilt eine Zinssenkung im September als ausgemacht. Die US-Notenbank hat diese zwar signalisiert, sie jedoch von der Datenentwicklung abhĂ€ngig gemacht. Die Sorgen um die US-Wirtschaft hatte zeitweise zu Finanzmarktturbulenzen gefĂŒhrt.

"Die TĂŒr fĂŒr eine Fed-Leitzinssenkung auf der September-Sitzung steht weit offen", kommentierte Dirk Chlench, Volkswirt bei der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg. "Sollte uns der nĂ€chste Arbeitsmarktbericht nicht in die Suppe spucken, ist eine Leitzinssenkung um 0,50 Prozentpunkte ziemlich wahrscheinlich."

Unterdessen ist in Frankreich die Inflation im Juli laut einer zweiten SchÀtzung etwas stÀrker gestiegen als zunÀchst ermittelt. Die Rate kletterte von 2,5 Prozent im Juni auf 2,7 Prozent. Es war eine BestÀtigung der ErstschÀtzung von 2,6 Prozent erwartet worden. Die Aussichten auf baldige Leitzinssenkungen durch die EuropÀische Zentralbank (EZB) wurden so ein wenig gedÀmpft.

@ dpa.de | DE0009652644 BöRSEN/TERMINBöRSEN