Bauern sehen schwierige GeschÀftslage 2025
11.01.2025 - 11:22:00"Der Motor stottert weiter, das ist leider so", sagte BauernprĂ€sident Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur vor der Agrarmesse GrĂŒne Woche in Berlin. "Bei Getreide ist das Stottern sogar stĂ€rker geworden, denn die Perspektiven auf den MĂ€rkten sind eher dĂŒster."
Bei der Schweinehaltung, die zuletzt als einziger Bereich ein ordentliches Ergebnis erzielt habe, zeigten sich rĂŒcklĂ€ufige Preise. "Daher mĂŒssen wir dort auch mit rĂŒcklĂ€ufigen Ergebnissen rechnen." Arbeitsintensive Kulturen wie Spargel, Erdbeeren oder Wein wĂŒrden durch die Erhöhung des Mindestlohns zusĂ€tzlich belastet. "Der einzige Lichtblick ist im Moment der Milchsektor."
Gewinneinbruch nach Rekordjahr
Im Ende Juni abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2023/24 waren die Gewinne der Betriebe im Schnitt auf 77.500 Euro abgesackt. Dies lag um 29 Prozent unter dem Rekordniveau des Wirtschaftsjahres zuvor. Vom Ergebnis sind unter anderem noch Investitionen zu finanzieren. Die Schweine- und GeflĂŒgelhaltung hatte nach lĂ€ngerer Durststrecke noch erneut ein Plus verbucht.
Zur Lage auf den Feldern sagte Rukwied: "Die Kulturen stehen im Moment ordentlich da, was Weizen, Gerste oder Raps betrifft." NiederschlĂ€ge im Herbst und auch jetzt im Winter hĂ€tten die WasservorrĂ€te im Boden aufgefĂŒllt. "Insofern haben wir ordentliche Startbedingungen. Aber bis zur Ernte im Juli kann noch vieles geschehen."
Die GrĂŒne Woche als groĂer Jahresauftakt der ErnĂ€hrungsbranche beginnt an diesem Freitag. Bis zum 26. Januar prĂ€sentieren sich in den Hallen unter dem Berliner Funkturm nach Messeangaben 1.500 Aussteller aus fast 60 LĂ€ndern.

