Mapfre, ES0124244E34

Die Mapfre-Aktie profitiert von höherem Gewinn und stabiler Dividende

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 05:32 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Mapfre-Aktie steht nach den Zahlen fĂŒr 2024 und einer stabilen Dividendenpolitik im Blick der Anleger. Der spanische Versicherer steigert Ergebnis und PrĂ€mienvolumen, wĂ€hrend die SolvabilitĂ€t komfortabel bleibt.

3D-Architekturvisualisierung eines Glashochhauses, assoziiert mit Mapfre S.A. (ES0124244E34)
Architektur-Render eines modernen BĂŒrohochhauses veranschaulicht den Unternehmenssitz von Mapfre S.A., ISIN ES0124244E34, Illustration mit AI erstellt.

Mapfre (ISIN ES0124244E34) hat fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 einen Anstieg des Nettogewinns und solide PrĂ€mieneinnahmen gemeldet, was der Mapfre-Aktie zusĂ€tzlichen RĂŒckenwind verschafft. Laut den im FrĂŒhjahr 2025 veröffentlichten Abschlusszahlen erzielte der spanische Versicherer im GeschĂ€ftsjahr 2024 einen Nettogewinn in der GrĂ¶ĂŸenordnung von rund 900 Millionen Euro, nachdem im Jahr 2023 noch ein Gewinn von etwa 700 Millionen Euro verbucht worden war; damit legte das Ergebnis um grob 25 bis 30 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr zu. Gleichzeitig stiegen die gebuchten PrĂ€mien 2024 nach Unternehmensangaben auf deutlich ĂŒber 26 Milliarden Euro, was einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich gegenĂŒber 2023 entspricht. FĂŒr Anleger wichtig ist zudem, dass Mapfre fĂŒr 2024 eine Dividende von in Summe rund 0,16 Euro je Aktie vorschlĂ€gt, was beim aktuellen Kursumfeld einer attraktiven Dividendenrendite im oberen einstelligen Prozentbereich entspricht.

Gewinnplus und PrĂ€mienwachstum stĂŒtzen die Mapfre-Aktie

Die GeschĂ€ftsentwicklung 2024 zeigt, dass Mapfre seinen Ergebnistrend fortsetzen konnte. Der Nettogewinn kletterte gegenĂŒber 2023 um grob ein Viertel, was vor allem auf ein besseres Underwriting in der Schaden- und Unfallversicherung sowie höhere ErtrĂ€ge aus dem Anlageportfolio zurĂŒckgefĂŒhrt wurde. Parallel legten die gebuchten PrĂ€mien im Konzern 2024 um mehrere Prozentpunkte zu und erreichten ein Volumen von mehr als 26 Milliarden Euro, nachdem im Jahr 2023 noch ein Wert im unteren bis mittleren 20-Milliarden-Bereich ausgewiesen worden war. Damit wĂ€chst Mapfre etwas schneller als viele etablierte Wettbewerber in Europa, was auf eine solide Marktposition in den Kernregionen Spanien und Lateinamerika schließen lĂ€sst.

Auch die ProfitabilitĂ€t in den wichtigsten Sparten hat sich verbessert. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallversicherung, ein zentraler Indikator fĂŒr die operative Ertragskraft, lag 2024 im mittleren bis hohen 90er-Bereich und damit einige Punkte unter dem Niveau des Vorjahres, in dem noch eine Quote von grob um die 100 Prozent gemeldet worden war. Eine kombinierte Quote unter 100 Prozent bedeutet, dass die PrĂ€mien die Schadenaufwendungen und Verwaltungskosten ĂŒbersteigen und das VersicherungsgeschĂ€ft vor Kapitalanlageergebnis profitabel ist. FĂŒr einen klassischen Kompositversicherer wie Mapfre ist dieser RĂŒckgang ein klares Signal, dass Preisanpassungen und Risikoselektion greifen.

Starke Kapitalausstattung und DividendenkontinuitÀt

Ein weiterer zentraler Faktor fĂŒr die Wahrnehmung der Mapfre-Aktie ist die Kapitalausstattung. Die Solvency-II-Quote, die das VerhĂ€ltnis von verfĂŒgbaren Eigenmitteln zu den regulatorisch geforderten Kapitalanforderungen misst, wird von Mapfre fĂŒr 2024 im komfortablen Bereich weit ĂŒber 150 Prozent angegeben, nachdem der Wert 2023 bereits in einer Ă€hnlichen GrĂ¶ĂŸenordnung gelegen hatte. Damit verfĂŒgt der Konzern ĂŒber einen spĂŒrbaren Puffer gegenĂŒber den Mindestanforderungen, was Ratingagenturen und institutionelle Investoren gleichermaßen positiv werten.

Parallel bleibt Mapfre seiner Rolle als Dividendenwert treu. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 summiert sich die AusschĂŒttung nach Unternehmensangaben auf insgesamt etwa 0,16 Euro je Aktie, bestehend aus einer Zwischendividende und einer Schlussdividende. Bezogen auf einen Aktienkurs im Bereich von etwa 2,40 bis 2,60 Euro ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von rund 6 bis 7 Prozent. Bereits fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2023 hatte Mapfre eine Gesamtdividende von grob 0,15 Euro je Aktie gezahlt, sodass die AusschĂŒttung 2024 leicht erhöht wurde und der Konzern seine DividendenkontinuitĂ€t unterstreicht.

FĂŒr einkommensorientierte Anleger ist diese Kombination aus stabilem oder moderat wachsendem Gewinn und einer Dividendenrendite deutlich oberhalb klassischer Staatsanleihen ein wichtiges Argument. Gleichzeitig signalisiert die unverĂ€ndert solide SolvabilitĂ€tsquote, dass die Dividendenpolitik nicht zu Lasten der Kapitalausstattung geht. Im europĂ€ischen Versicherungssektor, in dem mehrere Wettbewerber teils aggressive AktienrĂŒckkaufprogramme einsetzen, positioniert sich Mapfre damit bewusst als konservativer Dividendenzahler.

Regionale Schwerpunkte und Wachstumsfelder

Geografisch bleibt Spanien der wichtigste Markt fĂŒr Mapfre. Der dort erzielte PrĂ€mienumsatz trĂ€gt einen erheblichen Anteil zum Konzernvolumen von ĂŒber 26 Milliarden Euro im Jahr 2024 bei. Gleichzeitig sind mehrere lateinamerikanische LĂ€nder zentrale Wachstumstreiber, weil steigende Einkommen und eine zunehmende Versicherungsdurchdringung die Nachfrage nach Kfz-, Sach- und Lebenspolicen ankurbeln. In einigen dieser MĂ€rkte weisen die PrĂ€mienvolumina zweistellige Zuwachsraten aus, was deutlich ĂŒber dem konzernweiten Durchschnitt liegt und dem Unternehmen zusĂ€tzliche Skaleneffekte ermöglicht.

Im LebensversicherungsgeschÀft und im Bereich Altersvorsorge setzt Mapfre zunehmend auf kapitalarme Produkte, also Policen mit geringeren Garantieversprechen und stÀrkerem Fokus auf fondsgebundene Lösungen. Diese Produkte benötigen weniger regulatorisches Kapital und sind deshalb aus Sicht der Solvency-II-Quote vorteilhaft. Im Sach- und Kfz-Bereich nutzt Mapfre verstÀrkt Telematik- und datengetriebene Tarife, um Fahrverhalten besser zu erfassen und prÀziser zu bepreisen. Das Ziel ist, die Schaden-Kosten-Quote auch in einem Umfeld steigender Reparatur- und Ersatzteilpreise stabil unter 100 Prozent zu halten.

Digitalisierung und Produktbeispiel Kfz-Policen

Ein exemplarisches Produktfeld, an dem sich die strategische Entwicklung von Mapfre ablesen lĂ€sst, sind Kfz-Versicherungen. Hier bietet der Konzern in seinen KernmĂ€rkten unterschiedliche Tariflinien an, die von Basisdeckungen bis zu Vollkaskopaketen mit erweiterten Assistance-Leistungen reichen. Ein Teil dieser Policen ist inzwischen mit Telematik-Bausteinen kombinierbar, bei denen Fahrdaten ĂŒber eine App oder ein im Fahrzeug installiertes GerĂ€t erfasst werden. Kunden, die dauerhaft defensiv fahren, können im Gegenzug PrĂ€mienrabatte erhalten, wĂ€hrend risikoreicheres Fahrverhalten zu ZuschlĂ€gen fĂŒhrt.

FĂŒr Mapfre hat dieses Segment zwei große Vorteile. Erstens erzeugen Kfz-Policen ein hohes, wiederkehrendes PrĂ€mienvolumen und tragen damit maßgeblich zu den ĂŒber 26 Milliarden Euro GesamtprĂ€mien 2024 bei. Zweitens liefern Telematik- und Schadendaten eine immer breitere Datenbasis, mit der die Underwriting-Modelle verbessert werden können. Je prĂ€ziser Risiken kalkuliert werden, desto eher lĂ€sst sich eine kombinierte Schaden-Kosten-Quote im profitablen Bereich unter 100 Prozent erreichen und halten. Besonders in Spanien und in einigen lateinamerikanischen MĂ€rkten setzt Mapfre auf diese datengetriebenen Tarife, um sich von lokalen Wettbewerbern abzuheben.

Kursbild der Mapfre-Aktie und Anlegerperspektive

Die Mapfre-Aktie notiert an der spanischen Börse in Madrid und wird daneben auch auf HandelsplĂ€tzen in Kontinentaleuropa gehandelt. Bei einem Kursniveau im Bereich von etwa 2,40 bis 2,60 Euro ergibt sich, bezogen auf den Gewinn 2024 von rund 900 Millionen Euro und eine Marktkapitalisierung im mittleren einstelligen Milliardenbereich, ein moderates Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis, das im Branchenvergleich im unteren Feld angesiedelt ist. Gleichzeitig liegt die Dividendenrendite, wie aus den 0,16 Euro AusschĂŒttung fĂŒr 2024 hervorgeht, im Bereich von etwa 6 bis 7 Prozent und damit deutlich ĂŒber den Renditen vieler Staatsanleihen im Euroraum.

FĂŒr Anleger resultiert daraus ein klassisches Value- und Einkommensprofil: begrenztes, aber robustes PrĂ€mienwachstum von mehreren Prozent pro Jahr, ein Gewinnanstieg wie 2024 im Bereich von grob 25 bis 30 Prozent gegenĂŒber 2023 und eine hohe, relativ planbare Dividendenrendite. Entscheidend bleibt, dass Mapfre seine kombinierte Schaden-Kosten-Quote weiter unter Kontrolle hĂ€lt und die Solvency-II-Quote im Bereich deutlich oberhalb von 150 Prozent stabilisiert. Gelingt dies, dĂŒrfte der Versicherer auch kĂŒnftig ausreichend Spielraum fĂŒr Dividendenzahlungen und ausgewĂ€hlte Wachstumsinvestitionen behalten.

Vertiefen und einordnen

Weitere Informationen fĂŒr Mapfre-Anleger

Wer die Mapfre-Aktie langfristig beobachtet, kann neben den Dividendenzahlungen insbesondere die Entwicklung von Gewinn, PrÀmienvolumen und Solvency-II-Quote im Auge behalten.

Mapfre im Überblick

Mapfre ist ein international tĂ€tiger Versicherer mit Schwerpunkt auf Schaden- und Unfallversicherung, Lebensversicherung und Altersvorsorgeprodukten. Das Unternehmen ist vor allem in Spanien und Lateinamerika stark vertreten, bietet seine Produkte aber ebenso in weiteren Regionen Europas und in Teilen Nordamerikas an. Mit PrĂ€mieneinnahmen von ĂŒber 26 Milliarden Euro im GeschĂ€ftsjahr 2024 gehört Mapfre zu den grĂ¶ĂŸeren Versicherungsgruppen in Europa. Der Konzern konzentriert sich auf traditionell profitable Segmente wie Kfz-, Hausrat- und Gewerbeversicherungen und ergĂ€nzt diese durch Lebens- und Rentenprodukte.

Strategisch setzt Mapfre auf eine Kombination aus organischem Wachstum in seinen KernmĂ€rkten, Optimierung der Produktpalette und Digitalisierung der Vertriebs- und Serviceprozesse. In Spanien arbeitet der Versicherer eng mit Bankpartnern zusammen, um Versicherungsprodukte ĂŒber Bancassurance-KanĂ€le zu vertreiben, wĂ€hrend in Lateinamerika stĂ€rker auf Agenturnetze und digitale KanĂ€le gesetzt wird. Das Ziel besteht darin, die hohe Kundenbasis besser zu durchdringen, Cross-Selling-Potenziale zu nutzen und gleichzeitig die Kostenquote durch effizientere Prozesse zu senken.

Aktienprofil und Kennzahlen

Die Mapfre-Aktie ist an der Börse Madrid notiert und reprĂ€sentiert einen Anteil an einem breit diversifizierten Versicherungs- und Finanzdienstleistungskonzern. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 weist Mapfre einen Nettogewinn von rund 900 Millionen Euro aus, was einem Anstieg um grob 25 bis 30 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresgewinn von etwa 700 Millionen Euro entspricht. Die gebuchten PrĂ€mien liegen bei ĂŒber 26 Milliarden Euro und wachsen damit um mehrere Prozentpunkte im Vergleich zu 2023. Gleichzeitig hĂ€lt das Unternehmen eine Solvency-II-Quote weit ĂŒber 150 Prozent, was einen komfortablen Kapitalpuffer signalisiert.

Bei einem Aktienkurs im Bereich von etwa 2,40 bis 2,60 Euro und einer Dividende von insgesamt rund 0,16 Euro je Aktie fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 ergibt sich eine Dividendenrendite von etwa 6 bis 7 Prozent. Damit positioniert sich die Mapfre-Aktie als klassischer Dividenden- und Einkommenswert im europĂ€ischen Versicherungssektor. FĂŒr Investoren, die auf stabile AusschĂŒttungen und moderate Bewertung achten, können insbesondere die Relation von Dividende zu Gewinn, die Entwicklung der kombinierten Schaden-Kosten-Quote sowie die StabilitĂ€t der Solvency-II-Quote relevante EntscheidungsgrĂ¶ĂŸen sein.

Fakten zur Mapfre-Aktie

  • Unternehmen: Mapfre S.A.
  • ISIN: ES0124244E34
  • Ticker: MAP
  • Handelsplatz: Börse Madrid
  • Sektor / Branche: Versicherungen / Finanzdienstleistungen
  • Indexzugehörigkeit: Ibex 35
  • NĂ€chstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

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