Die Marks-&-Spencer-Aktie reagiert nach robustem Umsatzwachstum auf jüngste Quartalszahlen
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 17:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Marks & Spencer (ISIN GB0031215220) hat in seinem jüngsten veröffentlichten Berichtszeitraum ein deutliches Umsatzplus im Kerngeschäft gemeldet und damit die Erholung des Traditionshändlers untermauert. Laut Unternehmensangaben stieg der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2023/24 im Vergleich zum Vorjahr um rund 9 Prozent auf über 13 Milliarden Pfund, während das operative Ergebnis im gleichen Zeitraum zweistellig zulegen konnte. Im Handel an der London Stock Exchange bewegt sich die Marks-&-Spencer-Aktie damit in einem Umfeld, das von der Hoffnung auf ein nachhaltig profitableres Geschäftsmodell geprägt ist.
Umsatz wächst zweistellig im Kerngeschäft
Im Mittelpunkt der jüngsten Zahlen stehen die Kerngeschäfte Food und Clothing & Home, die für einen Großteil der Erlöse verantwortlich sind. So legte der Umsatz im Food-Segment im Geschäftsjahr 2023/24 gegenüber dem Vorjahr um rund 13 Prozent zu und übertraf damit das Wachstum vieler Wettbewerber auf dem britischen Lebensmittelmarkt. Auch im Bereich Clothing & Home meldete Marks & Spencer ein deutliches Plus: Die Erlöse in diesem Segment stiegen im gleichen Zeitraum um etwa 5 bis 7 Prozent, wobei sich die Nachfrage nach höherwertigen Eigenmarken positiv auf den Durchschnittsbon auswirkte. Zusammen führten diese Entwicklungen dazu, dass der bereinigte Vorsteuergewinn im Geschäftsjahr 2023/24 deutlich über dem Niveau des Vorjahres lag.
Besonders aufmerksam verfolgen Investoren die Entwicklung der Profitabilität, denn hier arbeitet der Konzern seit mehreren Jahren an strukturellen Verbesserungen. Nach Unternehmensangaben konnte die bereinigte operative Marge im Geschäftsjahr 2023/24 im Vergleich zu 2022/23 um einen spürbaren Anteilpunkt gesteigert werden, unterstützt durch Effizienzprogramme in der Lieferkette und eine striktere Kostenkontrolle in den Filialen. Im Food-Segment wirkte zudem ein höherer Anteil margenstärkerer Produkte, während im Bekleidungsbereich weniger Rabattaktionen notwendig waren als im Vorjahr. Diese Kombination trug maßgeblich zur Steigerung des bereinigten Gewinns bei.
Verbesserte Gewinnbasis und Ausblick
Aus Anlegersicht ist besonders relevant, dass Marks & Spencer auf Basis dieser Ergebnisse eine verbesserte Gewinnbasis ausweist. Im Geschäftsjahr 2023/24 stieg der bereinigte Gewinn vor Steuern laut Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um einen zweistelligen Prozentsatz, nachdem bereits im Geschäftsjahr 2022/23 eine Trendwende eingeleitet worden war. Zusammen mit einem klaren Fokus auf Cashflow und Bilanzstärkung hat dies dem Management zusätzlichen Spielraum für Investitionen in Filialmodernisierung, digitale Plattformen und das Lieferkettennetzwerk gegeben. Gleichzeitig reduziert das Unternehmen weiter seine Nettoverschuldung, die in den zurückliegenden Jahren als Belastungsfaktor gegolten hatte.
Die Marktkapitalisierung von Marks & Spencer bewegt sich damit im Vergleich zu früheren Jahren wieder auf einem höheren Niveau, was den Fortschritt des Restrukturierungsprogramms widerspiegelt. Anleger achten dabei besonders auf die Fähigkeit des Konzerns, das aktuelle Umsatzwachstum in nachhaltige Margenverbesserungen zu übersetzen. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, die erzielten Effizienzgewinne im stationären Handel mit einer profitablen Expansion im Onlinegeschäft zu verbinden und gleichzeitig die Investitionen in das Logistiknetzwerk ertragsorientiert zu steuern.
Weitere Hintergründe zur Marks-&-Spencer-Aktie
Wer die Entwicklung von Umsatz, Gewinn und Margen bei Marks & Spencer im Detail nachverfolgen möchte, findet in den Investor-Relations-Unterlagen des Konzerns zusätzliche Kennzahlen und Präsentationen.
Lebensmittel und Bekleidung als Wachstumstreiber
Ein wesentlicher Treiber der jüngsten Entwicklung ist das Lebensmittelgeschäft, in dem Marks & Spencer traditionell für ein eher gehobenes Sortiment steht. Das Unternehmen profitiert davon, dass Kundinnen und Kunden trotz inflationsbedingt gestiegener Lebenshaltungskosten weiterhin bereit sind, für Qualität und Convenience-Produkte höhere Preise zu akzeptieren. Im Berichtsjahr 2023/24 stieg die Zahl der Transaktionen im Food-Segment und trug damit zusammen mit Preisanpassungen zu dem bereits erwähnten Umsatzanstieg von rund 13 Prozent bei. Dieser Zuwachs fiel höher aus als das Wachstum des gesamten britischen Lebensmitteleinzelhandels im gleichen Zeitraum, wodurch Marks & Spencer Marktanteile hinzugewinnen konnte.
Im Bekleidungs- und Heimtextiliengeschäft zeigt sich ebenfalls eine Stabilisierung mit Wachstumstendenz. Nach mehreren Jahren mit rückläufigen Umsätzen und intensiven Rabattaktionen gelang es dem Konzern im Geschäftsjahr 2023/24, die Erlöse in diesem Segment wieder zu steigern, wobei in manchen Kategorien Wachstumsraten im mittleren einstelligen Prozentbereich erreicht wurden. Besonders gut entwickelten sich Produkte im mittleren bis höheren Preissegment, während das Angebot im unteren Preissegment stärker selektiert wurde, um die Gesamtrentabilität zu verbessern. Für Anleger ist diese Entwicklung deshalb relevant, weil das Segment Clothing & Home überproportional zur Margenentwicklung beitragen kann, wenn der Fokus auf margenstarken Sortimenten beibehalten wird.
Marks-&-Spencer-Produktwelt: Eigenmarken im Fokus
Die Produktstrategie von Marks & Spencer basiert in weiten Teilen auf einem starken Eigenmarkenportfolio. Im Lebensmittelbereich reicht das Angebot von frischen und verarbeiteten Produkten bis hin zu Fertiggerichten, Snacks und Desserts, die häufig in speziell gestalteten Kollektionen für Feiertage oder saisonale Anlässe angeboten werden. Im Bekleidungsgeschäft setzt der Konzern auf Eigenmarken in den Bereichen Damen-, Herren- und Kinderbekleidung sowie Unterwäsche und Heimtextilien. Durch diese Ausrichtung behält Marks & Spencer mehr Kontrolle über Qualität, Design und Preisgestaltung, was insbesondere in Zeiten volatiler Beschaffungskosten ein Vorteil sein kann.
Marks-&-Spencer-Aktie im Marktvergleich
Aus Sicht des Aktienmarkts wird Marks & Spencer häufig mit anderen großen britischen Einzelhändlern verglichen, die ebenfalls ein kombiniertes Lebensmittel- und Non-Food-Angebot haben oder im Lebensmittelbereich signifikante Marktanteile halten. Entscheidend für die Bewertung der Marks-&-Spencer-Aktie sind dabei neben dem Umsatzwachstum insbesondere die Entwicklung der operativen Marge und der freie Cashflow. Je besser es dem Management gelingt, die jüngsten Umsatzsteigerungen von rund 9 Prozent auf Konzernebene und etwa 13 Prozent im Food-Geschäft in nachhaltige Gewinne zu übersetzen, desto stabiler kann sich die Einschätzung des Unternehmens an der Börse entwickeln.
Stammdaten Marks & Spencer
- Unternehmen: Marks and Spencer Group plc
- ISIN: GB0031215220
- Ticker: MKS
- Handelsplatz: London Stock Exchange
- Sektor / Branche: Einzelhandel, Nahrungsmittel und Bekleidung
- Indexzugehörigkeit: FTSE 250
- Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
