Ergebnisse, Produktion/Absatz

Umsatzentwicklung von Mediamarkt-Mutter Ceconomy schwÀcht sich ab

15.05.2025 - 12:50:39

Die Mediamarkt- und Saturn-Mutter Ceconomy DE0007257503 hat im zweiten GeschĂ€ftsquartal ein schwieriges Konsumumfeld zu spĂŒren bekommen.

Vor allem in den deutschsprachigen Regionen gingen die Erlöse zurĂŒck. Seine operative ProfitabilitĂ€t konnte das Unternehmen hingegen steigern, insbesondere dank einer Verbesserung der Marge in der Region West- und SĂŒdeuropa. Die Prognose fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024/25 (Ende September) bestĂ€tigte das Unternehmen.

Die im SDax DE0009653386 notierte Aktie verlor am Donnerstag zwischenzeitlich mehr als sechs Prozent. Zuletzt lagen die Verluste noch bei gut vier Prozent. Die UmsĂ€tze seien schwach gewesen und schlechter ausgefallen als erwartet, bemerkte Volker Bosse, Analyst der Baader Bank. Dagegen habe das operative Ergebnis die SchĂ€tzungen ĂŒbertroffen.

So ging der Umsatz per Ende MĂ€rz um 1,6 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro zurĂŒck, wie Ceconomy in DĂŒsseldorf mitteilte. WĂ€hrungs- und portfoliobereinigt erreichte Ceconomy ein kleines Plus von 1,3 Prozent. Damit schwĂ€chte sich die Umsatzentwicklung nach einem starken Auftakt im GeschĂ€ftsjahr deutlich ab. Allerdings fallen die Monate Januar bis MĂ€rz nach dem umsatz- und margenstarken WeihnachtsgeschĂ€ft traditionell schwĂ€cher aus.

Die Neuausrichtung von Ceconomy vom klassischen EinzelhÀndler zur Omnichannel-Plattform schreitet den Angaben zufolge voran. So legten die Online-UmsÀtze wÀhrungs- und portfoliobereinigt um 7,4 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro zu, und erreichten damit ein Viertel am Gesamtumsatz. Das ServicegeschÀft wuchs ebenfalls krÀftig.

Die operative ProfitabilitĂ€t verbesserte das Unternehmen weiter. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdoppelte sich auf zehn Millionen Euro. "Zum neunten Mal in Folge wachsen wir nachhaltig und verbessern unsere ProfitabilitĂ€t - ein Beleg, dass unsere Strategie erfolgreich ist und konsequent umgesetzt wird", sagte Übergangschef Kai-Ulrich Deissner. Der bisherige Finanzvorstand hat den Posten von Karsten Wildberger ĂŒbernommen, der in die Politik gewechselt ist und in der neuen Bundesregierung das Digitalministerium fĂŒhrt.

Wildberger hat Ceconomy in den vergangenen Jahren krĂ€ftig umgekrempelt: Das klassische EinzelhandelsgeschĂ€ft wurde enger mit dem Vertrieb im Internet verzahnt, zudem erschloss das Unternehmen neue komplementĂ€re GeschĂ€fte, etwa im Service-Bereich mit Versicherungen fĂŒr GerĂ€te oder GarantieverlĂ€ngerungen.

Unter dem Strich verzeichnete Ceconomy hingegen rote Zahlen und schrieb einen Verlust von 38 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte hier noch ein Gewinn von 84 Millionen gestanden. Verantwortlich dafĂŒr war ein geringerer Ergebnisbeitrag der französischen Beteiligung Fnac Darty, Belastungen durch ein Feuer in den Niederlanden sowie Restrukturierungskosten.

"Wir setzen auf strikte Kostendisziplin und passen uns schnell an MarktverĂ€nderungen an", kommentierte Interimsfinanzchef Remko Rijnders. Die Prognose fĂŒr 2024/25 bestĂ€tigte Ceconomy. So soll der wĂ€hrungs- und portfoliobereinigte Konzernumsatz "moderat" steigen. Das bedeutet laut frĂŒheren Aussagen von Ceconomy ein Erlösplus von drei bis fĂŒnf Prozent aus eigener Kraft. Im ersten Halbjahr steht jedoch bereits ein Wachstum von 5,9 Prozent auf dem Zettel.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) soll dagegen "deutlich" anziehen, was Ceconomy zufolge einen Anstieg um zehn Prozent und mehr bedeutet. Nach sechs Monaten liegt das Plus bei gut 14 Prozent. Das Unternehmen ist eigenen Angaben zufolge auf Kurs, seine Mittelfristziele zu erreichen.

@ dpa.de | DE0007257503 ERGEBNISSE