Börsen/Aktien, Spanien

Aktien Europa: Nach RĂŒckschlag auf Erholungskurs - SMI dĂ€mmt Verluste ein

04.08.2025 - 12:09:54

Die meisten AktienmÀrkte Europas haben am Montag einen Teil ihrer krÀftigen Verluste vom Freitag wettgemacht.

Besonders deutlich stiegen der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 EU0009658145, sowie der italienische FTSE MIB IT0003465736. Die Schweizer Börse dagegen geriet nach einem feiertagsbedingt lÀngerem Wochenende am Morgen zunÀchst unter Druck, verringerte ihre Verluste allerdings im weiteren Handelsverlauf.

"Nach dem schwachen Freitag stellt sich jetzt die Frage: War das die Trendwende nach unten oder war das nur ein schwacher Tag?", schrieb Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners den Handel. Hedge Fonds jedenfalls glauben ihm zufolge im Moment zumindest noch nicht an die große Trendwende.

Die US-Vorbörse signalisiert zudem einen positiven Handelsstart in die neue Woche, was auch die europĂ€ischen Börsen stĂŒtzt. "Die Stimmung bleibt vorerst weiterhin gut, spiegelt jedoch die einen oder anderen Zweifel ĂŒber den weiteren Konjunkturverlauf wider, kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow.

Der Eurostoxx erholte sich mit plus 1,3 Prozent auf 5.230 ZĂ€hler von seiner Talfahrt am Freitag. Da hatte er angesichts der UnwĂ€gbarkeiten in der US-Zollpolitik und vor allem nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten fast drei Prozent eingebĂŒĂŸt. Deutlich im Plus zeigten sich auch der Dax DE0008469008 mit plus 1,3 Prozent und der italienische Leitindex FTSE MIB, der um 1,8 Prozent zulegte. In London ging es am spĂ€teren Vormittag fĂŒr den FTSE 100 GB0001383545 um 0,3 Prozent auf 9.093 ZĂ€hler hoch.

Der SMI CH0009980894 in ZĂŒrich verringerte seine Auftaktverluste, die ihn auf ein Tief seit April geschickt hatten, und gab zuletzt um 0,7 Prozent auf 11.760 Punkte nach. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte am Freitag, als die Börse dort wegen des Nationalfeiertags geschlossen blieb, fĂŒr die Schweiz einen kĂŒnftigen Zollsatz von 39 Prozent bekannt gegeben und eine zuvor mit der Schweizer Regierung ausgehandelte AbsichtserklĂ€rung abgelehnt.

Da die USA das wichtigste Exportland der Schweiz sind, bremste dies die Anleger zunĂ€chst spĂŒrbar. Zuletzt sprachen Marktkenner zwar von einer spĂŒrbaren Verunsicherung, dennoch hielten sich Anleger mit VerkĂ€ufen zurĂŒck und hofften auf eine Lösung des Zollproblems.

Besonders schwach zeigten sich Pharma- und LuxusgĂŒteraktien, was nicht zuletzt auch Schweizer Werten wie Lonza CH0013841017 und Roche CH0012032048 oder auch Richemont CH0210483332 und Swatch CH0012255151 geschuldet war. Sie verloren allesamt um die anderthalb Prozent. In Frankreich gaben zudem Kering FR0000121485 um 1,6 Prozent nach. Burberry GB0031743007 verloren in Großbritannien 1,6 Prozent.

Aktien britischer Banken wie Lloyds GB0008706128, Close Brothers GB0007668071 oder Barclays GB0031348658 profitierten, wie auch die spanische Großbank Santander ES0113900J37, von einem Urteil des Obersten Gerichtshofs Großbritanniens zu Autofinanzierungen. Damit hoben die Richter das Urteil eines untergeordneten Gerichts weitgehend auf, das die Aktienkurse der betroffenen Banken schwer belastet hatte. Immerhin waren milliardenschwere EntschĂ€digungszahlungen durch die GeldhĂ€user befĂŒrchtet worden.

Die Analysten der Banken RBC und JPMorgan stuften daraufhin die Aktie von Lloyds hoch. Diese stieg zuletzt um 7,3 Prozent. Close Brothers gewannen 21,5 Prozent und Barclays 2,1 Prozent. An die Spitze im Eurostoxx setzten sich Santander mit plus 3,1 Prozent.

Air France gewannen als einer der Favoriten an der Pariser Börse 6,7 Prozent. Zudem stiegen auch die Papiere der Lufthansa DE0008232125 oder IAG. Sie alle wurden von Barclays-Analyst Andrew Lobbenberg auf "Equal-weight" hochgestuft. Zwar gingen Erlöse und Gewinne auf den bisher hochprofitablen Nordatlantik-Routen zurĂŒck, allerdings nicht im von ihm befĂŒrchteten Ausmaß, begrĂŒndete er seine neuen Anlageurteile fĂŒr die Anteile der Fluggesellschaften.

@ dpa.de | CH0009980894 BöRSEN/AKTIEN