Börsen/Aktien, Spanien

Aktien Europa: Leicht im Plus - UBS wegen Cevian-Einstieg im Fokus

19.12.2023 - 11:03:38

Die meisten Europas Börsen haben am Dienstag leicht zugelegt und sind damit den insgesamt weiterhin freundlichen US-AktienmÀrkten gefolgt.

Jenseits des Atlantiks war der bekannteste Wall-Street-Index Dow Jones Industrial US2605661048 im Handelsverlauf auf ein weiteres Rekordhoch gestiegen, wĂ€hrend dem Nasdaq 100 US6311011026 nicht einmal mehr ein ganzer Punkt gefehlt hatte, um seine Bestmarke vom November 2021 zu ĂŒbertreffen.

Insgesamt aber entwickelten sich die europĂ€ischen Börsen in den vergangenen Handelstagen weniger gut als die US-Börsen. Das zeigt laut Thomas Altmann, Portfoliomanager von QC Partners, deutlich, dass "die Anleger nach den letzten Notenbank-Treffen jenseits des Atlantiks mit frĂŒheren Zinssenkungen rechnen als in der Eurozone".

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 legte am spÀten Vormittag um 0,15 Prozent auf 4527,82 Punkte zu. Am Donnerstag hatte der Leitindex der Euroregion bei knapp unter 4600 Punkten den höchsten Stand seit 22 Jahren erreicht.

Der französische Cac 40 FR0003500008, der am Donnerstag auf ein Rekordhoch gestiegen war, zeigte sich zuletzt prozentual unverÀndert zum Montagsschluss bei 7568,86 ZÀhler. Der Londoner FTSE 100 GB0001383545 legte um 0,12 Prozent auf 7623,55 Punkte zu.

Unter anderem angetrieben von der Flutter IE00BWT6H894-Aktie stach branchenseitig der Reise- und Freizeitsektor als Favorit in Europa hervor. Das Papier des Online-GlĂŒcksspielriesen wird von der britischen Investmentbank Peel Hunt inzwischen zum Kauf empfohlen und legte zuletzt um 1,7 Prozent zu. Zu den wenigen Branchen mit Verlusten zĂ€hlen der Öl- und Gassektor sowie der Autosektor.

Unter den Einzelaktien richteten sich die Blicke vor allem auf die UBS CH0244767585. Die Anteile der Schweizer Großbank legten an der Spitze des Stoxx Europe 50 EU0009658160 um 2,1 Prozent zu. Damit sind sie zurĂŒck auf dem Weg zu ihrem 15-Jahres-Hoch, das sie am Freitag erreicht hatten. Die Investmentgesellschaft Cevian aus Schweden erwarb einen 1,3-prozentigen Anteil und lobte die Integration der Credit Suisse als hervorragende Arbeit. Sie begrĂŒndete ihren Einstieg in die UBS mit einem erwarteten "signifikanten" Bewertungspotenzial.

Richemont CH0210483332 indessen zĂ€hlten zu den grĂ¶ĂŸten Verlierern im wĂ€hrungsgemischten Stoxx-50-Index mit minus 1,0 Prozent. Bereits tags zuvor war am Nachmittag bekannt geworden, dass der LuxusgĂŒterhersteller den Vertrag zum geplanten Verkauf eines Teils des Online-Mode- und Accessoires-GeschĂ€fts Yoox Net-A-Porter (YNAP) an Farfetch zurĂŒckzog. Grund dafĂŒr ist, dass der kriselnde britische Online-LuxushĂ€ndler Farfetch vom sĂŒdkoreanischen E-Commerce-Riesen Coupang ĂŒbernommen wird.

In London brachen die Papiere von Superdry GB00B60BD277 nach einer Gewinnwarnung um rund 20 Prozent ein. Die GeschÀftsentwicklung des Modelabels im ersten Halbjahr liege "betrÀchtlich" unter den Erwartungen des Managements, sagte ein HÀndler. Zudem rechnet Superdry inzwischen damit, dass die ProfitabilitÀt im GeschÀftsjahr 2024 trotz der Fortschritte bei Kosteneinsparungen und Lagerbestandsabbau durch ein herausforderndes Umfeld beeintrÀchtigt wird.

Wolters Kluwer NL0000395903, den zweiten Tag inzwischen als Neuling im EuroStoxx 50, waren unauffÀllig. Die Aktien des niederlÀndischen IT-Dienstleisters zeigten sich nahezu unverÀndert.

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