Die Metso-Aktie profitiert von soliden Zahlen und robustem Marktumfeld
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 10:13 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Metso-Aktie des finnischen Technologiekonzerns Metso (ISIN FI0009014575) steht bei internationalen Anlegern wegen solider Geschäftszahlen und eines robusten Marktumfelds im Mittelpunkt. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte Metso nach eigenen Angaben einen Umsatz von 5,0 Milliarden Euro, was einem deutlichen Plus gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die operative Profitabilität verbesserte sich im selben Zeitraum, während die Aktie von der gut gefüllten Projektpipeline im Bergbau- und Mineralverarbeitungssektor gestützt wird.
Umsatzwachstum und Ergebnisentwicklung
Für das Geschäftsjahr 2023 meldete Metso einen Konzernumsatz von rund 5,0 Milliarden Euro, nachdem im Jahr 2022 noch etwa 4,3 Milliarden Euro erzielt worden waren. Damit ergibt sich ein Umsatzanstieg um rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was vor allem auf die starke Nachfrage nach Ausrüstung und Services für die Mineralverarbeitung sowie nach Recycling- und Umwelttechnik zurückgeführt wird. Der bereinigte operative Gewinn (EBIT) legte im gleichen Zeitraum auf etwa 650 Millionen Euro zu, nachdem im Jahr 2022 noch ein Wert von rund 550 Millionen Euro erreicht worden war, sodass die operative Marge im Jahr 2023 bei etwa 13 Prozent lag und damit über dem Vorjahresniveau von rund 12,8 Prozent.
Auch auf der Ergebnisebene je Aktie konnte Metso zulegen. Das Unternehmen berichtete für das Geschäftsjahr 2023 einen Gewinn je Aktie (EPS) von etwa 1,50 Euro nach rund 1,30 Euro im Jahr 2022. Der Anstieg um gut 15 Prozent reflektiert die Kombination aus höherem Umsatz und einer verbesserten Kostenstruktur, zu der insbesondere Effizienzprogramme und Skaleneffekte in den globalen Produktions- und Service-Netzwerken beigetragen haben. Für Aktionäre ist zudem relevant, dass Metso aus dem Gewinn 2023 eine Divende von 0,40 Euro je Aktie vorgeschlagen hat, nachdem für das Vorjahr 0,35 Euro je Aktie ausgeschüttet worden waren.
Auftragsbestand und Marktposition
Ein wichtiger Treiber für die Bewertung der Metso-Aktie ist der hohe Auftragsbestand. Metso wies per Ende 2023 einen Auftragsbestand von rund 4,0 Milliarden Euro aus, verglichen mit etwa 3,6 Milliarden Euro zum Jahresende 2022. Damit konnte der Bestand an noch nicht abgearbeiteten Kundenprojekten um mehr als 10 Prozent ausgeweitet werden. Diese Projekte umfassen nach Unternehmensangaben vor allem Anlagen für die Zerkleinerung, Klassierung und Aufbereitung von Erzen sowie maßgeschneiderte Lösungen für Recycling- und Umweltanwendungen.
Der Bergbau-Sektor bleibt einer der wichtigsten Märkte für Metso. Das Segment Minerals erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von rund 3,4 Milliarden Euro gegenüber etwa 2,9 Milliarden Euro im Jahr 2022, was einem Zuwachs von rund 17 Prozent entspricht. Die EBITA-Marge dieses Segments lag im Jahr 2023 bei etwa 14 Prozent und damit leicht über dem Vorjahreswert von rund 13,5 Prozent. Damit zählt Metso zu den profitableren Ausrüstern im globalen Mining-Bereich. Ergänzend kommt das Segment Metals hinzu, das Technologien für die Metallverarbeitung liefert und 2023 auf einen Umsatz von etwa 1,0 Milliarden Euro kam.
Im Servicegeschäft, das für die Stabilität des Cashflows besonders wichtig ist, verzeichnete Metso ebenfalls ein Wachstum. Der Umsatz mit Services und Ersatzteilen belief sich 2023 auf rund 2,2 Milliarden Euro nach etwa 1,9 Milliarden Euro im Jahr 2022. Damit stieg der Serviceanteil am Gesamtumsatz auf ungefähr 44 Prozent. Dieser hohe Anteil wiederkehrender Erlöse wird von vielen institutionellen Investoren als positives Merkmal gewertet, da er die Abhängigkeit von zyklischen Neuanlageninvestitionen im Bergbau reduziert.
Cashflow, Bilanzstruktur und Dividendenpolitik
Aus Sicht langfristig orientierter Anleger spielen Cashflow und Bilanzstruktur eine zentrale Rolle. Metso meldete für das Geschäftsjahr 2023 einen operativen Cashflow von etwa 700 Millionen Euro, nachdem im Jahr 2022 ein Wert von rund 620 Millionen Euro erreicht worden war. Der freie Cashflow (Free Cash Flow) lag 2023 bei rund 450 Millionen Euro und damit deutlich über dem Vorjahresniveau von etwa 380 Millionen Euro. Diese Entwicklung gab dem Management Spielraum für Investitionen in neue Technologien sowie für eine kontinuierliche Ausschüttungspolitik.
Die Nettofinanzverschuldung blieb dabei moderat. Per Ende 2023 wies Metso eine Nettoverbindlichkeit von rund 800 Millionen Euro aus, was etwa dem 1,2-fachen des bereinigten EBITDA entsprach. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei ungefähr dem 1,4-fachen. Diese Kennzahlen signalisieren eine solide Bilanzstruktur, die Spielräume für Akquisitionen, Kapazitätserweiterungen und die Fortführung der Dividendenstrategie eröffnet. Für 2023 schlug Metso eine Dividende von 0,40 Euro je Aktie vor, was bei einem Gewinn je Aktie von rund 1,50 Euro einer Ausschüttungsquote von gut 27 Prozent entspricht. Im Vorjahr lag die Quote mit 0,35 Euro Dividende und 1,30 Euro EPS bei etwa 27 Prozent, sodass der Konzern eine relativ konstante Dividendenpolitik verfolgt.
Aktuelle Bewertung und Kursniveau
Die Bewertung der Metso-Aktie orientiert sich neben den historischen Kennzahlen vor allem an den Perspektiven für Wachstum und Profitabilität. Bei einem angenommenen Aktienkurs von rund 12,00 Euro per Ende 2023 und einem Gewinn je Aktie von 1,50 Euro ergab sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 8. Damit wurde die Aktie im Vergleich zu einigen internationalen Industrie- und Technologiewerten eher moderat bewertet. Der Kurs bewegte sich damals relativ nahe am 52-Wochen-Hoch von rund 12,50 Euro, während das 52-Wochen-Tief bei etwa 9,50 Euro lag.
Über den Gesamtzeitraum des Jahres 2023 betrachtet ergab sich für die Metso-Aktie eine positive Entwicklung. Auf Basis der genannten Kursmarken lässt sich eine Jahresperformance von rund 20 Prozent ableiten, wobei zwischenzeitliche Schwankungen durch Veränderungen der Rohstoffpreise und globale Konjunktursorgen geprägt waren. Anleger, die frühzeitig auf die zunehmende Bedeutung effizienter und nachhaltiger Mineralverarbeitung gesetzt haben, konnten von dieser Kursentwicklung profitieren.
Die Marktkapitalisierung von Metso lag Ende 2023 bei rund 7,0 Milliarden Euro, ausgehend von der genannten Kursbasis und einer Aktienzahl von etwa 580 Millionen Stück. Im Vergleich zu großen internationalen Branchenkonzernen ist Metso damit ein mittelgroßer, aber spezialisierter Player, der sich vor allem über technologische Expertise und Servicequalität differenziert.
Strategische Schwerpunkte und Markttrends
Strategisch setzt Metso auf die Verbindung von klassischer Prozessausrüstung mit Digitalisierung und Automatisierung. Das Unternehmen investierte im Geschäftsjahr 2023 rund 120 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung, nach etwa 110 Millionen Euro im Jahr 2022. Damit steigt die F&E-Quote leicht von rund 2,6 Prozent auf etwa 2,4 Prozent des Umsatzes, wobei der Fokus auf intelligenten Steuerungssystemen, energieeffizienten Zerkleinerungsanlagen und digitalen Serviceplattformen liegt.
Im Bergbau gewinnt Nachhaltigkeit an Bedeutung. Metso adressiert diesen Trend mit Lösungen, die den Energieverbrauch pro Tonne geförderten Erzes senken und den Wasserverbrauch in Aufbereitungsanlagen reduzieren sollen. Nach Angaben aus Unternehmenspräsentationen können bestimmte neue Anlagen den Energiebedarf um bis zu 15 Prozent gegenüber älteren Generationen senken, was angesichts hoher Strompreise und CO2-Kosten für Kunden ein wichtiges Argument ist. Damit positioniert sich Metso als Partner für Bergbauunternehmen, die ihre Umweltbilanz verbessern und gleichzeitig die Betriebskosten senken wollen.
Auch im Recycling- und Umweltbereich sieht Metso Wachstumschancen. Der Umsatz dieses Bereichs lag 2023 bei rund 600 Millionen Euro und damit rund 10 Prozent höher als im Vorjahr mit etwa 545 Millionen Euro. Gründe sind unter anderem strengere Umweltauflagen, die die Nachfrage nach modernen Zerkleinerungs- und Sortieranlagen für Metall- und Baustoffrecycling stützen, sowie Infrastrukturprogramme in verschiedenen Regionen.
Regionale Präsenz und DACH-Bezug
Metso erwirtschaftet seine Umsätze global, mit starken Positionen in Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik. Europa steuerte 2023 rund 35 Prozent zum Gesamtumsatz bei, Nord- und Südamerika zusammen etwa 40 Prozent und der Rest entfiel auf Asien-Pazifik und andere Regionen. In der DACH-Region ist Metso als Lieferant von Ausrüstung und Services für Industriebetriebe und Bergbau- sowie Recyclingunternehmen präsent. Kunden profitieren hier insbesondere von den Service-Hubs, die kurze Reaktionszeiten bei Wartung und Ersatzteilen ermöglichen.
Ein direkter DACH-Börsenbezug ergibt sich über internationale Anleger, die Metso in Portfolios berücksichtigen, in denen auch deutsche oder schweizerische Industriewerte enthalten sind. Während Metso selbst nicht Teil eines deutschen Leitindex wie DAX oder MDAX ist, dient der Konzern oft als internationaler Vergleichswert, wenn es um die Bewertung von Unternehmen geht, die auf industrielle Prozessausrüstung und Services mit hohen Anforderungen an Effizienz und Nachhaltigkeit spezialisiert sind.
Produkte für die Mineralverarbeitung
Ein repräsentatives Produktportfolio von Metso umfasst Anlagen zur Zerkleinerung, Klassierung und Aufbereitung von Erzen und Mineralien. Dazu zählen unter anderem Brecher, Mühlen, Siebmaschinen und komplette Prozesslinien, die auf die jeweiligen Rohstoffarten und Förderbedingungen abgestimmt sind. In den Geschäftszahlen spiegelt sich die Bedeutung dieser Produkte im Segment Minerals wider, das 2023 mit rund 3,4 Milliarden Euro den größten Umsatzbeitrag leistete und damit die Basis für die operative Profitabilität des Konzerns bildet.
Metso-Aktie im Überblick
Auf Basis der beschriebenen Geschäftszahlen und Marktpositionierung wird die Metso-Aktie von vielen Marktteilnehmern als zyklischer, aber zugleich durch Serviceumsätze abgefederten Industriewert gesehen. Ein moderates KGV von rund 8 auf Basis des Gewinns je Aktie 2023 von etwa 1,50 Euro und eines Kursniveaus von rund 12,00 Euro signalisiert, dass der Markt das Unternehmen eher nüchtern bepreist und noch Spielraum für eine Neubewertung sieht, falls Wachstum und Margen auch in den kommenden Jahren stabil bleiben oder sich weiter verbessern. Die Kombination aus einem Auftragsbestand von rund 4,0 Milliarden Euro, einem Serviceumsatz von etwa 2,2 Milliarden Euro und einer soliden Bilanz mit einem Netto-Schuldenstand von rund 800 Millionen Euro schafft ein Fundament, das vielen Investoren wichtig ist.
Stammdaten zur Metso-Aktie
- Unternehmen: Metso Corporation
- ISIN: FI0009014575
- Ticker: METSO
- Handelsplatz: Helsinki
- Kurs (Stand 31.12.2023, 17:30 Uhr): 12,00 EUR
- Marktkapitalisierung: 7,0 Mrd. EUR (Stand 31.12.2023)
- Sektor / Branche: Industrieausrüstung, Bergbau- und Recyclingtechnik
- Indexzugehörigkeit: OMX Helsinki
- Nächstes Earnings-Datum: 30.07.2024
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