Wetter beschert Bau- und GartenmĂ€rkten ordentliches FrĂŒhjahrsgeschĂ€ft
08.05.2024 - 10:10:12Die Bau- und GartenfachmĂ€rkte sind in diesem Jahr besser in das fĂŒr sie so wichtige FrĂŒhjahrsgeschĂ€ft gestartet als 2023. Die Branche legte um 4,4 Prozent zu und erzielte einen Umsatz von 4,76 Milliarden Euro, wie der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) am Mittwoch mitteilte. Im Monat MĂ€rz verzeichneten die MĂ€rkte sogar ein Plus von 9,6 Prozent.
Besonders stark zulegen konnten die MĂ€rkte im Bereich Erden, Saatgut und Gartenchemie. Hier lagen die UmsĂ€tze laut Branchenverband mehr als 43 Prozent höher als im Vorjahr. Ein starkes Wachstum gab es auch in den Sortimenten LebendgrĂŒn (+39,4 Prozent) sowie GartengerĂ€te/Be- und EntwĂ€sserung (+36,1). Bei Bauhaus waren nach eigenen Angaben MĂ€hroboter sowie Nutzpflanzen wie KrĂ€uter und Cocktailtomaten besonders gefragt, bei Obi unter anderem Pflanzen-, Garten- und Hochbeeterde sowie Rindenmulch.
BHB-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Peter WĂŒst Ă€uĂerte sich vorsichtig optimistisch zu der Entwicklung: "Wir sind froh darĂŒber, dass uns die Rahmenbedingungen, die uns im letzten Jahr noch reichlich Herausforderungen beschert haben, diesmal einen weit besseren Auftakt ermöglichen." Dennoch lief es fĂŒr die MĂ€rkte lĂ€ngst nicht in allen Bereichen gut. Deutliche RĂŒckgĂ€nge gab es bei Renovierungs- und Bauprodukten wie Fliesen (-15,2), Möbel (-9,7) und Bauelemente (-8,2). Die Politik liefere nicht "die notwendigen Anschubimpulse, obwohl der Bedarf an neuen und saniertem Wohnungsraum stetig steigt und sich die Inflation und GeldmĂ€rkte allmĂ€hlich wieder in die richtige Richtung bewegen", kritisierte WĂŒst.
Im vergangenen Jahr hatten die BaumĂ€rkte im ersten Quartal knapp neun Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen. Ursachen waren das schlechte Wetter und die KonsumzurĂŒckhaltung. Darunter litt die Branche besonders stark. Im gesamten Jahr 2023 waren die UmsĂ€tze in Deutschland trotz gestiegener Preise um 3,1 Prozent zurĂŒckgegangen.

