Kommando-Chef, MilitĂ€rĂŒbung

Kommando-Chef: MilitĂ€rĂŒbung auf Grönland fĂŒr Monate geplant

17.01.2026 - 18:15:23

Die militĂ€rische Übung europĂ€ischer Nato-Staaten auf Grönland wird noch mehrere Monate andauern.

"Das, was wir gerade machen, ist, eine lĂ€nger andauernde Übung zu planen, kontinuierlich das ganze Jahr 2026 hindurch und vielleicht auch ins Jahr 2027 hinein", sagte der Chef des Arktischen Kommandos, SĂžren Andersen, der Deutschen Presse-Agentur in Nuuk.

Unter dem Eindruck der von US-PrĂ€sident Donald Trump wiederholt geĂ€ußerten AnnexionsplĂ€ne waren am Freitag unter anderem Angehörige der Bundeswehr auf Grönland angekommen. Deutschland und weiteren Nationen geht es zunĂ€chst um eine Erkundungsmission vor der eigentlichen MilitĂ€rĂŒbung. "Die Deutschen und unter anderem auch Schweden und Norweger sind hier oben, um zu eruieren, welche Möglichkeiten fĂŒr ein gemeinsames Training es hier gibt", sagte Andersen.

Trump hatte seine PlĂ€ne, Grönland den Vereinigten Staaten einzuverleiben, immer wieder mit Sicherheitsbedenken wegen einer Bedrohung durch China und Russland in der Region begrĂŒndet. Die Nato-VerbĂŒndeten sind ĂŒberzeugt, dass Grönland nicht von den USA ĂŒbernommen werden mĂŒsse, um die Arktis zu schĂŒtzen.

Baldige Entscheidung ĂŒber US-Teilnahme

Andersen sagte der dpa, die USA seien wie alle Nato-Nationen eingeladen worden, "hier oben zu trainieren". Das Arktische Kommando, das Teil der dÀnischen StreitkrÀfte ist, arbeite tÀglich mit dem amerikanischen MilitÀr zusammen. "Einer der Offiziere in meinem Stab ist Teil des Stabs, der auf der Pituffik Space Base ist, der amerikanischen Basis in Nordgrönland", sagte Andersen. "Wir arbeiten mit den USA tÀglich zusammen, daran hat sich nichts geÀndert."

FĂŒr die eigentliche Übung seien bislang nur französische Soldaten vor Ort. "Die anderen LĂ€nder sind hier, um sich die Möglichkeiten anzusehen. Ob die USA sich die Möglichkeiten ansehen, auch mit anderen Nato-LĂ€ndern zu trainieren, darĂŒber werden wir, glaube ich, innerhalb des nĂ€chsten Monats eine Entscheidung haben", sagte Andersen.

@ dpa.de