Kering-Umsatz sinkt nicht so stark wie befĂŒrchtet - Positive Aktien-Reaktion
22.10.2025 - 20:54:58Im dritten Quartal fiel der Umsatz der wichtigsten Kering-Marke bereinigt um WĂ€hrungseffekte im Jahresvergleich um 14 Prozent, wie der Konzern am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte. Im zweiten Quartal war der Gucci-Umsatz allerdings noch um ein Viertel gefallen. Konzernweit ging der Erlös im dritten Jahresviertel auf vergleichbarer Basis nur noch um fĂŒnf Prozent zurĂŒck. Damit schnitt Kering deutlich besser ab als von Bloomberg befragte Experten erwartet hatten. Die Nachricht wurde am Finanzmarkt positiv aufgenommen.
Die in den USA gehandelten Hinterlegungsscheine legten um bis zu achteinhalb Prozent zu und stiegen auf den höchsten Stand seit MÀrz 2024. In Paris hatten sich die in den vergangenen Jahren arg gebeutelten Aktien zuletzt deutlich erholt. Seit dem Mehrjahrestief von rund 150 Euro im April dieses Jahres hat sich der Kurs inzwischen wieder mehr als verdoppelt. In den Jahren davor ist das Papier allerdings krÀftig unter die RÀder gekommen. So liegt der aktuelle Kurs trotz der Erholung seit April immer noch um rund 60 Prozent unter dem Rekordhoch aus dem Sommer 2021.
In den vergangenen fĂŒnf Jahren schnitt die Kering-Aktie mit einem Minus von mehr als 40 Prozent deutlich schlechter ab als anderen Papiere der Branche wie LVMH FR0000121014, Hermes FR0000052292 und Richemont CH0210483332. Diese haben in dem Zeitraum deutlich zugelegt. Wegen des Verfalls des Börsenwerts flog Kering im Sommer dieses Jahres aus dem EuroStoxx 50 EU0009658145. Kering ist an der Börse derzeit nur knapp 40 Milliarden Euro wert. LVMH kommt auf mehr als 310 Milliarden Euro und Hermes auf 232 Milliarden Euro.
Bei Kering soll jetzt der frĂŒhere Renault-Chef FR0000131906 Luca de Meo das Ruder herumreiĂen und wieder fĂŒr steigende UmsĂ€tze sorgen. Er will den Konzern stĂ€rker auf das KerngeschĂ€ft fokussieren. Erst am Montag konnte er mit dem Verkauf der Kosmetiksparte an L'Oreal FR0000120321 fĂŒr vier Milliarden Euro einen Erfolg vermelden. Das Geld kann er gut fĂŒr den Schuldenabbau und Investitionen bei den Kernmarken Gucci, Yves Saint Laurent (YSL) und Bottega Veneta gebrauchen.

