Mostostal Warszawa, PLMSTZW00018

Die Mostostal-Warszawa-Aktie bleibt von Infrastrukturprojekten gestützt

Veröffentlicht am: 13.07.2026 um 08:02 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Mostostal-Warszawa-Aktie steht für den polnischen Bau- und Infrastrukturkonzern Mostostal Warszawa, der mit großen Industrie- und Energieprojekten langfristige Auftragsbestände sichert. Für Anleger sind Geschäftsfeld und Projektpipeline entscheidend.

Mostostal Warszawa, PLMSTZW00018, Illustration mit AI erstellt.
Mostostal Warszawa, PLMSTZW00018, Illustration mit AI erstellt.

Mostostal Warszawa (ISIN PLMSTZW00018) ist ein traditionsreicher polnischer Bau- und Infrastrukturkonzern, dessen Mostostal-Warszawa-Aktie die Beteiligung an großen Industrie- und Energieprojekten bündelt. Der Fokus liegt auf komplexen Bauvorhaben, Stahlkonstruktionen und schlüsselfertigen Anlagen, die langfristige Auftragsbestände und wiederkehrende Erlöse ermöglichen. Für Anleger ist die Verbindung aus Ingenieurkompetenz, Projektsteuerung und regionaler Marktverankerung ein zentraler Faktor.

Profil eines polnischen Infrastruktur-Spezialisten

Mostostal Warszawa gehört zu den bekannten Bau- und Montageunternehmen in Polen und deckt ein breites Spektrum von Hoch- und Tiefbau über Ingenieurbau bis zu Industrieanlagen ab. Das Geschäftsmodell ist projektorientiert: Der Konzern akquiriert, plant und realisiert Bau- und Montageprojekte für öffentliche und private Auftraggeber, häufig mit hoher technischer Komplexität. Dazu zählen beispielsweise Industriehallen, Kraftwerksnahe Infrastruktur, Verkehrswege sowie Spezialkonstruktionen aus Stahl.

Die Gesellschaft arbeitet typischerweise mit mehrjährigen Verträgen, die in Phasen abgewickelt werden und über Baufortschrittszahlungen finanziert sind. Diese Struktur führt zu einem hohen Stellenwert des Auftragsbestands, denn er bildet die Grundlage für zukünftige Umsätze und Cashflows. Je größer und diversifizierter der Projektkatalog ist, desto robuster ist die Planbarkeit der Erlöse im Vergleich zu kurzfristig orientierten Bauaktivitäten.

Schwerpunkt Infrastruktur und Energie

Ein wesentliches Merkmal von Mostostal Warszawa ist die starke Ausrichtung auf Infrastruktur- und Energieprojekte. Im Infrastrukturbereich sind Straßen, Brücken, öffentliche Gebäude und industrielle Anlagen zentrale Felder, in denen der Konzern sein technisches Know-how nutzt. Im Energiesegment konzentriert sich das Unternehmen auf Projekte rund um Kraftwerksnahe Bauten, Energieübertragung und gegebenenfalls Modernisierung bestehender Anlagen. Diese Felder sind in vielen Ländern politisch und regulatorisch geprägt und hängen von öffentlichen Investitionsprogrammen sowie EU-Fördermitteln ab.

Für die Mostostal-Warszawa-Aktie bedeutet dies, dass der Geschäftserfolg stark mit langfristigen Investitionszyklen korreliert. Wenn staatliche oder regionale Behörden Infrastrukturprogramme ausweiten oder neue Energieprojekte anstoßen, erhöht sich tendenziell das Marktvolumen für Anbieter wie Mostostal Warszawa. Umgekehrt kann eine Zurückhaltung bei öffentlichen Ausschreibungen oder eine Verschiebung von Projekten die Dynamik im Auftragseingang dämpfen. Anleger blicken daher nicht nur auf die Firmendaten, sondern auch auf den regulatorischen Rahmen und die Investitionspläne im Heimatmarkt.

Auftragsbestand als steuernde Kennzahl

In der Bau- und Montagebranche gilt der Auftragsbestand als zentrale Kennzahl, die den künftigen Umsatzkorridor sichtbar macht. Bei einem Unternehmen wie Mostostal Warszawa kann ein im Branchenvergleich hoher Auftragsbestand ein wesentlicher Stabilitätsfaktor sein. Ein breites Portfolio über verschiedene Infrastruktur- und Industrieprojekte reduziert zudem das Risiko, das aus Verzögerungen oder Stornierungen einzelner Aufträge entsteht.

Ein quantifizierter Vergleich ist für Anleger besonders hilfreich: Liegt der Auftragsbestand gemessen am Jahresumsatz deutlich über dem Einjahresniveau, etwa um 20 Prozent, signalisiert dies eine stärkere Auslastung und potenziell höhere künftige Erlöse. Umgekehrt verweist ein gegenüber dem Vorjahr um beispielsweise 15 Prozent reduzierter Auftragsbestand auf eine vorsichtigere Perspektive für die nächsten Perioden. Solche Deltas helfen, die Entwicklung von Mostostal Warszawa gegenüber einem stabilen oder wachsenden Marktumfeld einzuordnen, auch wenn die konkreten Zahlen jeweils aus den aktuellen Unternehmensmitteilungen zu entnehmen sind.

Vergleich mit europäischen Baukonzernen

Im europäischen Kontext lassen sich Unternehmen wie Mostostal Warszawa mit anderen Bau- und Infrastrukturkonzernen vergleichen, die im Hoch- und Tiefbau sowie im Ingenieurbau tätig sind. Während große westeuropäische Anbieter oft international stark diversifiziert sind, liegt der Schwerpunkt von Mostostal Warszawa stärker im polnischen Markt und ausgewählten Projekten. Das kann Chancen und Risiken zugleich mit sich bringen: Einerseits profitieren Unternehmen mit regionalem Fokus von detaillierter Marktkenntnis und etablierten Kundenbeziehungen, andererseits ist die Abhängigkeit von der lokalen Konjunktur und den nationalen Investitionsprogrammen größer.

Aus Bewertungs- und Risiko-Perspektive betrachten Anleger häufig Kennzahlen wie das Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Umsatz oder das Kurs-Gewinn-Verhältnis im Vergleich zu größeren europäischen Baukonzernen. Weicht die Bewertung um beispielsweise 30 Prozent nach unten vom Branchenschnitt ab, kann dies entweder auf höhere Risiken oder auf eine mögliche Unterbewertung hinweisen. Liegt sie dagegen deutlich über dem Mittel, etwa 25 Prozent höher als die Vergleichsgruppe, wird der Markt dem Unternehmen meist überdurchschnittliche Wachstumsaussichten oder eine ungewöhnlich robuste Margenstruktur unterstellen.

Projektmargen und Kostenkontrolle

Ein zentrales Thema für die Mostostal-Warszawa-Aktie sind die Projektmargen. Im Bau- und Infrastrukturgeschäft sind Materialkosten, Lohnkosten, Energiepreise und die Effizienz der Baustellenorganisation bestimmend für die Profitabilität. Bereits moderate Schwankungen in den Kostenstrukturen können die operative Marge spürbar beeinflussen. So macht ein Unterschied von 150 Basispunkten (1,5 Prozentpunkten) in der EBIT-Marge im Vergleich zum Vorjahr bei einem mittelgroßen Baukonzern einen relevanten Betrag in absoluten Zahlen aus.

Mostostal Warszawa muss daher in jedem Projekt die Kalkulation eng führen, Nachträge managen und Risiken wie Verzögerungen oder Lieferprobleme frühzeitig adressieren. Für Anleger ist besonders interessant, ob das Unternehmen über mehrere Berichtsperioden hinweg eine stabile oder steigende Margenentwicklung zeigen kann. Ein über drei Jahre um insgesamt 200 Basispunkte verbesserter Margenpfad ist ein anderes Signal als eine sequenzielle Verschlechterung, die auf Kostendruck oder problematische Projekte hinweisen könnte.

Finanzierung und Kapitalstruktur

Die Finanzierung von Bau- und Infrastrukturprojekten stellt besondere Anforderungen an die Kapitalstruktur. Mostostal Warszawa muss in vielen Fällen Material und Leistungen vorfinanzieren, bevor größere Zahlungen von Auftraggebern fließen. Eine solide Eigenkapitalbasis und gesicherte Kreditlinien sind daher entscheidend, um eine kontinuierliche Projektabwicklung sicherzustellen. Verhältniszahlen wie die Eigenkapitalquote oder das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA werden von Marktteilnehmern aufmerksam verfolgt.

Ein Unternehmen, dessen Nettoverschuldung zum EBITDA im Branchenvergleich moderat ist, etwa bei einem Faktor von 1,5 statt 2,5, gilt tendenziell als finanziell robuster. Überschreitet dieser Wert deutlich das Niveau von Peers, zum Beispiel 3,0 oder höher, wird die Sensitivität gegenüber Zinsänderungen und konjunkturellen Einbrüchen stärker. Für die Mostostal-Warszawa-Aktie ist eine ausgewogene Finanzierung besonders wichtig, da große Infrastrukturprojekte oft lange Laufzeiten haben und unerwartete Verzögerungen auftreten können.

Regulatorisches Umfeld und öffentliche Ausschreibungen

Das regulatorische Umfeld spielt im Infrastruktur- und Energiegeschäft eine zentrale Rolle. Mostostal Warszawa ist in einem Markt aktiv, in dem öffentliche Ausschreibungen und Vergabeverfahren eine wichtige Quelle für Großprojekte sind. Transparente Regeln, verlässliche Budgetplanung der öffentlichen Auftraggeber und klare Zeitpläne sind wesentliche Rahmenbedingungen für eine stabile Geschäftsentwicklung.

Veränderungen in Vergaberegeln oder Prioritäten bei Infrastrukturprogrammen können den Auftragseingang spürbar beeinflussen. Wenn beispielsweise ein neues Infrastrukturpaket zusätzliche Mittel für Verkehrswege bereitstellt, steigt das potenzielle Marktvolumen für Unternehmen, die entsprechende Projekte umsetzen können. Bei einer Reduktion oder Verschiebung von Programmen kann der Wettbewerb hingegen intensiver werden, was sich in niedrigeren Margen bei Ausschreibungen oder längeren Phasen ohne neue Großaufträge niederschlagen könnte.

Langfristige Trends in Bau und Energie

Für die Mostostal-Warszawa-Aktie sind langfristige strukturelle Trends im Bau- und Energiesektor relevant. Urbanisierung, Modernisierung veralteter Infrastruktur, energetische Sanierung von Gebäuden und der Ausbau erneuerbarer Energien erhöhen den Bedarf an komplexen Bau- und Montageleistungen. Unternehmen mit Erfahrung in großen Projekten und einem breiten Portfolio an technischen Lösungen können von diesem Wandel profitieren.

Gleichzeitig steigt der Druck, nachhaltige Materialien, energieeffiziente Bauweisen und digitale Planungstools zu nutzen. Building Information Modeling (BIM), digitale Projektsteuerung und moderne Logistiksysteme werden zunehmend Standard, um Zeitpläne und Kosten besser zu kontrollieren. Unternehmen, die diese Methoden konsequent einsetzen, können ihre Produktivität steigern und Fehlerquoten reduzieren. Eine Produktivitätsverbesserung von lediglich 5 Prozent pro Projekt, etwa durch bessere Planung, kann im Aggregat die Marge und die Wettbewerbsfähigkeit spürbar verbessern.

Operatives Risiko-Management

Die Steuerung operativer Risiken ist für einen projektorientierten Konzern wie Mostostal Warszawa essenziell. Wetterbedingungen, Materialverfügbarkeit, Genehmigungsverfahren und Koordination mit Subunternehmern sind Faktoren, die Zeitpläne beeinflussen können. Ein professionelles Risiko-Management umfasst die Identifikation kritischer Pfade im Projektablauf, den Aufbau alternativer Lieferketten und klare vertragliche Regelungen zu Nachträgen und Verzögerungen.

Analysten untersuchen bei Bau- und Infrastrukturunternehmen häufig, wie sich die Projektergebnisse über mehrere Jahre verteilen. Zeigt sich, dass der Anteil problembehafteter oder margenschwacher Projekte sinkt und der Anteil erfolgreich abgeschlossener Aufträge steigt, verbessert sich das Risikoprofil. Ein Rückgang des Anteils verlustbringender Projekte von beispielsweise 8 Prozent auf 3 Prozent des Projektvolumens über einige Jahre wäre ein deutliches Signal für gesteigerte operative Qualität.

Mostostal Warszawa im Heimatmarkt Polen

Polen ist ein wachstumsorientierter Markt mit kontinuierlichem Bedarf an Ausbau und Modernisierung der Infrastruktur. Straßen, Schienen, Energieversorgung und öffentliche Gebäude werden regelmäßig erweitert, modernisiert oder ersetzt. Mostostal Warszawa ist als etablierter Anbieter in diesem Umfeld präsent und kann von entsprechenden Investitionszyklen profitieren. Die regionale Verankerung erleichtert die Teilnahme an Ausschreibungen und schafft Vertrauen bei Auftraggebern.

Gleichzeitig steht der Markt im Wettbewerb mit internationalen Unternehmen, die sich um Großprojekte bewerben. Für die Mostostal-Warszawa-Aktie ist daher wichtig, dass der Konzern nicht nur preislich, sondern auch qualitativ und technologisch konkurrenzfähig bleibt. Eine Kombination aus lokaler Marktkenntnis, modernen Bauverfahren und verlässlicher Projektausführung kann sich als Vorteil gegenüber Wettbewerbern erweisen, die den Markt weniger gut kennen.

Einbindung in europäische Lieferketten

Als Industrie- und Bauunternehmen ist Mostostal Warszawa in europäische Lieferketten eingebunden. Stahl, Beton, technische Komponenten und Spezialausrüstung stammen aus unterschiedlichen Ländern, was Effizienzvorteile, aber auch Abhängigkeiten mit sich bringt. Lieferengpässe oder Preisvolatilität bei Schlüsselmaterialien können Projektkalkulationen beeinflussen.

Eine diversifizierte Beschaffungsstrategie mit mehreren Lieferanten und Regionen reduziert das Risiko, dass einzelne Störungen die Baustellen signifikant verzögern. Ein weiterer Hebel ist die Nutzung langfristiger Rahmenverträge, die Preis- und Lieferkonditionen über mehrere Projekte hinweg sichern. Eine Kostenreduktion von wenigen Prozentpunkten in der Materialbeschaffung kann bei Projekten im hohen Millionenbereich eine spürbare Wirkung auf die Gesamtprofitabilität entfalten.

Corporate Governance und Transparenz

Corporate Governance und Transparenz sind für börsennotierte Bau- und Infrastrukturunternehmen wichtig, um das Vertrauen von Anlegern und Auftraggebern zu gewinnen. Mostostal Warszawa veröffentlicht typischerweise Finanzberichte, Projektinformationen und Corporate-Governance-Dokumente über seine Investor-Relations-Kommunikation. Klare Strukturen bei Aufsichts- und Managementgremien, Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und transparente Berichterstattung über Projekte werden von institutionellen und privaten Investoren positiv bewertet.

Eine gute Governance-Struktur trägt dazu bei, Risiken wie Interessenkonflikte oder unzureichende Kontrolle zu begrenzen. Sie erleichtert auch den Zugang zu Finanzierung, da Banken und andere Kapitalgeber eine solide Transparenz schätzen. Für die Mostostal-Warszawa-Aktie ist dies ein Baustein in der Gesamtstory, der neben operativen Kennzahlen und Marktposition eine Rolle spielt.

Nachhaltigkeit und ESG-Perspektive

Nachhaltigkeit gewinnt auch im Bau- und Infrastruktursegment an Bedeutung. Unternehmen wie Mostostal Warszawa sehen sich verstärkt Anforderungen von Auftraggebern gegenüber, Umweltstandards einzuhalten, Arbeitssicherheit zu gewährleisten und soziale Verantwortung ernst zu nehmen. ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) fließen zunehmend in Ausschreibungen und Projektbewertungen ein.

Für Anleger kann dies bedeuten, dass die Bewertung der Mostostal-Warszawa-Aktie verspätet, aber spürbar, von Fortschritten im Nachhaltigkeitsprofil beeinflusst wird. Wenn ein Unternehmen seine CO2-Bilanz in den eigenen Prozessen verbessert, die Arbeitssicherheit erhöht und soziale Projekte im Umfeld seiner Standorte unterstützt, ist dies im ESG-Kontext relevant. Ein Rückgang der Arbeitsunfälle pro tausend Mitarbeiter um beispielsweise 40 Prozent innerhalb weniger Jahre wäre ein klarer Indikator für verbesserte Sicherheitsstandards.

Digitale Transformation im Projektgeschäft

Die Digitalisierung von Planung, Ausschreibung und Projektsteuerung ist auch für Mostostal Warszawa ein zukunftsweisendes Thema. Moderne Softwarelösungen für Bauplanung, Kostenkontrolle und Fortschrittsüberwachung erleichtern die Koordination komplexer Projekte. Mit digitalen Tools kann der Konzern Baufortschritte genauer dokumentieren, Abweichungen vom Zeitplan früh erkennen und Ressourcen effizienter einsetzen.

Ein weiterer Aspekt sind digitale Schnittstellen zu Auftraggebern, Subunternehmern und Lieferanten. Wenn Prozesse wie Ausschreibungen, Abnahmen, Rechnungsstellung und Nachtragsmanagement digital abgebildet werden, sinkt die Fehleranfälligkeit und die Geschwindigkeit in der Abwicklung steigt. Eine Reduktion der Projektlaufzeiten um wenige Prozent, etwa 3 bis 5 Prozent, kann in Summe dazu beitragen, mehr Projekte im gleichen Zeitraum abzuschließen und die Kapazitäten besser zu nutzen.

Produkt- und Leistungsportfolio von Mostostal Warszawa

Das Leistungsportfolio von Mostostal Warszawa reicht von klassischen Bauleistungen über Stahlkonstruktionen bis zu schlüsselfertigen Industrie- und Infrastrukturprojekten. Ein typischer Leistungsbaustein ist die Errichtung und Montage von komplexen Stahl- und Betonbauten, beispielsweise für Produktionshallen, Lagerflächen oder Energieanlagen. Hinzu kommt die Ausführung von Ingenieurbauwerken wie Brücken, Trägerkonstruktionen oder speziellen Tragwerken, die hohe statische Anforderungen erfüllen müssen.

Daneben übernimmt Mostostal Warszawa häufig die Rolle des Generalunternehmers für größere Bauvorhaben. In dieser Funktion koordiniert das Unternehmen Planung, Ausführung und Schnittstellen zu Subunternehmern sowie technische Dienstleister. Die Fähigkeit, unterschiedliche Gewerke zu integrieren und termingerecht zu liefern, ist ein wichtiges Merkmal des Angebots. Für Auftraggeber entsteht so ein zentraler Ansprechpartner, der die Gesamtverantwortung für das Projekt übernimmt.

Die Mostostal-Warszawa-Aktie als Beteiligungsvehikel

Die Mostostal-Warszawa-Aktie repräsentiert die Beteiligung an diesem breiten Projekt- und Leistungsportfolio. Anleger, die die Aktie halten, partizipieren langfristig an der Wertentwicklung des Unternehmens, die von Faktoren wie Auftragseingang, Margenentwicklung, Finanzierungskosten und strategischer Positionierung im Markt abhängt. Eine Aktie eines Bau- und Infrastrukturunternehmens ist typischerweise zyklischen und projektbezogenen Schwankungen ausgesetzt, kann aber in Phasen intensiver Investitionsprogramme erhebliche Wertsteigerungen erfahren.

Die Kursentwicklung spiegelt dabei nicht nur vergangene Ergebnisse, sondern auch Erwartungen an zukünftige Projekte wider. Wenn der Markt davon ausgeht, dass Mostostal Warszawa in den kommenden Jahren eine stabile oder wachsende Pipeline an Infrastruktur- und Energieprojekten sichern kann, kann sich dies in einer höheren Bewertung niederschlagen. Umgekehrt reagieren Kurse sensibel auf Hinweise, dass Projekte sich verzögern, Margen unter Druck geraten oder Investitionsprogramme neu priorisiert werden.

Typische Kennzahlen für Anleger

Anleger, die die Mostostal-Warszawa-Aktie betrachten, analysieren üblicherweise eine Reihe von Kennzahlen. Dazu gehören Umsatzwachstum, EBIT-Marge, Nettoergebnis, Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Eigenkapitalquote und Nettoverschuldung. Ergänzend ist der Auftragsbestand eine steuernde Größe, die die künftige Umsatzbasis sichtbar macht. Mit einem Vergleich der Kennzahlen über mehrere Jahre lässt sich erkennen, ob der Konzern seine Profitabilität und finanzielle Stabilität verbessert oder ob es Phasen erhöhter Volatilität gibt.

Ein konkretes Beispiel für eine quantifizierte Einordnung ist der Vergleich von Umsatzwachstum und Margenentwicklung. Steigt der Umsatz in einem Jahr um 10 Prozent, während die EBIT-Marge unverändert bleibt oder sogar leicht steigt, ist dies ein anderes Signal als ein Umsatzplus bei gleichzeitig sinkender Marge. Ein Margenrückgang von 100 Basispunkten bei gleicher oder geringerer Umsatzdynamik kann darauf hinweisen, dass Projekte aufwändiger wurden oder Kosten schwerer kontrollierbar waren.

Strategische Perspektiven und Marktchancen

Aus strategischer Sicht hat Mostostal Warszawa die Möglichkeit, sein Geschäft sowohl im Heimatmarkt Polen als auch darüber hinaus zu entwickeln. Potenzielle Chancen liegen in der Teilnahme an großen Infrastrukturprogrammen, im Ausbau des Energiesegments und möglicherweise in der Erschließung neuer Marktsegmente, etwa im Bereich moderner Industrieanlagen oder Gebäudetechnik. Eine kluge Auswahl von Projekten, bei denen die eigene Expertise besonders hoch ist, kann dazu beitragen, die Margen zu schützen und Risiken zu begrenzen.

Mit Blick auf die nächsten Jahre wird der Druck steigen, Prozesse zu digitalisieren, Nachhaltigkeitsanforderungen zu erfüllen und zugleich wettbewerbsfähige Preise anzubieten. Unternehmen, die diese drei Faktoren erfolgreich kombinieren, können ihre Marktposition stärken. Für die Mostostal-Warszawa-Aktie bedeutet dies, dass Investoren neben den klassischen Finanzkennzahlen auch qualitative Aspekte der Strategie in ihre Entscheidungen einbeziehen.

Repräsentatives Produkt- und Projektbeispiel

Ein repräsentatives Beispiel für die Tätigkeit von Mostostal Warszawa sind komplexe Stahl- und Betonbauten im Industrie- und Infrastruktursektor. Typischerweise handelt es sich um große Hallen, technische Gebäude oder Brückenkonstruktionen, bei denen statische Anforderungen, Materialqualität und präzise Montage im Vordergrund stehen. Solche Projekte erfordern eine sorgfältige Planung und Ausführung, da sie oftmals integraler Bestandteil von Produktionsprozessen oder Verkehrsinfrastruktur sind.

Mostostal-Warszawa-Aktie und Börsennotierung

Die Mostostal-Warszawa-Aktie ist an einer polnischen Börse notiert und ermöglicht es Anlegern, sich an der Entwicklung des Bau- und Infrastrukturunternehmens Mostostal Warszawa zu beteiligen. Die Aktie spiegelt die Erwartungen des Marktes an künftige Projekte, Margen und die Stabilität des Auftragsbestands wider. Kurs und Handelsvolumen geben Hinweise darauf, wie der Markt neue Informationen und Einschätzungen verarbeitet.

Fakten zur Mostostal-Warszawa-Aktie

  • Unternehmen: Mostostal Warszawa S.A.
  • ISIN: PLMSTZW00018
  • Ticker: MST
  • Handelsplatz: Warschauer Börse
  • Sektor / Branche: Bau- und Infrastrukturleistungen
  • Indexzugehörigkeit: nationaler polnischer Aktienindex
  • Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

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