NeugeschÀft mit Baukrediten im Dezember schwach - Jahresbilanz: tiefrot
01.02.2024 - 12:21:59Das NeugeschĂ€ft deutscher Banken mit Immobiliendarlehen an Privathaushalte und SelbststĂ€ndige lag im Dezember bei 12,2 Milliarden Euro und damit zehn Prozent unter dem bereits schwachen Vergleichswert ein Jahr zuvor. Das zeigt eine Auswertung der Analysefirma Barkow Consulting, die auf Daten der EuropĂ€ischen Zentralbank beruht. Auch die Jahresbilanz fiel trĂŒb aus: Mit 161 Milliarden Euro war das Volumen 37 Prozent niedriger als 2022- laut Barkow das geringste seit Beginn der Datenaufzeichnung 2003.
Der Dezember 2023 sei nicht nur der schwĂ€chste seit 2003, sondern auch der zweitniedrigste Monatswert ĂŒberhaupt, erklĂ€rte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Peter Barkow. Auch der Vergleich zum Vorjahresmonat habe sich deutlich verschlechtert, nachdem der November ermutigend ausgefallen sei. "Von einer Verbesserung kann also keine Rede sein. FĂŒr positive Effekte aus den zuletzt deutlich gesunkenen Zinsen ist es naturgemÀà noch zu frĂŒh." Sie sollten aber zumindest mittelfristig den Baufinanzierungsmarkt beleben.
Das NeugeschĂ€ft mit privaten Baufinanzierungen hatte bis ins FrĂŒhjahr 2022 geboomt, doch der starke Anstieg der Kreditzinsen beendete den Höhenflug. Wegen der teureren Kredite können oder wollen sich viele Menschen den Immobilienkauf nicht mehr leisten. Bauherren machen zudem die höheren Baupreise zu schaffen, was den Wohnungsbau bremst und das GeschĂ€ft mit Finanzierungen ebenfalls belastet. Zuletzt hatten die Bauzinsen gemessen an den Raten im vergangenen Herbst deutlich nachgegeben, was in der Immobilienbranche Hoffnung auf eine Erholung schĂŒrt.

