Klimakonferenz soll nĂ€chstes Jahr in der TĂŒrkei stattfinden
20.11.2025 - 06:25:57 | dpa.deZuvor hatte es monatelange Streitereien zwischen der TĂŒrkei und Australien um den Tagungsort gegeben. Der Kompromiss sei in einer Sitzung bei der Weltklimakonferenz im brasilianischen BelĂ©m erzielt worden, hieĂ es aus Verhandlungskreisen. Nötig ist nun noch die formale BestĂ€tigung im Plenum.
Der deutsche UmweltstaatssekretĂ€r Jochen Flasbarth leitete die Runde, in der der Kompromiss vereinbart wurde. Flasbarth sagte der Deutschen Presse-Agentur, die TĂŒrkei solle "Gastgeber und PrĂ€sidentschaft" der nĂ€chsten Klimakonferenz werden, Australien hingegen "PrĂ€sidentschaft fĂŒr die Verhandlungen". Das sei "ein sehr ungewöhnliches, noch nicht eingeĂŒbtes Konzept".
Fokus auf Pazifikstaaten
Der australische Premierminister Anthony Albanese sprach am Morgen (Ortszeit) von einem "hervorragenden Ergebnis". Er habe sich zuvor auch mit Regierungschefs in pazifischen Nachbarstaaten wie Papua-Neuguinea und Fidschi abgesprochen. Um die Folgen auf den besonders vom Klimawandel betroffenen Inseln des Pazifiks in den Mittelpunkt zu rĂŒcken, werde es im kommenden Jahr auch ein Pre-COP-Treffen in dieser Region geben - wo genau, sei aber noch nicht entschieden.
WĂ€re keine Einigkeit ĂŒber den Tagungsort erzielt worden, wĂ€re Deutschland als Sitz des UN-Klimasekretariats in Bonn Gastgeber der Konferenz mit Zehntausenden Teilnehmern geworden - was die Bundesregierung aber unbedingt vermeiden wollte. "Deutschland braucht fĂŒr eine Konferenz mehr Zeit", hatte Flasbarth vor dem nun gefundenen Kompromiss erklĂ€rt.
Albanese betonte, eine Verlegung des Gipfels nach Bonn hĂ€tte den multilateralen Klimaschutz "nicht vorangebracht". Man habe eine Lösung gefunden, die "ein groĂer Gewinn sowohl fĂŒr Australien als auch fĂŒr die TĂŒrkei" sei.
Die Austragung der jĂ€hrlichen Weltklimakonferenz rotiert zwischen den Weltregionen, die Staatengruppen mĂŒssen sich jeweils auf einen Gastgeber einigen. Die britische Zeitung "The Guardian" hatte berichtet, die Konferenz solle im tĂŒrkischen Badeort Antalya stattfinden.
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