Deutschland und Island vereinbaren engere MilitÀrkooperation
20.10.2025 - 06:25:41Dabei will die Bundeswehr auf der Vulkaninsel im hohen Norden auch einen Anlaufpunkt fĂŒr ihre Kampfschiffe, U-Boote und Versorgungsschiffe haben. Ziel einer in der Hauptstadt Reykjavik unterschriebenen AbsichtserklĂ€rung ist eine Kooperation im Bereich maritime Logistik, wie Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bei einem Treffen mit der islĂ€ndischen AuĂenministerin Thorgerdur Katrin Gunnarsdottir sagte.
Island gehörte 1949 zu den GrĂŒndungsmitgliedern der Nato, verfĂŒgt jedoch bis heute ĂŒber keine eigenen StreitkrĂ€fte. Deutschland möchte in Zukunft die moderne Hafeninfrastruktur auf Island stĂ€rker nutzen. Zudem steht die zeitweilige Stationierung von SeefernaufklĂ€rungs-Flugzeugen vom Typ P-8A Poseidon im Raum.
"Hier im hohen Norden leistet Island einen wichtigen Beitrag zum Schutz der nördlichen Flanke des (Nato-)BĂŒndnisses", sagte Pistorius, der mit seinem ersten Besuch in Island eine mehrtĂ€gige Reise begann, die ihn auch nach Kanada und GroĂbritannien fĂŒhren soll.
"Deutschland ist aus meiner Sicht nun fĂŒhrende Kraft bei der StĂ€rkung von Sicherheit und Verteidigung in Europa", sagte Gunnarsdottir. Eine verstĂ€rkte Zusammenarbeit solle es mit der deutschen Luftwaffe und Marine sowie beim Schutz gegen hybride Angriffe und Störungen der Internetkommunikation geben.
Unter hybrider KriegsfĂŒhrung wird eine Kombination aus militĂ€rischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln verstanden, mit der auch die öffentliche Meinung beeinflusst werden kann - bis hin zur Destabilisierung ganzer Gesellschaften.

