Nordex, DE000A0D6554

Die Nordex-Aktie zeigt nach starken Zahlen und Auftragszuwachs Widerstandskraft

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 07:47 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Nordex-Aktie bleibt für Anleger interessant: Der Windturbinenhersteller meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen deutlichen Umsatzanstieg und einen verbesserten Gewinn, während der Auftragsbestand weiter wächst. Entscheidend bleibt für den Markt die Profitabilität im Projektgeschäft.

Bauhaus-Poster mit geometrischer Windturbine und großer Typografie WIND in Rot und Gelb
Nordex SE (DE000A0D6554) im Bauhaus-Stil: geometrisches Poster mit Windturbinenform und Schriftzug WIND, Illustration mit AI erstellt.

Der Windkraftspezialist Nordex (ISIN DE000A0D6554) hat im Geschäftsjahr 2025 den Konzernumsatz auf 6,10 Milliarden Euro gesteigert und damit gegenüber 2024 um rund 18 Prozent erhöht, was den anhaltenden Investitionsschub in Onshore-Windenergie widerspiegelt.

Umsatzwachstum und Ergebniswende

Im gleichen Zeitraum verbesserte Nordex den operativen Gewinn deutlich: Das Unternehmen erzielte laut Geschäftsbericht 2025 ein EBITDA von 420 Millionen Euro, nachdem im Jahr 2024 noch 320 Millionen Euro ausgewiesen worden waren, was einem Plus von rund 31 Prozent entspricht.

Beim Nettoergebnis gelang Nordex 2025 eine weitere Verbesserung, indem der Konzernüberschuss auf 150 Millionen Euro stieg, nachdem ein Jahr zuvor 95 Millionen Euro ausgewiesen worden waren; der Gewinn je Aktie erhöhte sich damit im Trend spürbar.

Auftragsbestand als strategischer Puffer

Für das Ende des Geschäftsjahres 2025 meldete Nordex einen gesicherten Auftragsbestand über Turbinen und Serviceverträge von insgesamt rund 11,5 Gigawatt Leistung, verbunden mit einem nominalen Auftragsvolumen von etwa 9,2 Milliarden Euro, was eine solide Visibilität der künftigen Umsätze unterstreicht.

Im Vergleich zum Vorjahresende 2024 legte der Auftragsbestand damit um etwa 12 Prozent zu, wobei insbesondere Projekte in Europa und Lateinamerika zum Wachstum beitrugen und das Servicegeschäft mit wiederkehrenden Erlösen einen wachsenden Anteil beisteuerte.

Profitabilität im Projektgeschäft

Die EBIT-Marge im Segment Projekte verbesserte sich 2025 laut Unternehmensangaben auf 4,5 Prozent, nachdem im Geschäftsjahr 2024 erst 2,8 Prozent erreicht worden waren, was auf eine stabilere Kostenbasis und günstigere Beschaffungskonditionen hindeutet.

Im Service-Segment erreichte Nordex 2025 eine EBIT-Marge von rund 19 Prozent und konnte damit den Wert des Vorjahres von 17 Prozent klar übertreffen, womit das margenstarke Servicegeschäft zunehmend als Ertragsanker für den Konzern fungiert.

Kursentwicklung und Marktumfeld

Die Nordex-Aktie wird auf Xetra gehandelt und lag per 21.07.2026 bei 10,80 Euro, womit sie sich etwa 15 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 12,70 Euro befindet, gleichzeitig aber rund 35 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 8,00 Euro notiert.

Damit zeigt das Papier nach einer volatilen Phase im Windsektor eine gewisse Stabilisierung, während der Markt die Kombination aus wachsendem Auftragsbestand und verbesserter Profitabilität abwägt.

Verschuldung und Finanzierung

Die Nettofinanzverschuldung konnte Nordex zum Bilanzstichtag 31.12.2025 auf 540 Millionen Euro zurückführen, nachdem ein Jahr zuvor noch 690 Millionen Euro ausgewiesen wurden, was die Bilanzstruktur im Zusammenspiel mit operativem Cashflow stärkt.

Parallel dazu erzielte der Konzern im Geschäftsjahr 2025 einen freien Cashflow von 210 Millionen Euro, nach 80 Millionen Euro im Jahr 2024, was auf eine verbesserte Projektabwicklung und geringere Working-Capital-Bindung schließen lässt.

Guidance und Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 kalkuliert Nordex laut Unternehmensprognose mit einem Umsatzkorridor zwischen 6,4 und 6,8 Milliarden Euro und strebt eine EBITDA-Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich an, womit das Unternehmen weiteres moderates Wachstum erwartet.

Zudem wird eine Stabilisierung der Service-Margen bei rund 18 bis 20 Prozent angestrebt, wobei der Ausbau des Wartungsgeschäfts und digitale Lösungen für Anlagenüberwachung die Profitabilität stützen sollen.

Produktfokus: Onshore-Windturbinen

Nordex ist vor allem für seine Onshore-Windturbinen der Delta4000-Plattform bekannt, die mit Nennleistungen im Bereich von 4 bis über 6 Megawatt auf hohe Flächenerträge und marktübliche Kosteneffizienz ausgelegt sind.

Im Geschäftsjahr 2025 entfiel ein wesentlicher Teil des Konzernumsatzes auf diese Turbinenfamilie, deren installierte Leistung weiter wuchs und deren technische Weiterentwicklung auf größere Rotordurchmesser ausgerichtet ist.

Nordex-Aktie im Fazit

Die Nordex-Aktie spiegelt aktuell einen Mix aus verbessertem Zahlenwerk, weiter steigender Projektpipeline und einem nach wie vor anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld im globalen Windturbinenmarkt wider.

Für Anleger bleibt vor allem die weitere Entwicklung der Margen und der Cashflows entscheidend, da diese Faktoren maßgeblich bestimmen, ob der Kurs mittelfristig an das 52-Wochen-Hoch heranrücken kann.

Nordex im Überblick

  • Unternehmen: Nordex SE
  • ISIN: DE000A0D6554
  • WKN: A0D655
  • Ticker: NDX1
  • Handelsplatz: Xetra
  • Kurs (Stand 21.07.2026, 17:30 Uhr): 10,80 Euro
  • Marktkapitalisierung: 2,80 Milliarden Euro (Stand 21.07.2026)
  • Sektor / Branche: Erneuerbare Energien / Windturbinen
  • Indexzugehörigkeit: SDAX
  • Nächstes Earnings-Datum: 29.08.2026

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