Die Occidental-Petroleum-Aktie legt nach robusten Quartalszahlen zu
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 07:34 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Occidental Petroleum (ISIN US6745991058) hat mit den jüngsten Quartalszahlen ein deutliches Ausrufezeichen im US-Energiesektor gesetzt: Der Konzern steigerte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zu 2022 deutlich und verbuchte zugleich einen klar positiven Nettogewinn, während die Aktie an der New York Stock Exchange im Umfeld eines festen Ölpreises zulegte. Laut öffentlich zugänglichen Finanzdaten für das Geschäftsjahr 2023 erzielte Occidental Petroleum einen Umsatz von rund 28,9 Milliarden US?Dollar, nachdem im Jahr 2022 etwa 33,4 Milliarden US?Dollar erreicht worden waren; damit zeigt sich, dass sich der Konzern nach dem Ausnahmejahr 2022 auf einem hohen Umsatzniveau stabilisiert. Zugleich erwirtschaftete Occidental Petroleum 2023 einen Nettogewinn in Milliardenhöhe und baute seine Verschuldung weiter zurück, was den finanziellen Spielraum für Investitionen und mögliche Ausschüttungen stärkt.
Quartalszahlen und Gewinnentwicklung
Für Anleger sind insbesondere die operativen Kennzahlen der Occidental-Petroleum-Aktie entscheidend, denn sie zeigen, wie profitabel der Konzern im aktuellen Ölpreisumfeld arbeitet. Aus den jüngsten abrufbaren Quartalsberichten geht hervor, dass Occidental Petroleum im vierten Quartal 2023 einen Umsatz im Bereich von mehreren Milliarden US?Dollar erzielte und damit leicht unter den außergewöhnlich hohen Vorjahreswerten lag, während der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) dennoch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt blieb. Im Gesamtjahr 2023 lag der ausgewiesene Nettoertrag im Milliardenbereich und bestätigte damit, dass Occidental Petroleum seine Ertragskraft nach den Krisenjahren 2020 und 2021 deutlich verbessert hat. Besonders relevant ist dabei, dass der Konzern seinen Free Cashflow im Geschäftsjahr 2023 klar positiv halten konnte und dadurch zusätzlich Spielraum zur weiteren Reduktion der Nettoverbindlichkeiten erhielt.
Der Vergleich mit dem Vorjahr unterstreicht den strukturellen Wandel in der Bilanz: Nach einer Phase erhöhter Verschuldung in Folge der Anadarko-Übernahme hat Occidental Petroleum laut öffentlich zugänglichen Kennziffern seine Nettoverbindlichkeiten innerhalb weniger Jahre um einen zweistelligen Milliardenbetrag gesenkt. So lag die langfristige Verschuldung Mitte der 2020er Jahre noch deutlich über 30 Milliarden US?Dollar, während sie zuletzt im Bereich von deutlich unter 20 Milliarden US?Dollar ausgewiesen wurde. Dieser Schuldenabbau sorgt dafür, dass die Zinslast sinkt und ein größerer Teil des operativen Ergebnisses den Aktionären zugutekommt, sei es über Dividenden, Aktienrückkäufe oder die Stärkung der Eigenkapitalbasis.
Ölpreis, Fördervolumen und operative Marge
Ein wesentlicher Treiber für die Entwicklung der Occidental-Petroleum-Aktie ist der Ölpreis, denn sowohl Umsatz als auch Gewinn sind stark von der Notierung für West Texas Intermediate (WTI) abhängig. Im Jahr 2023 lag der durchschnittliche WTI?Preis nach Daten der US?Energiebehörden deutlich über 70 US?Dollar je Barrel, nachdem er im Jahr 2022 zeitweise Werte von über 90 US?Dollar je Barrel erreicht hatte. Diese Preisniveaus ermöglichen es Occidental Petroleum, seine Förderaktivitäten mit komfortablen Margen zu betreiben: Der Konzern zählt zu den wichtigen Produzenten im Permian Basin und fördert dort Hunderttausende Barrel Öläquivalent pro Tag. In den jüngsten Berichten wurden tägliche Produktionsvolumina im Bereich von rund 1,2 bis 1,3 Millionen Barrel Öläquivalent genannt, womit Occidental Petroleum zu den größeren unabhängigen Produzenten in Nordamerika gehört.
Die operative Marge profitiert von einem Mix aus konventioneller Förderung und Enhanced Oil Recovery (EOR), bei dem CO2 genutzt wird, um die Ausbeute bestehender Felder zu erhöhen. Laut veröffentlichten Kennziffern lag die bereinigte EBITDA?Marge von Occidental Petroleum im Jahr 2023 im deutlich zweistelligen Prozentbereich und damit über dem Niveau vieler Jahre vor der Pandemie. Dieser Anstieg der Profitabilität geht vor allem auf die Kombination aus höheren Energiepreisen, der Integration der Anadarko?Assets und konsequentem Kostenmanagement zurück. Für Anleger ist diese Entwicklung wichtig, weil sie auch bei moderaten Ölpreisschwankungen für einen Puffer sorgt: Selbst wenn der WTI?Preis temporär unter 70 US?Dollar fällt, bleibt die Marge nach den bisherigen Zahlen robust genug, um Schuldenabbau und Dividendenzahlungen zu unterstützen.
Kapitalstruktur, Cashflow und Ausschüttungspolitik
Ein zentrales Thema im Investmentcase der Occidental-Petroleum-Aktie ist die Kapitalstruktur. Historisch wurde der Konzern für seine hohe Verschuldung nach der Anadarko-Übernahme kritisiert; inzwischen zeigt sich jedoch ein klarer Trend zur Entschuldung. Aus den frei verfügbaren Finanzberichten der Jahre 2022 und 2023 geht hervor, dass der operative Cashflow jeweils im zweistelligen Milliardenbereich lag, während der Free Cashflow nach Investitionen ebenfalls signifikant positiv war. So erwirtschaftete Occidental Petroleum 2023 einen Free Cashflow im Bereich von mehreren Milliarden US?Dollar und nutzte diesen, um Anleihen vorzeitig zurückzuzahlen und eigene Aktien zurückzukaufen.
Parallel wurde die Dividende wieder angehoben: Nach einer drastischen Kürzung im Jahr 2020, als die Ölpreise kurzfristig einbrachen, hat Occidental Petroleum die Quartalsdividende in den Folgejahren schrittweise erhöht. Für das Jahr 2023 entspricht die Jahresdividende einem Betrag von wenigen Dutzend US?Cent je Aktie, was gemessen am Aktienkurs einer Dividendenrendite im niedrigen einstelligen Prozentbereich entspricht. Damit signalisiert das Management, dass sich die Lage soweit stabilisiert hat, dass die Aktionäre wieder kontinuierlich an den Erträgen beteiligt werden, ohne dass der Schuldenabbau gefährdet wird.
Hinzu kommt, dass Occidental Petroleum nach öffentlich zugänglichen Angaben ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von mehreren Milliarden US?Dollar beschlossen hat. Dieses Programm zielt darauf ab, die Anzahl der ausstehenden Aktien zu verringern und den Gewinn je Aktie (EPS) zu steigern, selbst wenn der Gesamtgewinn stabil bleibt. Für langfristig orientierte Anleger ist dies insofern relevant, als dass der Wert je Anteil durch eine Kombination aus Schuldenabbau, Dividenden und Rückkäufen gestützt wird. Der quantifizierte Vergleich mit der Zeit unmittelbar nach der Anadarko-Transaktion zeigt, dass die Nettoverbindlichkeiten heute deutlich niedriger sind und die Ausschüttungen wieder stattfinden, während der Ölpreis insgesamt höher steht als im Jahr 2020.
Strategische Ausrichtung und CO2-Projekte
Über die klassischen Kennzahlen hinaus verfolgt Occidental Petroleum eine Strategie, die zunehmend auf das Thema CO2?Management und Dekarbonisierung setzt. Der Konzern investiert in großskalige Projekte zur CO2?Abscheidung und -Speicherung (Carbon Capture, Utilization and Storage, CCUS), um einerseits die eigene Produktion nachhaltiger zu gestalten und andererseits neuen Umsatz aus Dienstleistungen für andere Unternehmen zu generieren. Nach Angaben aus Unternehmenspräsentationen plant Occidental Petroleum in den kommenden Jahren, mehrere CO2?Anlagen zu errichten, die zusammen Kapazitäten im Bereich von mehreren Millionen Tonnen CO2 pro Jahr erreichen sollen. Diese Projekte werden größtenteils in den USA angesiedelt, wo regulatorische Anreize wie der sogenannte Section?45Q?Steuergutschriftmechanismus die Wirtschaftlichkeit unterstützen.
Im Vergleich zu vielen traditionellen Öl? und Gasproduzenten positioniert sich Occidental Petroleum damit als Anbieter von Kohlenstoffmanagement?Lösungen, was mittelfristig neue Ertragsquellen eröffnen könnte. Für Anleger ist hierbei wichtig, dass solche Projekte kapitalintensiv sind und daher sorgfältig finanziert werden müssen. Der bislang erzielte Schuldenabbau schafft jedoch Voraussetzungen dafür, zusätzliche Investitionen zu stemmen, ohne die Bilanz übermäßig zu belasten. Sollte es Occidental Petroleum gelingen, in diesem Bereich signifikante Umsätze zu generieren, könnte dies den Konzern unabhängiger vom reinen Ölpreiszyklus machen und die Bewertung der Occidental-Petroleum-Aktie stärker an langfristige CO2?Serviceverträge knüpfen.
Produktfokus: Öl- und Gasförderung als Kern
Im operativen Alltag bleibt das klassische Öl- und Gasgeschäft der wichtigste Umsatzträger von Occidental Petroleum. Der Konzern fördert Rohöl, Erdgas und NGL (Natural Gas Liquids) in den USA, im Nahen Osten und in anderen Regionen und vermarktet diese Produkte weltweit. Insbesondere die Produktion von Rohöl im Permian Basin sowie in anderen US?Regionen liefert den Großteil der Erlöse. Aus öffentlich zugänglichen Segmentberichten geht hervor, dass der Upstream?Bereich (Förderung) den überwiegenden Anteil am Umsatz und Ergebnis stellt, während nachgelagerte Aktivitäten im Chemiegeschäft und der Vermarktung ergänzende Beiträge leisten.
Für Privatanleger, die die Occidental-Petroleum-Aktie beobachten, ist daher wichtig zu verstehen, dass der Titel maßgeblich vom globalen Ölpreis und von der Nachfrage nach fossilen Energieträgern abhängt. Gleichzeitig sorgen die Diversifikation über Regionen und Produktarten sowie die zunehmenden CO2?Projekte dafür, dass das Geschäftsmodell etwas breiter aufgestellt ist als bei reinen Ölproduzenten. In den letzten Jahren hat Occidental Petroleum sein Investmentprogramm stärker auf Projekte mit hohen Kapitalrenditen ausgerichtet, was sich in einem Fokus auf die profitabelsten Felder, effizientere Bohrtechniken und digitale Optimierung der Förderprozesse zeigt.
Occidental-Petroleum-Aktie und Marktumfeld
Die Occidental-Petroleum-Aktie ist an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet und gehört zum S&P?500?Index, was für viele internationale Anleger den Zugang über Indexfonds und ETFs erleichtert. Gemäß öffentlich verfügbaren Kursdaten lag die Marktkapitalisierung des Konzerns zuletzt im Bereich von mehreren Dutzend Milliarden US?Dollar. Im Jahresverlauf zeigte sich eine enge Korrelation zwischen dem Aktienkurs und dem WTI?Ölpreis: Phasen steigender Energiepreise gingen meist mit Kursgewinnen einher, während Rückgänge beim Ölpreis zu Konsolidierungen führten. Die Volatilität ist dabei höher als bei klassischen defensiven Branchen, was sich in einem Beta deutlich über 1 äußert.
Der quantifizierte Vergleich mit dem Jahr 2020 zeigt jedoch, dass sich die Aktie von den damaligen Tiefstständen weit entfernt hat: Während der Titel in der Ölpreiskrise zeitweise im niedrigen einstelligen Dollarbereich gehandelt wurde, bewegt sich der Kurs heute auf einem deutlich höheren Level im mehrstelligen Dollarbereich. Dies reflektiert den Schuldenabbau, die Rückkehr zu Dividendenzahlungen und das insgesamt gestiegene Vertrauen des Marktes in das Geschäftsmodell. Für Anleger bedeutet dies, dass die Occidental-Petroleum-Aktie zwar weiterhin zyklisch geprägt ist, aber gleichzeitig von einer deutlich verbesserten Bilanzqualität profitiert.
Aktueller Kurs und Bewertung
Zum jüngsten verfügbaren Zeitpunkt wurde die Occidental-Petroleum-Aktie an der NYSE zu einem Kurs im mittleren zweistelligen US?Dollarbereich gehandelt, was eine Marktkapitalisierung im Bereich von mehreren Dutzend Milliarden US?Dollar impliziert. Auf Basis der zuletzt veröffentlichten Gewinne ergibt sich damit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das im Vergleich zu vielen anderen großen Öl? und Gasunternehmen im moderaten Bereich liegt. Dieser Bewertungsrahmen spiegelt die Chancen aus dem CO2?Geschäft und der weiteren Entschuldung, aber auch die Risiken aus möglichen Ölpreisrückgängen wider.
Für Privatanleger ist wichtig, die zyklische Natur des Titels zu berücksichtigen: In Phasen hoher Ölpreise kann die Occidental-Petroleum-Aktie deutlich überdurchschnittliche Kursbewegungen zeigen, während bei starken Rückgängen an den Rohstoffmärkten die Bewertung schnell unter Druck geraten kann. Die Kombination aus Schuldenabbau, Dividenden und Aktienrückkäufen sorgt jedoch dafür, dass der Konzern auch im Bewertungsvergleich mit Peers wie Chevron oder ExxonMobil eine eigenständige Position einnimmt. Der Fokus auf das Permian Basin und CO2?Projekte kann mittelfristig dazu beitragen, das Geschäftsmodell widerstandsfähiger gegen einzelne Preisschocks zu machen.
Stammdaten zur Occidental-Petroleum-Aktie
- Unternehmen: Occidental Petroleum Corp.
- ISIN: US6745991058
- Ticker: OXY
- Handelsplatz: New York Stock Exchange (NYSE)
- Kurs (Stand 31.12.2023, 22:00 Uhr): 58,00 US?Dollar
- Marktkapitalisierung: 51,0 Milliarden US?Dollar (Stand 31.12.2023)
- Sektor / Branche: Energie / Öl und Gas
- Indexzugehörigkeit: S&P 500
- Nächstes Earnings-Datum: 07.08.2024
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