Ălpreise steigen um rund drei US-Dollar - Iran-Risiko treibt
29.01.2026 - 16:01:03Vor allem die Erwartungen eines Angriffs der USA auf das Opec-Mitglied Iran beflĂŒgelt die Preise. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im MĂ€rz kostete 71,56 US-Dollar. Das waren 3,16 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis fĂŒr US-Ăl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 2,96 Dollar auf 66,17 Dollar zu.
Höher standen die Notierungen am Ălmarkt zuletzt Anfang August des vergangenen Jahres. US-AuĂenminister Marco Rubio hat dem Iran mit einem militĂ€rischen PrĂ€ventivschlag gedroht, falls die FĂŒhrung in Teheran Angriffe auf US-Einrichtungen plane. "Wenn wir Hinweise darauf haben, dass tatsĂ€chlich ein Angriff auf unsere Truppen in der Region bevorsteht, handeln wir zur Verteidigung unseres Personals in der Region", sagte Rubio wĂ€hrend einer Senatsanhörung am Mittwoch (Ortszeit). Irans ParlamentsprĂ€sident Mohammed Bagher Ghalibaf warnte unterdessen US-PrĂ€sident Donald Trump vor den Folgen eines Angriffs.
Nachdem sich die US-Drohungen zunĂ€chst gegen das harte Vorgehen der FĂŒhrung in Teheran bei der Niederschlagung der Massenproteste gerichtet haben, rĂŒckte zuletzt das iranische Atomprogramm wieder stĂ€rker in den Mittelpunkt.
Am Ălmarkt wird ein Ăbergreifen der geopolitischen Risiken auf die ölreiche Region am Persischen Golf befĂŒrchtet. Ein US-Angriff auf den Iran könnte zu Störungen des Schiffsverkehrs durch die StraĂe von Hormus fĂŒhren und damit die Rohöllieferungen aus dem Nahen Osten gefĂ€hrden. Tanker mit Ăl und FlĂŒssigerdgas passieren diese Meerenge, um ihre Waren in die ganze Welt zu liefern.

