Ălpreise bewegen sich zunĂ€chst kaum
15.01.2024 - 08:11:00Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im MĂ€rz 78,35 US-Dollar. Das waren sechs Cent mehr als am Freitag. Der Preis fĂŒr ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar fiel dagegen geringfĂŒgig auf 72,66 Dollar.
GestĂŒtzt werden die Rohölpreise durch die angespannte Situation im Roten Meer. Nach Angriffen der jemenitischen Huthi-Rebellen auf mehrere Handelsschiffe hatten die USA und GroĂbritannien unlĂ€ngst MilitĂ€rschlĂ€ge durchgefĂŒhrt. Die Eskalation stellt eine Bedrohung fĂŒr den Erdöl- und Warentransport durch den wichtigen Suezkanal dar. Bisher haben die Ălpreise aber nur mit leichten RisikoaufschlĂ€gen reagiert, da eine befĂŒrchtete Ausweitung des Gaza-Konflikts insbesondere auf Iran bisher ausgeblieben ist.
Zudem gelten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen am Ălmarkt als fragil: Die Nachfrage dĂŒrfte in diesem Jahr aufgrund der schwachen Weltwirtschaft allenfalls moderat wachsen. Auf der Angebotsseite versuchen die groĂen ĂlförderlĂ€nder die Preise zwar mit ProduktionskĂŒrzungen anzuheben. Diese BemĂŒhungen waren bisher aber nur zeitweise von Erfolg gekrönt.

