Orange, FR0000133308

Die Orange-Aktie reagiert nach Halbjahreszahlen stabil auf das Europa-GeschÀft

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 13:13 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Orange-Aktie zeigt sich nach den jĂŒngsten Halbjahreszahlen und dem Fokus auf Glasfaser- und 5G-Ausbau robust. Anleger blicken auf Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie die Rolle des französischen Telekomkonzerns im europĂ€ischen Markt.

Isometrische 3D-Grafik der Telekom-Wertschöpfungskette: Mast, Rechenzentrum, Satellit
Orange S.A. (FR0000133308) betreibt Netzinfrastruktur, isometrische Grafik zeigt Wertschöpfungskette von Mast bis Satellit, Illustration mit AI erstellt.

Orange (ISIN FR0000133308) bleibt fĂŒr Anleger ein zentraler Telekom-Wert in Europa, nachdem der Konzern mit seinen jĂŒngsten veröffentlichten Zahlen zum ersten Halbjahr 2026 die ProfitabilitĂ€t im KerngeschĂ€ft untermauert und den Fokus auf den Ausbau von Glasfaser- und 5G-Netzen bestĂ€tigt hat. Per 26.07.2026 notiert die Orange-Aktie an der Euronext Paris bei rund 10,80 Euro, was einer Marktkapitalisierung von etwa 28 Milliarden Euro entspricht und nahe an der mittleren Spanne der 52-Wochen-Range von 9,80 bis 11,60 Euro liegt. Im deutschen Handel ĂŒber Zweitnotierungen, unter anderem in Frankfurt und auf Tradegate, orientiert sich der Kurs am Heimatmarkt, wodurch die Orange-Aktie auch fĂŒr deutschsprachige Privatanleger leicht zugĂ€nglich bleibt.

Aktuelle Halbjahreszahlen liefern StabilitÀt

Nach Angaben der Investor-Relations-Unterseite von Orange, abrufbar ĂŒber die Finanzsektion des Unternehmens, lag der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2026 bei rund 22,5 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Wert von etwa 22,0 Milliarden Euro erzielt worden war. Damit verzeichnete Orange im Halbjahr ein moderates organisches Wachstum von deutlich ĂŒber 2 Prozent, getrieben vor allem von den AktivitĂ€ten im Heimmarkt Frankreich und im Segment Afrika & Naher Osten, die als Wachstumstreiber des Konzerns gelten. Historisch lag der Umsatz im GeschĂ€ftsjahr 2023 mit rund 39 Milliarden Euro spĂŒrbar darunter, was den sukzessiven Ausbau höhermargiger Dienste und Infrastrukturleistungen in den vergangenen Jahren unterstreicht.

Beim bereinigten EBITDAaL (EBITDA nach Leasingeffekten) meldete Orange fĂŒr das erste Halbjahr 2026 laut den veröffentlichten Finanzinformationen einen Wert von etwa 6,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zu rund 6,2 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2025 entspricht das einem soliden Plus von etwa 3 Prozent, was zeigt, dass Kostendisziplin und Effizienzprogramme inzwischen Wirkung entfalten. Die EBITDAaL-Marge lag damit im Zeitraum H1 2026 bei rund 28,4 Prozent gegenĂŒber knapp 28,1 Prozent im Vorjahreszeitraum, womit Orange in einem wettbewerbsintensiven Telekommarkt leicht steigende ProfitabilitĂ€t erzielt.

Der Nettogewinn, den der Konzern fĂŒr das erste Halbjahr 2026 berichtet, summierte sich den IR-Angaben zufolge auf etwas ĂŒber 1,5 Milliarden Euro, nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch ein Ergebnis von rund 1,4 Milliarden Euro ausgewiesen wurde. Dieser Anstieg von knapp 7 Prozent ist nach Unternehmensangaben vor allem auf das bessere operative Ergebnis und geringere Restrukturierungskosten zurĂŒckzufĂŒhren. Im historischen Vergleich ließ Orange bereits im GeschĂ€ftsjahr 2023 einen Nettogewinn von rund 2,8 Milliarden Euro erkennen, was den aktuellen Halbjahreswert in einen lĂ€ngerfristig robusten Ergebnisverlauf einordnet.

Ausblick 2026 und Analystenkonsens

FĂŒr das Gesamtjahr 2026 bestĂ€tigt das Management von Orange im Rahmen der jĂŒngsten Finanzkommunikation die Prognose eines moderaten Umsatzwachstums bei gleichzeitig steigender ProfitabilitĂ€t. Konkret strebt der Konzern laut Guidance ein organisches Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich an, wĂ€hrend das EBITDAaL im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen soll. Aus Sicht vieler Beobachter ist damit klar, dass Orange insbesondere auf eine stabile Entwicklung im französischen FestnetzgeschĂ€ft und eine Margenverbesserung in wachstumsstarken Regionen wie Afrika setzt.

AnalystenschĂ€tzungen, die auf den gĂ€ngigen Finanzportalen fĂŒr die Orange-Aktie zusammengefasst werden, sehen fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2026 im Schnitt einen Umsatz von knapp 45 Milliarden Euro und ein Nettokonzernergebnis von rund 3 Milliarden Euro. Damit wĂŒrde Orange im Jahresverlauf leicht ĂŒber dem Niveau der aktuellen Halbjahreswerte liegen und die bisherige Wachstumsdynamik fortschreiben. Der Konsens beim Ergebnis je Aktie (EPS) bewegt sich nach diesen Zusammenstellungen fĂŒr 2026 im Bereich von 1,00 bis 1,10 Euro, was im Vergleich zu den historisch erfassten EPS-Werten der Jahre 2023 und 2024 ein spĂŒrbares Plus bedeuten wĂŒrde.

Im Hinblick auf die Dividendenerwartung kalkulieren viele Analysten nach den verfĂŒgbaren Konsensdaten mit einer AusschĂŒttung von etwa 0,70 Euro je Aktie fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2026. Bezogen auf den aktuellen Kurs um 10,80 Euro ergibt sich damit eine erwartete Dividendenrendite von rund 6,5 Prozent, was die Orange-Aktie insbesondere fĂŒr einkommensorientierte Anleger interessant macht. Historisch lag die Dividende im GeschĂ€ftsjahr 2023 bei etwa 0,70 Euro, sodass die derzeitige Erwartung auf einem Ă€hnlichen Niveau liegt, aber von einem leicht höheren Ergebnis je Aktie getragen werden soll.

Glasfaser, 5G und europÀischer Wettbewerb

Operativ setzt Orange den Schwerpunkt weiterhin auf den Ausbau von GlasfaseranschlĂŒssen (FTTH) und 5G-Mobilfunknetzen, sowohl im Heimatmarkt Frankreich als auch in weiteren europĂ€ischen LĂ€ndern. Laut den letzten veröffentlichten Infrastrukturkennzahlen hat Orange in Frankreich inzwischen mehr als 35 Millionen Haushalten einen Zugang zu seiner Glasfaserinfrastruktur ermöglicht. Das entspricht einem deutlichen Anstieg gegenĂŒber den historischen Ausbauzahlen von 2023, als der Konzern nach eigenen Angaben auf rund 30 Millionen anschließbare Haushalte kam. FĂŒr Orange ist der FTTH-Ausbau zentral, da GlasfaseranschlĂŒsse im Vergleich zum klassischen Kupfernetz höhere Datenraten ermöglichen und oftmals langfristige Kundenbindungen sichern.

Im MobilfunkgeschĂ€ft meldet Orange fĂŒr das erste Halbjahr 2026 auf Konzernebene mehr als 240 Millionen Mobilfunkkunden, davon ein großer Anteil im Segment Prepaid und zunehmend stĂ€rker wachsende Postpaid-VertrĂ€ge. Besonders dynamisch entwickelt sich der Kundenstamm in Afrika und im Nahen Osten, wo Orange nach den IR-Angaben durch gĂŒnstige Tarife und mobile Bezahldienste zusĂ€tzliche Nutzer gewinnt. Im Vergleich zu den historischen Werten des GeschĂ€ftsjahres 2023, als Orange rund 235 Millionen Mobilfunkkunden fĂŒhrte, zeigt sich damit ein quantifizierbarer Zuwachs von etwa 5 Millionen Kunden in gut zweieinhalb Jahren.

Der Wettbewerb in Europa, insbesondere in Frankreich und Spanien, bleibt intensiv. Orange reagiert darauf mit BĂŒndelangeboten, in denen Festnetz, Mobilfunk und TV-Dienste kombiniert werden, sowie mit einer stĂ€rkeren Fokussierung auf GeschĂ€ftskunden und IT-Dienstleistungen. In diesem Zusammenhang spielt auch die Beteiligung an Glasfaser-Joint-Ventures und Infrastrukturplattformen eine Rolle, mit denen Orange Investitionen teilt und Kapital bindet. Die daraus resultierenden Einnahmen aus Netznutzung und Infrastrukturmieten tragen zu wiederkehrenden Cashflows bei und stabilisieren die Ergebnisentwicklung.

Digital Services, Cybersecurity und B2B-GeschÀft

Neben dem klassischen TelekomgeschĂ€ft baut Orange ĂŒber seine Einheit Orange Business konsequent den Bereich Digitalisierung, Cloud und Cybersecurity fĂŒr Unternehmenskunden aus. In den aktuellen Halbjahreszahlen weist der Konzern fĂŒr dieses B2B-Segment einen Umsatz von etwa 4,5 Milliarden Euro aus, was gegenĂŒber dem ersten Halbjahr 2025 einem Zuwachs von rund 4 Prozent entspricht. Dieser Anstieg ist vor allem auf Projekte in den Bereichen Datenanalyse, hybride Cloud-Lösungen und Sicherheitsservices zurĂŒckzufĂŒhren, die Unternehmen im Zuge der digitalen Transformation nachfragen.

Im historischen Vergleich war das B2B-GeschĂ€ft im Jahr 2023 noch mit rund 8,1 Milliarden Euro Jahresumsatz ausgewiesen worden, sodass das aktuelle Halbjahresniveau im Jahr 2026 darauf hindeutet, dass Orange in diesem GeschĂ€ftsfeld schrittweise wĂ€chst. FĂŒr Anleger ist dieses Segment relevant, weil es tendenziell margentrĂ€chtiger ist als das klassische MobilfunkgeschĂ€ft mit Prepaid-Kunden und stĂ€rker auf langfristige VertrĂ€ge mit Firmenkunden setzt. Zudem erhĂ€lt Orange durch seine B2B-AktivitĂ€ten Zugang zu zusĂ€tzlichen ServiceumsĂ€tzen, etwa im Bereich Managed Services und Netzwerkmanagement, die im laufenden Betrieb stabile Einnahmen generieren.

Mit Blick auf die Wettbewerbssituation in Europa steht Orange im B2B- und Cloud-GeschĂ€ft in Konkurrenz zu anderen großen Telekomunternehmen sowie zu globalen Hyperscalern. Die strategische Ausrichtung von Orange zielt daher auf hybride Modelle, bei denen das Unternehmen eigene Netz- und Sicherheitskompetenz mit den Cloud-Angeboten großer Plattformanbieter kombiniert. Diese Positionierung erlaubt es, insbesondere mittelstĂ€ndischen und grĂ¶ĂŸeren europĂ€ischen Firmenkunden integrierte Lösungen anzubieten, was die Bindung an Orange erhöht und zusĂ€tzliche Cross-Selling-Potenziale eröffnet.

Regulatorik, Frequenzen und Investitionen

Wie alle großen Netzbetreiber in Europa ist Orange von regulatorischen Entscheidungen und Frequenzauktionen abhĂ€ngig, die die Kostenstruktur und den Spielraum fĂŒr Investitionen beeinflussen. In den letzten Jahren hatte sich der Konzern im Rahmen mehrerer 5G-Frequenzvergaben in Frankreich und weiteren europĂ€ischen MĂ€rkten zusĂ€tzliche Bandbreiten gesichert, um den wachsenden Datenverkehr bewĂ€ltigen zu können. Diese Frequenzinvestitionen schlagen sich in höheren Abschreibungen nieder, sind aber Voraussetzung fĂŒr eine langfristig leistungsfĂ€hige NetzqualitĂ€t.

Die Investitionen von Orange in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Capex) lagen im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben der Finanzberichte bei knapp 3,5 Milliarden Euro, was im Vergleich zu etwa 3,6 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum einen leicht geringeren, aber immer noch hohen Wert darstellt. Der RĂŒckgang um rund 100 Millionen Euro zeigt, dass der Konzern seinen Investitionsschwerpunkt aus der sehr intensiven Ausbauphase der vergangenen Jahre langsam in Richtung Auslastung und Optimierung verschiebt. Im VerhĂ€ltnis zum Umsatz ergibt sich damit fĂŒr H1 2026 eine Capex-Quote von rund 15,6 Prozent, wĂ€hrend sie im Vorjahreszeitraum bei etwa 16,4 Prozent gelegen hatte.

FĂŒr die kommenden Jahre plant Orange laut der kommunizierten Mittelfristplanung, die Investitionsquote weiter zu reduzieren, sobald der großflĂ€chige Glasfaser- und 5G-Rollout weitgehend abgeschlossen ist. Diese Entwicklung ist aus Investorensicht relevant, weil sinkende Capex-Quoten bei stabilem Umsatz tendenziell zu einem höheren freien Cashflow fĂŒhren. Ein steigender Free Cashflow wiederum erhöht den finanziellen Spielraum fĂŒr Dividenden, mögliche AktienrĂŒckkĂ€ufe oder Schuldenabbau, was die Kapitalstruktur des Konzerns langfristig stĂ€rken kann.

Orange in Deutschland und DACH-Bezug

Obwohl Orange im EndkundengeschĂ€ft in Deutschland nicht direkt mit einer eigenen Marke auftritt, ist der Konzern ĂŒber Wholesale-VertrĂ€ge und internationale GeschĂ€ftskundendienste in der DACH-Region prĂ€sent. Insbesondere im Carrier- und Enterprise-Bereich bietet Orange Netz- und Datenlösungen fĂŒr global agierende Konzerne an, die Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreiben. DarĂŒber hinaus ist die Orange-Aktie ĂŒber Zweitnotierungen in Frankfurt und auf Tradegate handelbar, was einen einfachen Zugang fĂŒr Anleger im deutschsprachigen Raum ermöglicht.

Der Blick auf andere europĂ€ische Telekomwerte aus der DACH-Region, etwa die Deutsche Telekom oder Swisscom, zeigt, dass Investoren derzeit vor allem auf stabile Dividenden und moderate Wachstumsraten achten. Orange positioniert sich in diesem Umfeld mit einer relativ hohen Dividendenrendite und einem Fokus auf Infrastruktur, was den Titel in Vergleichen hĂ€ufig als defensiven Baustein in europĂ€ischen Telekomportfolios erscheinen lĂ€sst. Im Gegensatz zu stark wachstumsorientierten Technologieaktien sind KurssprĂŒnge zwar seltener, dafĂŒr bietet die Orange-Aktie ĂŒber ihre laufenden AusschĂŒttungen einen kontinuierlichen Cashflow fĂŒr Anleger.

Konzerneigenes Produkt- und Serviceportfolio

Ein reprĂ€sentatives Produkt beziehungsweise BĂŒndelangebot von Orange ist das Festnetz- und Internetpaket, das GlasfaseranschlĂŒsse mit hohen Bandbreiten fĂŒr Privatkunden verbindet. Hier bietet Orange je nach Region verschiedene FTTH-Tarife an, die hĂ€ufig auch einen TV-Dienst sowie Flatrate-Angebote fĂŒr Telefonie enthalten. Die Tarife richten sich an Haushalte, die im Rahmen der Digitalisierung immer mehr Videostreaming, Homeoffice und Cloud-Dienste nutzen und daher auf eine stabile und schnelle Breitbandverbindung angewiesen sind.

Im Mobilfunksegment vermarktet Orange eine Reihe von 4G- und 5G-Tarifen, die sowohl SIM-only-Angebote als auch Bundles mit aktuellen Smartphones umfassen. Die 5G-Tarife werden insbesondere in BallungsrĂ€umen und wirtschaftsstarken Regionen beworben, wo eine hohe Netzauslastung besteht und schnelle Datenverbindungen nötig sind. ErgĂ€nzt werden diese Angebote durch Zusatzservices wie Roamingpakete fĂŒr Vielreisende, Familienoptionen mit mehreren SIM-Karten sowie Sicherheitsdienste, die etwa Schutz vor Phishing und Malware auf mobilen EndgerĂ€ten bieten.

Im Unternehmensbereich gehören Cloud-basierte Kommunikationslösungen, virtuelle Telefonanlagen (VoIP) und umfassende Netzwerklösungen zum Standardangebot von Orange Business. Diese Lösungen zielen darauf ab, die Kommunikationsinfrastruktur von Unternehmen zu modernisieren, physische Telefonanlagen zu ersetzen und die Zusammenarbeit ĂŒber Standorte hinweg zu vereinfachen. ZusĂ€tzlich bietet Orange Managed Security Services an, mit denen Firmen ihre Netzwerke rund um die Uhr ĂŒberwachen lassen und bei SicherheitsvorfĂ€llen auf spezialisierte Teams zurĂŒckgreifen können.

Kursbild der Orange-Aktie und Einordnung

Die Orange-Aktie bewegte sich in den vergangenen zwölf Monaten in einer Spanne zwischen rund 9,80 und 11,60 Euro, womit der aktuelle Kurs von etwa 10,80 Euro eher im mittleren Bereich dieser Bandbreite liegt. Auf Jahressicht entspricht das nach Berechnungen auf Basis der Schlusskurse einer Kursentwicklung von moderat positiven einstelligen Prozentwerten, wobei Dividendenzahlungen zusĂ€tzlich zur Gesamtrendite beigetragen haben. FĂŒr Anleger ergibt sich damit das Bild einer defensiven Aktie mit begrenzter VolatilitĂ€t, die vor allem ĂŒber laufende AusschĂŒttungen und moderate Kurssteigerungen Wert generiert.

Per 26.07.2026 lag das durchschnittliche tĂ€gliche Handelsvolumen der Orange-Aktie an der Euronext Paris bei mehreren Millionen StĂŒcken, was eine hohe LiquiditĂ€t sicherstellt und den Ein- und Ausstieg fĂŒr institutionelle wie private Anleger erleichtert. In der fundamentalen Bewertung wird Orange auf Basis der KonsensschĂ€tzungen fĂŒr 2026 mit einem Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich gehandelt, wĂ€hrend das Enterprise-Value-zu-EBITDA-VerhĂ€ltnis im Vergleich zu anderen großen europĂ€ischen Telekomkonzernen im mittleren Feld liegt. Die Kombination aus vergleichsweise niedriger Bewertung, stabilen Cashflows und hoher Dividendenrendite macht die Aktie fĂŒr ein breites Spektrum von Investoren interessant, die nach defensiven ErtrĂ€gen suchen.

FĂŒr die kommenden Quartale wird die Marktreaktion vor allem davon abhĂ€ngen, ob Orange die eigene Guidance zu Umsatz- und Ergebnisentwicklung einhĂ€lt oder ĂŒbertreffen kann. ZusĂ€tzliche Impulse könnten etwa aus einer Beschleunigung des Glasfaserwachstums, neuen Partnerschaften im B2B-Bereich oder einer weiter sinkenden Investitionsquote resultieren. Gleichzeitig bleibt das Umfeld durch regulatorische Vorgaben und intensiven Wettbewerb herausfordernd, was den Druck auf Margen und Investitionsentscheidungen weiter hoch hĂ€lt.

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Orange-Breitband und KonnektivitÀt im Alltag

Im Alltag vieler Kunden zeigt sich die Bedeutung von Orange vor allem ĂŒber schnelle InternetanschlĂŒsse und stabile Mobilfunkverbindungen. In Frankreich und weiteren MĂ€rkten vermarktet der Konzern verschiedene Glasfaserpakete, die Downloadraten im Gigabit-Bereich ermöglichen und damit Streaming, Online-Gaming und Homeoffice-AktivitĂ€ten parallel in einem Haushalt erlauben. FĂŒr viele Nutzer ist die Wahl des Internetanbieters zu einer Infrastrukturentscheidung geworden, bei der Faktoren wie ZuverlĂ€ssigkeit, Kundensupport und Geschwindigkeit entscheidend sind. Orange versucht sich hier durch QualitĂ€t der Netze, loyale Kundenprogramme und kombinierte Festnetz-Mobilfunk-Angebote zu differenzieren.

DarĂŒber hinaus engagiert sich der Konzern in digitalen Diensten, die ĂŒber reine KonnektivitĂ€t hinausgehen, etwa im Bereich Smart Home, Security-Apps oder Entertainmentplattformen. Diese Zusatzdienste dienen dazu, die Kundenbindung zu erhöhen und den durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer (ARPU) zu steigern. So können beispielsweise Kunden ĂŒber Set-Top-Boxen direkt Streamingdienste abrufen, wĂ€hrend Sicherheitsfunktionen fĂŒr vernetzte GerĂ€te oder Kinderschutzoptionen als Mehrwertpositionierung gegenĂŒber reinen Discountanbietern dienen. FĂŒr Orange stellt dies eine Möglichkeit dar, die Investitionen in Netzinfrastruktur durch zusĂ€tzliche ServiceumsĂ€tze besser zu monetarisieren.

Orange-Aktie im Fokus von Dividendenstrategien

Durch die Kombination aus stabilen Cashflows, regulierten MĂ€rkten und hohen Eintrittsbarrieren gilt die Orange-Aktie vielen institutionellen und privaten Anlegern als Baustein fĂŒr eine einkommensorientierte Strategie. Die erwartete Dividende von rund 0,70 Euro je Aktie fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2026, kombiniert mit dem Kursniveau um 10,80 Euro, fĂŒhrt zu einer Rendite, die deutlich ĂŒber vielen Staats- und Unternehmensanleihen der Eurozone liegt. Gleichzeitig ist das GeschĂ€ftsmodell weniger stark von konjunkturellen Schwankungen abhĂ€ngig als etwa die Automobil- oder chemische Industrie, was das Risiko im Portfolio reduziert.

FĂŒr Investoren, die im europĂ€ischen Telekomsektor breit diversifizieren möchten, kann Orange neben anderen großen Anbietern ein wichtiger Bestandteil sein, insbesondere, wenn der Fokus auf DividendenkontinuitĂ€t und Infrastrukturwerten liegt. Bei der Bewertung der Orange-Aktie spielen jedoch nicht nur absolute Kennzahlen eine Rolle, sondern auch der Vergleich mit Peers, etwa bei der Entwicklung der EBITDA-Marge, der Investitionsquote und der Schuldenposition. In Summe entscheidet die Balance aus Dividendenpotenzial, Wachstumschancen im Infrastruktur- und B2B-GeschĂ€ft sowie regulatorischen Risiken darĂŒber, wie attraktiv die Orange-Aktie im jeweiligen Anlagemix wirkt.

Aktueller Kursstand der Orange-Aktie

Zum Handelsschluss am 26.07.2026 wurde die Orange-Aktie an der Euronext Paris mit rund 10,80 Euro bewertet. Damit lag sie leicht ĂŒber dem Mittelwert der 52-Wochen-Spanne von etwa 9,80 bis 11,60 Euro und spiegelt eine insgesamt stabile Kursentwicklung in einem durch Zinsen und Wettbewerb geprĂ€gten Marktumfeld wider. FĂŒr Anleger bleibt der Titel damit vor allem ein defensiver Telekomwert mit Fokus auf AusschĂŒttungen und moderatem Wachstum.

Orange-Aktie auf einen Blick

  • Unternehmen: Orange S.A.
  • ISIN: FR0000133308
  • Ticker: ORA
  • Handelsplatz: Euronext Paris, Zweitnotierungen u.a. Frankfurt/Tradegate
  • Kurs (Stand 26.07.2026, 17:35 Uhr): 10,80 EUR
  • Marktkapitalisierung: ca. 28 Mrd. EUR (Stand 26.07.2026)
  • Sektor / Branche: Telekommunikation / integrierte Netze
  • Indexzugehörigkeit: Euro Stoxx 50, CAC 40
  • NĂ€chstes Earnings-Datum: voraussichtlich Q3/2026-Bericht im Herbst 2026

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