Opec senkt Prognose fĂŒr Ălnachfrage wegen US-Zollpolitik
14.04.2025 - 14:52:53FĂŒr das laufende und das kommende Jahr werde die Prognose fĂŒr das Wachstum der globalen Nachfrage um jeweils durchschnittlich 100.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag reduziert, wie aus dem am Montag in Wien veröffentlichten Monatsbericht des Ălkartells hervorgeht. Demnach erwarten die Opec-Experten sowohl fĂŒr 2025 als auch fĂŒr 2026 ein Wachstum der Nachfrage um tĂ€glich 1,3 Millionen Barrel.
Mit der reduzierten Prognose liegen die Erwartungen der Opec aber immer noch deutlich ĂŒber den SchĂ€tzungen von anderen Experten. So hatte die US-Energiebehörde Energy Information Administration (EIA) ein Wachstum der Nachfrage im laufenden Jahr um 900.000 Barrel pro Tag prognostiziert und die US-Bank Goldman Sachs nur ein Wachstum um tĂ€glich 500.000 Barrel.
FĂŒr viele Experten ĂŒberraschend hatten die im Ălverbund Opec+ zusammengeschlossenen Förderstaaten, darunter auch Russland, bereits im April mit einer schrittweisen Ausweitung der Fördermenge begonnen. Die Gruppe will die Produktion bis Ende Mai um durchschnittlich 411.000 Barrel pro Tag erhöhen. Die in der Opec+ organisierten FörderlĂ€nder wollen damit eine seit 2023 geltende BeschrĂ€nkung der Fördermenge auslaufen lassen.
Zuletzt haben sich die Ălpreise wieder stabilisiert, nachdem sie Anfang April wegen der aggressiven Zollpolitik der US-Regierung stark unter Druck geraten waren. Zeitweise war der Preis fĂŒr Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee unter 60 US-Dollar je Barrel gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit etwa vier Jahren. Zuletzt wurde Brent-Ăl wieder etwas höher bei 65,58 Dollar gehandelt.

