Douglas verdient operativ deutlich weniger
Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 10:07 Uhr | dpa.deDie Geschäftsentwicklung des Quartals sei maßgeblich von einer schwachen Marktdynamik in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sowie einem anhaltend starken Preiswettbewerb im europäischen Beauty-Handel beeinflusst worden, teilte Douglas am Mittwoch in Düsseldorf mit. Die zuletzt Mitte Juni erneut gesenkte Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigte Douglas. An der Börse gab die Aktie nach.
Für die Papiere ging es im frühen Handel zuletzt um 2,9 Prozent auf 7,92 Euro nach unten. Seit Jahresbeginn hat die Aktie etwas mehr als ein Drittel an Wert verloren.
Für Henrik Paganetty vom Analysehaus Jefferies hat Douglas vor dem Hintergrund einer anhaltend schwachen Konsumentennachfrage ein insgesamt durchwachsenes Zahlenwerk vorgelegt. Die im Juni reduzierten Jahresziele seien bestätigt worden.
"Der Wettbewerb um die Gunst der Kundinnen und Kunden ist intensiv", sagte Konzernchef Sander van der Laan laut Mitteilung. Douglas habe verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um effektiv auf das veränderte Verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher zu reagieren. Dazu gehörten eine regelmäßige Überprüfung der Preispositionierung und die Beschleunigung der Omnichannel-Transformation. Auch das Filialnetz soll mit Blick auf die Profitabilität überprüft werden.
Douglas will zudem seine Strategie "Let it Bloom" weiterentwickeln. Zu den Kernelementen gehören laut Mitteilung auch größere Investitionen in Technologie und in die digitale Einkaufs-Erfahrung. Im vierten Kalenderquartal will der Konzern hierzu mehr Details veröffentlichen.
Der Umsatz sank in den drei Monaten bis Ende Juni um 2,0 Prozent auf rund 988 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um fast ein Fünftel auf 127,5 Millionen Euro. Branchenexperten hatten laut einem vom Unternehmen bereitgestellten Stimmungsbild bei beiden Kennziffern etwas mehr auf dem Zettel. Die entsprechende bereinigte operative Marge lag bei 12,9 Prozent.
Unter dem Strich verzeichnete Douglas einen Verlust von 2,6 Millionen Euro. Im Vorjahr wurde hier noch ein Gewinn von 17,3 Millionen Euro verbucht. Analysten hatten einen leichten Verlust erwartet.
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) erwartet der Konzern weiter ein Umsatzwachstum zwischen 0 und 1 Prozent, der Erlös dürfte damit im Bereich von 4,58 bis 4,63 Milliarden Euro liegen. Die bereinigte operative Gewinnmarge (Ebitda) soll bei rund 15,0 Prozent liegen.
