Rattengift, Hipp-Babykost

Rattengift in Hipp-Babykost: Suche nach zweitem Glas ausgeweitet

20.04.2026 - 11:52:47 | dpa.de

Die Polizei in Österreich hat die Suche nach einem möglicherweise vergifteten Glas mit Babynahrung ausgeweitet.

"Wir setzen alle Hebel in Bewegung und haben nun auch Kontakt zu KindergÀrten und Pflegeeinrichtungen aufgenommen", sagte eine Sprecherin der Polizei im Bundesland Burgenland.

Am Wochenende war ein mit Rattengift verseuchtes Glas "Karotten mit Kartoffeln" 190 Gramm der Firma Hipp im Burgenland sichergestellt worden. Zumindest zwei GlÀser sollen in dieser Region in Umlauf gebracht worden sein.

Die österreichische Agentur fĂŒr Gesundheit und ErnĂ€hrungssicherheit (Ages) hatte am Samstag von einem mutmaßlichen Erpressungsversuch geschrieben. Sie strich diesen Hinweis spĂ€ter aus ihrer Pressemitteilung. In Deutschland ermittelt die Kripo in Ingolstadt. Deutschland ist laut PolizeiprĂ€sidium Oberbayern Nord aber nicht betroffen.

Gutachten soll Dosis von Rattengift bestimmen

Die Staatsanwaltschaft in Österreich ermittelt nach eigenen Aussagen wegen "vorsĂ€tzlicher GemeingefĂ€hrdung". Nach dem vorlĂ€ufigen toxikologischen Gutachten, bei dem Rattengift im sichergestellten Glas festgestellt worden war, erfolge eine genauere Untersuchung. Dabei werde es um die Dosis gehen und wie gefĂ€hrlich das Rattengift beim Verzehr gewesen wĂ€re, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Burgenland.

Laut Polizei wĂ€ren manipulierte GlĂ€ser an einem beschĂ€digten Deckel oder am Fehlen des Plopp-Lauts beim Öffnen erkennbar. Zudem sollen die manipulierten GlĂ€ser einen weißen Aufkleber mit rotem Ring am Glasboden haben.

Auch Tschechien und Slowakei betroffen

Produkte und Vertriebswege in Deutschland oder anderen europÀischen LÀndern, die nicht Bestandteil der Ermittlungen sind, seien nicht betroffen, sagte am Wochenende Hipp-Sprecher Clemens Preysing der Deutschen Presse-Agentur.

Er bestĂ€tigte, dass außer in Österreich mit Rattengift verseuchte manipulierte GlĂ€schen auch in Tschechien und der Slowakei aufgetaucht seien. Die Handelspartner in Tschechien und der Slowakei hĂ€tten vorsorglich alle Hipp-GlĂ€schen aus dem Verkauf genommen, sagte der Hipp-Sprecher. Er sprach von einem "einen externen kriminellen Eingriff." "Der Vorfall steht in keinem Zusammenhang mit ProduktqualitĂ€t oder Herstellung", betonte er.

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