Produktion/Absatz, Wettbewerb

Polizei rechnet im Tesla-Protestcamp mit lÀngerem Einsatz

18.11.2024 - 14:19:34

Die Polizei stellt sich angesichts des Widerstands von Tesla US88160R1014-Gegnern auf einen lĂ€nger dauernden Einsatz im Protestcamp nahe der Tesla-Autofabrik in GrĂŒnheide bei Berlin ein.

Die Umweltaktivisten sollen einen Teil ihres Camps fĂŒr einige Zeit verlassen, damit das Gebiet auf Kampfmittel untersucht werden kann. Betroffen sind die BaumhĂ€user der Tesla-Gegner. Es handelt sich laut Polizei bei dem Einsatz aber nicht um eine RĂ€umung, die sich gegen die Wald-Besetzung an sich richtet.

Polizei: Aktionen der Tesla-Gegner gefÀhrlich

Die Sprecherin des PolizeiprĂ€sidiums, Beate Kardels, sagte, die Umweltaktivisten seien sehr unkooperativ und leisteten massiven Widerstand. "Wir stellen uns auf einen lĂ€ngerfristigen Einsatz ein." Vermummte Personen kletterten in großer Höhe innerhalb der SperrflĂ€che zwischen BĂ€umen hin und her.

Bislang hĂ€tten Höhenretter vier Personen von BaumhĂ€usern geholt und in ein Gebiet außerhalb der SperrflĂ€che gebracht, so die Polizei-Sprecherin. Die Aktionen stellten sich als schwierig und gefĂ€hrlich heraus. "Eine Person sitzt in einer Kiefer ganz oben in der Baumkrone." Zudem zerstöre die Polizei auch Hindernisse, die von Umweltaktivisten in BĂ€umen angebracht worden seien, um sich freie Sicht und Zutritt zu verschaffen.

Tesla-Protestgruppe: "Wir bleiben hier"

"Wir wehren uns mit unseren Körpern gegen die Erweiterung der Tesla-Fabrik! Wir schauen nicht tatenlos zu, wie fĂŒr eine Autofabrik Wald gerodet und Trinkwasser gefĂ€hrdet wird", sagte die Sprecherin der Umweltgruppe "Tesla stoppen" im Protestcamp, Caro Weber, in einer Mitteilung. Seit Ende Februar halten Umweltaktivisten ein WaldstĂŒck in der NĂ€he des Tesla-Werks besetzt. "Wir bleiben hier. Wir werden nicht zulassen, dass der MilliardĂ€r Elon Musk hier die Natur zerstört fĂŒr seine Profitinteressen (...)", sagte eine zweite Sprecherin der Umweltaktivisten, die eine Erweiterung des Tesla-GelĂ€ndes und eine erneute Waldrodung verhindern wollen.

Die Untersuchungen auf alte Kampfmittel veranlasste die Gemeinde GrĂŒnheide fĂŒr ein rund 5000 Quadratmeter großes Gebiet, in dem sich auch ein Teil des Protestcamps befindet. Im Sommer waren bereits zwei Weltkriegsbomben gefunden und binnen weniger Wochen auf der FlĂ€che der geplanten Tesla-Erweiterung kontrolliert gesprengt worden. Daher habe er beantragt, auch die restlichen FlĂ€chen zu untersuchen, sagte der BĂŒrgermeister von GrĂŒnheide, Arne Christiani (parteilos).

@ dpa.de | US88160R1014 PRODUKTION/ABSATZ