PraxisĂ€rzte fordern stabile Technik bei E-Rezepten fĂŒr alle
28.12.2023 - 08:08:57Januar 2024. "WerktĂ€glich stellen die Praxen in Deutschland ĂŒber 1,5 Millionen Rezepte aus", sagte ein Sprecher der KassenĂ€rztlichen Bundesvereinigung der Deutschen Presse-Agentur. "Das muss verlĂ€sslich und gesichert funktionieren, die Praxen sind schlieĂlich kein digitales Testlabor." Die Erfahrungen der ersten Tage wĂŒrden zeigen, ob die technischen Systeme stabil genug seien, um die Massenanwendung der digitalen Rezeptausstellung zu stemmen.
Nach jahrelangen Verzögerungen sollen E-Rezepte 2024 zum Standard fĂŒr alle werden. Der Bundestag beschloss Mitte Dezember ein Gesetz der Ampel-Koalition, das die Praxen ab 1. Januar verpflichtet, Rezepte elektronisch auszustellen. Das Gesetz soll Anfang Februar erst noch abschlieĂend in den Bundesrat. Das Ministerium wies die Akteure des Gesundheitswesens aber schon darauf hin, dass die Voraussetzungen fĂŒr die verpflichtende Nutzung ab 1. Januar 2024 gegeben seien, so dass sie ab dann greife. Hintergrund ist, dass die Pflicht nach bisheriger Gesetzeslage eigentlich auch schon ab Anfang 2022 bestanden hĂ€tte.
Die Verbraucherzentralen sehen viele Vorteile fĂŒr Patientinnen und Patienten. Der Fachreferent beim Bundesverband, Lucas Auer, sagte der dpa: "So kann die Apotheke vorab prĂŒfen, ob das Medikament vorrĂ€tig ist und es bei Bedarf bestellen." Das spare unnötige Wege. Auch gebe es kein RĂ€tselraten ĂŒber unleserliche handschriftliche Hinweise auf Rezepten mehr. Zudem könnten Folgerezepte digital ausgestellt werden, ohne dass man noch einmal in die Praxis mĂŒsse.
Eingelöst werden können E-Rezepte anstelle der gewohnten rosa Zettel ĂŒber drei Wege: Indem man die elektronische Gesundheitskarte von der Krankenkasse in der Apotheke in ein GerĂ€t steckt, ĂŒber eine spezielle E-Rezept-App oder mit einem ausgedruckten QR-Code auf Papier.

