Nahostkrieg treibt Spritpreise - aber weniger stark als 2022
07.05.2026 - 08:54:48 | dpa.deDas zeigen Daten des Statistischen Bundesamtes zur Preisentwicklung unter anderem fĂŒr Sprit und Heizöl in den vergangenen 50 Jahren.
Im MĂ€rz zahlten Verbraucher an Tankstellen in Deutschland demnach im Schnitt 17,3 Prozent mehr fĂŒr Superbenzin und 29,7 Prozent mehr fĂŒr Diesel als ein Jahr zuvor. Kraftstoffe insgesamt waren ein FĂŒnftel (20 Prozent) teurer. Die Verbraucherpreise fĂŒr leichtes Heizöl stiegen fast um die HĂ€lfte (44,4 Prozent) im Vergleich zu MĂ€rz 2025.
Die Preisanstiege bei Sprit und Energie unmittelbar zu Beginn des Ukraine-Kriegs waren noch deutlich stĂ€rker: Im MĂ€rz 2022 zahlten Verbraucher an deutschen Tankstellen im Mittel fast 42 Prozent mehr fĂŒr Superbenzin und knapp 63 Prozent mehr fĂŒr Diesel als ein Jahr zuvor. Kraftstoffe insgesamt waren 46,8 Prozent teurer. FĂŒr leichtes Heizöl mussten Verbraucher sogar fast zweieinhalbmal so viel (+144,4 %) bezahlen wie im MĂ€rz 2021.
Der Nahost-Krieg wirke sich zurzeit wegen des hohen Ausgangsniveaus der Energiepreise weniger deutlich aus als der Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022, schrieben die Statistiker.
Starke PreissprĂŒnge bei Energie gab es in den globalen Krisen der vergangenen Jahrzehnte immer wieder: In der ersten Ălkrise der Jahre 1973/1974 verteuerten sich Kraftstoffe binnen eines Jahres um fast ein Drittel (32 Prozent), so das Statistische Bundesamt. In der zweiten Ălkrise 1979/1980 lag der Preisanstieg fĂŒr Kraftstoffe bei 28 Prozent ĂŒber ein Jahr. In der globalen Finanzkrise 2008/2009 schwankten die Energiepreise an den WeltmĂ€rkten stark. In der Corona-Pandemie brachen die Energiepreise zunĂ€chst ein und erholten sich ab Mitte 2020 wieder.
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