Die PSP-Swiss-Aktie bleibt nach solider Gewinnentwicklung und stabilen Mieteinnahmen gefragt
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 20:03 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die PSP-Swiss-Aktie (ISIN CH0011037469) steht im Umfeld des Schweizer Immobiliensektors im Fokus, weil PSP Swiss Property im GeschĂ€ftsjahr 2024 den Gewinn steigern und die wiederkehrenden ErtrĂ€ge aus dem KerngeschĂ€ft stabil halten konnte. Laut veröffentlichten Unternehmensangaben zum GeschĂ€ftsjahr 2024 legte der AktionĂ€rsgewinn auf Basis des Kernbetriebs leicht zu, wĂ€hrend das hochwertige Portfolio an BĂŒro- und GeschĂ€ftsimmobilien in der Schweiz wertbestĂ€ndig blieb. FĂŒr Anleger sind insbesondere die Entwicklung der wiederkehrenden ErtrĂ€ge, die AusschĂŒttungspolitik und die Bewertung des Immobilienbestands entscheidend.
Stabile Ertragsbasis mit wachsenden Gewinnen
PSP Swiss Property betreibt ein fokussiertes Portfolio von BĂŒro- und GeschĂ€ftsimmobilien an zentralen Lagen in der Schweiz, unter anderem in ZĂŒrich, Genf und Basel. Laut Berichterstattung zum GeschĂ€ftsjahr 2024 erzielte das Unternehmen Netto-Mieterlöse von rund 310 Millionen CHF fĂŒr das Gesamtjahr 2024, nachdem im GeschĂ€ftsjahr 2023 noch etwa 305 Millionen CHF ausgewiesen worden waren. Damit verzeichnete PSP Swiss Property einen Zuwachs der Netto-MietertrĂ€ge um rund 5 Millionen CHF, was einem leichten, aber spĂŒrbaren Plus gegenĂŒber dem Vorjahr entspricht.
Beim Ergebnis auf Stufe Reingewinn zeigt sich ebenfalls ein Anstieg. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 wurde ein Konzerngewinn von rund 320 Millionen CHF berichtet, nach etwa 300 Millionen CHF im Jahr 2023. Dies entspricht einem Gewinnanstieg von rund 20 Millionen CHF innerhalb eines Jahres. Damit konnte PSP Swiss Property den Gewinn trotz eines weiterhin anspruchsvollen Zinsumfelds und Bewertungsanpassungen im Immobiliensektor erhöhen. FĂŒr Anleger ist vor allem relevant, dass sich der Gewinnanstieg nicht nur aus Bewertungsgewinnen speist, sondern auch aus einer stabilen operativen Basis.
Bewertung des Immobilienportfolios und Eigenkapital
Das Immobilienportfolio von PSP Swiss Property blieb im GeschĂ€ftsjahr 2024 wertbestĂ€ndig. Der Marktwert der Liegenschaften lag den veröffentlichten Angaben zufolge per Ende 2024 bei rund 9,0 Milliarden CHF, nachdem fĂŒr Ende 2023 ein Wert von etwa 8,8 Milliarden CHF genannt worden war. Damit vergröĂerte sich der Marktwert des Portfolios innerhalb eines Jahres um rund 200 Millionen CHF. Diese leichte Ausweitung reflektiert sowohl gezielte Investitionen und Projektentwicklungen als auch stabile bis leicht steigende Bewertungseffekte in den wichtigsten TeilmĂ€rkten.
Parallel zur Portfolioentwicklung legte das Eigenkapital zu. Das den AktionĂ€ren zurechenbare Eigenkapital belief sich per Ende 2024 auf rund 5,3 Milliarden CHF nach rund 5,1 Milliarden CHF im Vorjahr. Damit erhöhte sich das Eigenkapital um etwa 200 Millionen CHF. Der Net Asset Value (NAV) je Aktie, also das bilanziell ausgewiesene Eigenkapital pro Aktie, bewegte sich nach Unternehmensangaben im Bereich von rund 115 CHF je Aktie und lag damit leicht ĂŒber dem Vorjahreswert, der im Bereich von rund 112 CHF je Aktie gelegen hatte. FĂŒr langfristig orientierte Anleger ist die Entwicklung des NAV je Aktie eine zentrale Kennzahl, weil sie direkt die Substanz je Anteil widerspiegelt.
Operative Kennzahlen und Vergleich zum Vorjahr
Auf operativer Ebene ist fĂŒr Immobiliengesellschaften wie PSP Swiss Property insbesondere der sogenannte Funds from Operations (FFO) beziehungsweise ein vergleichbarer operativer Cashflow relevant. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 lag der operative Gewinn auf FFO-Basis den veröffentlichten Angaben zufolge bei rund 285 Millionen CHF nach rund 275 Millionen CHF im GeschĂ€ftsjahr 2023. Damit stieg diese Kennzahl um etwa 10 Millionen CHF innerhalb eines Jahres. Die Steigerung unterstreicht, dass die operative Ertragskraft trotz höherer Zinsen und einzelner LeerstĂ€nde verbessert werden konnte.
Die Leerstandsquote im Portfolio blieb laut Jahresberichterstattung 2024 auf einem tiefen Niveau. Per Ende 2024 lag sie im Bereich von rund 4,0 Prozent, nachdem per Ende 2023 eine vergleichbare Quote nahe 4,2 Prozent berichtet worden war. Der leichte RĂŒckgang signalisiert eine weiter gute Nachfrage nach gut gelegenen BĂŒro- und GeschĂ€ftsflĂ€chen, vor allem in den zentralen GeschĂ€ftsbezirken von ZĂŒrich und Genf. FĂŒr Anleger ist eine niedrige und sinkende Leerstandsquote ein positives Signal, weil sie die Planbarkeit der MietertrĂ€ge erhöht.
Dividende und AusschĂŒttungspolitik
PSP Swiss Property verfolgt traditionell eine verlĂ€ssliche AusschĂŒttungspolitik. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2023 war eine Dividende im Bereich von rund 3,80 CHF je Aktie ausgeschĂŒttet worden. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 wurde eine Erhöhung der Divende angekĂŒndigt, die sich den Angaben zufolge im Bereich von rund 3,90 CHF je Aktie je Anteilsschein bewegt. Dies entspricht einer Steigerung von 0,10 CHF je Aktie gegenĂŒber dem Vorjahr. Mit dieser moderaten Erhöhung signalisiert das Unternehmen Vertrauen in die StabilitĂ€t seiner Cashflows.
In Relation zum Nettogewinn und zum FFO bedeutet diese AusschĂŒttung eine AusschĂŒttungsquote, die weiterhin im Bereich eines hohen, aber nachhaltigen Niveaus liegt. Gerade bei Immobiliengesellschaften mit stabilen MietertrĂ€gen achten Anleger auf eine planbare Dividendenentwicklung. Die kontinuierliche Anhebung ĂŒber mehrere Jahre ist ein Hinweis darauf, dass PSP Swiss Property auf ein berechenbares GeschĂ€ftsmodell setzt, dessen ErtrĂ€ge sich nicht sprunghaft, sondern graduell verĂ€ndern.
Verschuldung und Zinsumfeld
FĂŒr Immobilienunternehmen ist die Finanzierungsstruktur ein entscheidender Faktor. PSP Swiss Property weist den Unternehmensangaben zufolge eine konservative Verschuldung auf. Das VerhĂ€ltnis von verzinslichen Finanzverbindlichkeiten zum Gesamtvermögen, also der Loan-to-Value (LTV), lag per Ende 2024 im Bereich von rund 28 Prozent, nachdem per Ende 2023 ein Wert von etwa 29 Prozent gemeldet worden war. Damit konnte die relative Verschuldung leicht reduziert werden.
Der durchschnittliche Zinssatz auf der Finanzverschuldung bewegte sich per Ende 2024 weiterhin deutlich unter 2 Prozent und lag im Bereich von rund 1,4 bis 1,5 Prozent. Angesichts des deutlich gestiegenen Zinsniveaus in der Schweiz und international zeigt dies, dass PSP Swiss Property von langfristig gesicherten Finanzierungen profitiert. FĂŒr Anleger reduziert eine solche Struktur das ZinsĂ€nderungsrisiko und stabilisiert den Cashflow.
Regionale Schwerpunkte im Portfolio
Das Portfolio von PSP Swiss Property konzentriert sich auf zentrale GeschĂ€ftslagen in der Schweiz, insbesondere auf die Regionen ZĂŒrich, Genf, Basel, Bern und Lausanne. Der gröĂte Teil des Portfolios befindet sich im GroĂraum ZĂŒrich, der einen Anteil von deutlich ĂŒber 40 Prozent am Gesamtportfolio-Marktwert ausmacht. Weitere bedeutende Anteile entfallen auf die Genferseeregion und auf Basel. Diese regionale Fokussierung profitiert von der wirtschaftlichen StĂ€rke der entsprechenden Wirtschaftsmetropolen.
Die Mehrzahl der Objekte sind BĂŒro- und GeschĂ€ftshĂ€user, ergĂ€nzt um ausgewĂ€hlte Mischnutzungsprojekte mit BĂŒro- und RetailflĂ€chen. Wohnimmobilien spielen im Portfolio von PSP Swiss Property eine untergeordnete Rolle. Damit unterscheidet sich die Gesellschaft von diversifizierteren Immobilienkonzernen, die stĂ€rker auf Wohnimmobilien setzen. FĂŒr Anleger bedeutet der Fokus auf BĂŒroimmobilien in Toplagen, dass die Ertragsentwicklung besonders von der Nachfrage nach modernen, zentral gelegenen ArbeitsflĂ€chen abhĂ€ngt.
Projektentwicklungen und Modernisierungen
Neben dem Bestandsportfolio investiert PSP Swiss Property regelmĂ€Ăig in Projektentwicklungen und Modernisierungen. In den letzten Jahren wurden mehrere gröĂere Projekte in ZĂŒrich und Genf realisiert oder gestartet, etwa die Revitalisierung von Bestandsliegenschaften und der Ausbau von BĂŒroflĂ€chen mit hohen Nachhaltigkeitsstandards. Das jĂ€hrliche Investitionsvolumen in Projektentwicklungen und Renovationen bewegt sich den Unternehmensangaben zufolge im Bereich von rund 100 bis 150 Millionen CHF.
Solche Investitionen dienen dazu, die AttraktivitĂ€t der Liegenschaften zu erhöhen, die Mieten im Bestand zu sichern und langfristig zusĂ€tzliche Ertragspotenziale zu erschlieĂen. In einem Umfeld, in dem die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen, energieeffizienten BĂŒroflĂ€chen steigt, kann ein aktives Asset-Management zu einer besseren Positionierung gegenĂŒber Wettbewerbern beitragen.
Vergleich mit dem Schweizer Immobilienmarkt
Der Schweizer Markt fĂŒr börsennotierte Immobiliengesellschaften ist vergleichsweise ĂŒberschaubar, aber gut etabliert. PSP Swiss Property zĂ€hlt zu den gröĂten börsennotierten Immobilien-Unternehmen mit Fokus auf GeschĂ€fts- und BĂŒroimmobilien. Im Vergleich zu anderen Gesellschaften im Markt weist PSP Swiss Property eine Kombination aus hohem Portfolio-Marktwert, solider Bilanzstruktur und einer bestĂ€ndigen Dividendenhistorie auf.
WĂ€hrend viele internationale Immobiliengesellschaften in den vergangenen Jahren unter deutlich höheren Finanzierungskosten und teilweise rĂŒcklĂ€ufigen Immobilienwerten litten, entwickelten sich schweizerische Gesellschaften mit konservativer Bilanz aufgrund des stabilen wirtschaftlichen Umfelds robuster. FĂŒr Anleger, die Exposure in den Schweizer Immobilienmarkt suchen, ist die PSP-Swiss-Aktie daher ein Zugang zu einem breit diversifizierten Portfolio von erstklassigen BĂŒro- und GeschĂ€ftsimmobilien.
Produkt- und GeschÀftsmodell-Fokus von PSP Swiss Property
Das zentrale 'Produkt' von PSP Swiss Property sind langfristig vermietete BĂŒro- und GeschĂ€ftsflĂ€chen in attraktiven Lagen. Das GeschĂ€ftsmodell basiert darauf, hochwertige Immobilienobjekte zu erwerben, zu bewirtschaften und durch aktives Asset-Management die Ertragskraft laufend zu verbessern. ErgĂ€nzend dazu entwickelt das Unternehmen neue Projekte oder modernisiert bestehende Objekte, um verĂ€nderten Anforderungen von Mietern gerecht zu werden.
Ein reprĂ€sentatives Beispiel ist ein modernes BĂŒroobjekt in der ZĂŒrcher Innenstadt, das nach umfassender Modernisierung mit nachhaltiger GebĂ€udetechnik und flexiblen FlĂ€chenkonzepten neu vermietet wurde. Projekte dieser Art sollen sowohl höhere Mieteinnahmen als auch eine verbesserte Marktposition im Wettbewerb um hochwertige Mieter sicherstellen.
Kurs und Bewertung der PSP-Swiss-Aktie
Die PSP-Swiss-Aktie ist an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange notiert. Der Aktienkurs bewegt sich in Relation zum bilanziellen Eigenkapital je Aktie (NAV) in einem Bereich, der die hohe QualitĂ€t des Portfolios und die stabile Ertragsbasis reflektiert. Anleger, die die Aktie betrachten, vergleichen die Börsenbewertung hĂ€ufig mit dem NAV je Aktie sowie mit der Dividendenrendite, die sich aus der regelmĂ€Ăig erhöhten AusschĂŒttung ergibt.
DarĂŒber hinaus spielt fĂŒr die Bewertung eine Rolle, wie stark der Markt mögliche weitere Bewertungsanpassungen im Immobilienportfolio und VerĂ€nderungen im Zinsumfeld einpreist. Ein konservativer Verschuldungsgrad und eine niedrige Leerstandsquote können dabei als Puffer wirken, falls die Nachfrage nach BĂŒroflĂ€chen temporĂ€r schwĂ€cher ausfĂ€llt oder die Finanzierungskosten weiter steigen.
Fakten zur PSP-Swiss-Aktie
- Unternehmen: PSP Swiss Property AG
- ISIN: CH0011037469
- Ticker: PSPN
- Handelsplatz: SIX Swiss Exchange
- Sektor / Branche: Immobilien, BĂŒro- und GeschĂ€ftsimmobilien
- Indexzugehörigkeit: SPI, SXI Real Estate
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