Schwache Wirtschaft bremst Nachfrage nach Rohstoffen
22.12.2025 - 05:21:58Im vergangenen Jahr gingen sowohl die Produktion im Inland als auch der Import von Rohstoffen erneut zurĂŒck, wie die Bundesanstalt fĂŒr Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover berichtet. Die Inlandsförderung mineralischer Rohstoffe erreichte mit 475 Millionen Tonnen sogar einen neuen Tiefststand. Im bereits schwachen Vorjahr waren es 534 Millionen Tonnen gewesen.
"Die Ursachen fĂŒr den rĂŒcklĂ€ufigen Bedarf an heimischen mineralischen Rohstoffen und ihren nachgelagerten Produkten liegen in der anhaltenden konjunkturellen SchwĂ€che", sagte BGR-VizeprĂ€sident Volker Steinbach. "Hohe Zinsen, eine anhaltende Inflation sowie erhöhte Energie- und Transportkosten belasten die heimische Industrie und fĂŒhrten insgesamt zu einer geringeren Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen."
Weniger Kohl, Ăl und Gas eingefĂŒhrt
Innerhalb von fĂŒnf Jahren sei die inlĂ€ndische Rohstoffproduktion um rund ein Drittel geschrumpft. Auch die Menge der Importe ging zurĂŒck und lag mit 288 Millionen Tonnen noch einmal 2,8 Prozent unter dem bereits schwachen Vorjahreswert. Vor allem Energierohstoffe wie Kohle, Ăl und Gas wurden weniger importiert. Die Einfuhren von Metallen und Nichtmetallen legten dagegen im Vergleich zu 2023 sogar leicht zu.
Wichtigste inlĂ€ndische Rohstoffe sind mengenmĂ€Ăig weiter Sand, Kies und gebrochene Natursteine mit 211 Millionen Tonnen. Das war aber gut ein Viertel weniger als noch 2020. RĂŒcklĂ€ufig ist auch die Förderung von Energierohstoffen: Braunkohle lag mit knapp 92 Millionen Tonnen rund 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau, die Erdgasförderung schrumpfte im Vergleich zu 2023 um knapp vier Prozent auf noch 4,7 Milliarden Kubikmeter.

