Koalition ringt um Nachbesserungen an Klinikreform
24.02.2026 - 17:25:52 | dpa.deUnionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) verwies in Berlin auf laufende GesprĂ€che mit den LĂ€ndern. "Wir wollen gerne ein Gesetz, das eine Mehrheit im Bundestag und im Bundesrat findet", sagte er vor einer Fraktionssitzung. "Wenn es eine Woche lĂ€nger dauert, dafĂŒr aber gemeinsam getragen wird, dann ist das eine gut investierte Woche."
Der SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis sagte, er bedauere, dass es bei den unionsgefĂŒhrten LĂ€ndern offenbar weiteren internen Abstimmungsbedarf gebe und ein Abschluss des Gesetzes in dieser Woche nicht erreicht werden konnte. Seine Fraktion hĂ€tte nach intensiven Verhandlungen mit vorliegenden Ănderungen und Entgegenkommen von Bund und LĂ€ndern gut leben können. Er betonte, die zentralen Leitplanken der Reform stĂŒnden nicht zur Disposition.
Das Kabinett hatte einen Entwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf den Weg gebracht, der mehr Spielraum bei der Umsetzung vor Ort geben soll. Die Krankenhausreform war von der Ampel-Koalition durchgesetzt worden. Sie trat Anfang 2025 in Kraft und soll bis 2029 umgesetzt werden. Ziele sind, einheitliche QualitÀtsvorgaben bei Behandlungen zu gewÀhrleisten und den finanziellen Druck zu immer mehr BehandlungsfÀllen zu mildern.
Der GrĂŒnen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen nannte das kurzfristige Absetzen des Tagesordnungspunkts im Ausschuss einen "Offenbarungseid" fĂŒr die FĂŒhrung des Ministeriums. "Wer beschlossene, ĂŒberfĂ€llige Strukturreformen rĂŒckabwickelt, statt zusĂ€tzliche Reformen mutig voranzubringen, produziert neue Mehrausgaben und trĂ€gt Verantwortung fĂŒr weiter steigende BeitrĂ€ge."
Das Ministerium erklÀrte auf Anfrage, die Beratungen sollten "rechtzeitig" abgeschlossen werden, um die Bundesratssitzung Ende MÀrz zu erreichen.
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