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EQS-News: Die Schweizer AutomobilitÀtspolitik braucht dringend eine Kurskorrektur (deutsch)

20.01.2026 - 18:05:22

Die Schweizer AutomobilitĂ€tspolitik braucht dringend eine Kurskorrektur auto-schweiz / Schlagwort(e): Jahresergebnis Die Schweizer AutomobilitĂ€tspolitik braucht dringend eine Kurskorrektur 20.01.2026 / 18:05 CET/CEST --------------------------------------------------------------------------- Jahresmedienkonferenz 2026 ZĂŒrich, 20.

Die Schweizer AutomobilitÀtspolitik braucht dringend eine Kurskorrektur


auto-schweiz / Schlagwort(e): Jahresergebnis
Die Schweizer AutomobilitÀtspolitik braucht dringend eine Kurskorrektur



20.01.2026 / 18:05 CET/CEST



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Jahresmedienkonferenz 2026



ZĂŒrich, 20. Januar 2026



An ihrer heutigen Jahresmedienkonferenz fordert auto-schweiz eine deutliche
Kurskorrektur in der Schweizer AutomobilitÀts- und Klimapolitik. Es gilt,
die Überregulierung rasch zu beenden, MobilitĂ€t wieder bezahlbar zu machen,
und die politischen Rahmenbedingungen zu verbessern. Nur so lassen sich die
Schweizer Klimaziele mit den BedĂŒrfnissen der Branche und der Konsumenten
vereinbaren.



Der Schweizer Personenwagenmarkt befindet sich in einem historischen Tief.
Die knapp 234'000 Neuzulassungen im Jahr 2025 entsprechen dem tiefsten Stand
seit 25 Jahren, abgesehen von der Corona-Pandemie. WĂ€hrend sich die
europÀischen MÀrkte schrittweise erholen, verharrt die Schweiz klar unter
dem Vor-Pandemie-Niveau von ĂŒber 300'000 Fahrzeugen pro Jahr. Diese
Entwicklung ist hausgemacht: Eine realitÀtsferne Regulierung, hohe
Energiepreise und fehlende marktwirtschaftliche Anreize bremsen die
Nachfrage. Dabei hat die Automobilimportwirtschaft geliefert: Die
Automobilhersteller investieren Jahr fĂŒr Jahr mehr als 80 Milliarden Euro in
Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Branche in Europa. Die
Kunden können zwischen rund 300 elektrifizierten Personenwagen-, 70
Lieferwagen sowie 45 Lastwagen in allen Preis- und Nutzungskategorien
wÀhlen.



Trotz dieses breiten Angebots verlÀuft der Hochlauf emissionsarmer Fahrzeuge
nur schleppend. Der Marktanteil der Steckerfahrzeuge lag 2025 bei rund 34
Prozent und damit deutlich unter den politischen Zielwerten. Die 50
Prozent-Zielmarke der Roadmap des Bundes wird klar verfehlt; die Ausbreitung
der ElektromobilitÀt braucht mehr Zeit als von der Politik erwartet. Das
Problem liegt bei den politisch gesetzten Rahmenbedingungen und den zu
ambitionierten Fristen: hohe Strompreise, ungenĂŒgende stĂ€dtische
Ladeinfrastruktur, regulatorische Unsicherheit sowie neue Steuer- und
AbgabenplÀne verunsichern Private ebenso wie Firmenkunden.



auto-schweiz-PrĂ€sident Peter GrĂŒnenfelder sagt: «Die Politik muss aufhören,
die Automobilwirtschaft zu drangsalieren und die MobilitĂ€t fĂŒr Private und
Firmen zu verteuern. Stattdessen braucht es ein funktionierendes Ökosystem
fĂŒr die ElektromobilitĂ€t, Investitionssicherheit und verlĂ€ssliche politische
Signale fĂŒr Autonutzerinnen und -nutzer. Davon profitieren alle: Private,
Unternehmen, unser Wirtschaftssektor und das Klima».



Bezahlbare MobilitĂ€t und bessere Rahmenbedingungen sind der SchlĂŒssel zum
Erfolg
auto-schweiz fordert deshalb den Abbau der finanziellen Belastung fĂŒr die
Autowirtschaft und Autonutzer. Dazu zĂ€hlen ein Deregulierungspaket fĂŒr die
Autowirtschaft mit einem raschen Abbau bĂŒrokratischer Auflagen, die Kosten
verursachen, aber keine Lenkungswirkung entfalten, der Verzicht auf neue
Steuern und Abgaben, die Abschaffung der 4-prozentigen Automobilimportsteuer
sowie Preiswettbewerb im Strommarkt. Ebenso zentral ist eine Verbesserung
der politischen Rahmenbedingungen fĂŒr ElektromobilitĂ€t. Die Schweiz soll die
europĂ€ischen Flexibilisierungsmassnahmen ĂŒbernehmen und konsequent auf einen
kostenverursachenden «Swiss Finish» verzichten. Die Zielerreichung ist
zeitlich zu glÀtten und der Absenkungspfad marktrealistisch auszugestalten.
Von der millionenschweren, unwirksamen Sanktionspolitik ist wegzukommen,
dafĂŒr ist die Technologieoffenheit zu stĂ€rken. Helmut Ruhl, VizeprĂ€sident
auto-schweiz und CEO AMAG Group AG, sagt: «Entscheidend fĂŒr den
Markthochlauf sind zudem der beschleunigte Ausbau der öffentlichen
Ladeinfrastruktur in den StÀdten sowie die Umsetzung des Rechts auf Laden.»



Die acht Forderungen von auto-schweiz:



1. Autowirtschaft deregulieren
2. Keine neuen Steuern (E-Abgabe, LSVA)
3. 4%-Automobilimportsteuer abschaffen
4. Preiswettbewerb am Strommarkt
5. EuropĂ€ische Flexibilisierung ĂŒbernehmen
6. CO2-Sanktionsmechanismus ĂŒberarbeiten
7. Öffentlichen Ladeinfrastruktur ausbauen
8. «Verkehr 45»: mehr Projekte fĂŒr den Strassenverkehr




Schweizer Sonderweg verteuert die MobilitÀt und bremst das Erreichen der
Klimaziele
Die Schweiz verfĂŒgt europaweit ĂŒber eines der rigidesten
CO-Sanktionsregimes mit Strafzahlungen im dreistelligen Millionenbereich,
welche einseitig die Fahrzeugimporteure treffen, unabhÀngig von der
tatsÀchlichen Nachfrage. Donato Bochicchio, VizeprÀsident auto-schweiz,
Managing Director PCDOL & LOGEP, Emil Frey AG, ergÀnzt: «WÀhrend das
restliche Europa seine CO-Vorgaben flexibilisiert hat und sie marktnÀher
gestalten will, hÀlt die Schweiz an einem Sanktionsmodell fest, das die
MobilitÀt verteuert und Ersatzinvestitionen schwÀcht». Gekoppelt mit einer
hohen Steuer- und Abgabenlast der Fahrzeugbesitzer wird dadurch eine weitere
Ausbreitung der ElektromobilitÀt massiv erschwert.



E-Abgabe ist aufzuschieben
Eine zusÀtzliche Abgabe auf Elektrofahrzeuge ist zum heutigen Zeitpunkt
kontraproduktiv und bremst den dringend notwendigen Markthochlauf. Solange
Elektrofahrzeuge nur einen geringen Anteil am Gesamtwagenpark ausmachen,
lehnt auto-schweiz neue Belastungen entschieden ab und fordert stattdessen
stabile, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen.



Überarbeitung der Schwerverkehrsabgabe
Die Elektrifizierung des Schwerverkehrs ist ein bisheriger Erfolg der
Schweizer Verkehrspolitik, der nicht durch regulatorische Unsicherheit
gefĂ€hrdet werden darf. FĂŒr die LeistungsabhĂ€ngige Schwerverkehrsabgabe
(LSVA) braucht es langfristige Planungs- und Investitionssicherheit sowie
verlĂ€ssliche Übergangsregelungen, damit Unternehmen weiterhin in
emissionsarme Lastwagen investieren.



Keine Zweckentfremdung der Finanzmittel von den Automobilisten
Die Automobilisten leisten bereits heute jÀhrlich rund 13 Milliarden Franken
an Steuern und Abgaben und finanzieren die Verkehrsinfrastruktur mehr als
kostendeckend. Diese Mittel mĂŒssen konsequent und vollstĂ€ndig der
MobilitÀtsinfrastruktur zugutekommen - eine Zweckentfremdung untergrÀbt
Akzeptanz, Investitionsbereitschaft und Vertrauen.



Infrastrukturprogramm «Verkehr '45» aus Schieflage befreien
Ein weiterer zentraler Hebel fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige MobilitĂ€tspolitik ist
das Infrastrukturprogramm «Verkehr '45». Obwohl der Strassenverkehr den
Grossteil der Personen- und GĂŒterkilometer erbringt und sich selbst
finanziert, werden dringend notwendige Strassenprojekte aus politischen
GrĂŒnden zurĂŒckgestellt. Die Folge sind jĂ€hrlich rund 55'000 Staustunden mit
volkswirtschaftlichen SchÀden von mehreren Milliarden Franken. auto-schweiz
fordert deshalb deutlich mehr Projekte fĂŒr den Strassenverkehr. Die Mittel
dafĂŒr sind vorhanden.



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