Produktion/Absatz, Arbeit

Sinkende UmsÀtze und weniger Personal: 20 Jahre Kaufhaus-Krise

11.03.2024 - 09:02:31

Die seit Jahren zu beobachtende Krise der KaufhÀuser in Deutschland hat sich 2023 durch erneut gesunkene UmsÀtze verfestigt.

Preisbereinigt (real) sanken die Erlöse laut Statistischem Bundesamt zum Vorjahr um 3,9 Prozent. Von 2021 auf 2022 hatte sich das GeschĂ€ft der Kauf- und WarenhĂ€user mit einem Umsatzplus von real 13,1 Prozent noch von den EinbrĂŒchen der Pandemiejahre erholt. Betrachtet wurden in der Statistik nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Montag neben klassischen KaufhĂ€usern auch LadengeschĂ€fte mit gemischtem Warenangebot und dem Schwerpunkt Nicht-Nahrungsmittel.

Der langfristige Trend zeigt demnach abwÀrts: Verglichen mit dem Jahr 2003 verbuchten Kauf- und WarenhÀuser hierzulande den Angaben zufolge im vergangenen Jahr real gut ein Drittel (34,8 Prozent) weniger Umsatz. Zugleich konnte der stationÀre Einzelhandel insgesamt in diesen 20 Jahren die UmsÀtze um 11,3 Prozent steigern, im Versand- und Onlinehandel gab es gar ein reales Plus von 170,1 Prozent.

In den KaufhĂ€usern ging mit dem UmsatzrĂŒckgang langfristig ein Personalabbau einher. Im Jahr 2023 war die Zahl der BeschĂ€ftigten in diesem Bereich des Einzelhandels nach Angaben des Bundesamtes um gut ein FĂŒnftel (21,7 Prozent) niedriger als im Jahr 2003. Nach den coronabedingten EinbrĂŒchen war in den vergangenen beiden Jahren eine gegenlĂ€ufige Entwicklung zu beobachten: 2022 nahm die BeschĂ€ftigung in WarenhĂ€usern um 3,9 Prozent zum Vorjahr zu, 2023 noch einmal um 5,2 Prozent.

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