Bankenaufsicht Bafin verhĂ€ngt 9,2 Millionen Euro GeldbuĂe gegen N26
21.05.2024 - 13:03:33Das teilte die Bankenaufsicht Bafin am Dienstag in Frankfurt/Main mit. Die VorwĂŒrfe der Behörde gegen N26 beziehen sich auf das Jahr 2022. In dem rechtskrĂ€ftigen BuĂgeldbescheid heiĂt es, das Institut habe 2022 systematisch GeldwĂ€scheverdachtsmeldungen verspĂ€tet abgegeben.
Die Bafin verwies darauf, dass Kreditinstitute verpflichtet seien, eine Meldung an die Zentralstelle fĂŒr Finanztransaktionsuntersuchungen (Financial Intelligence Unit, kurz FIU) zu erstatten, wenn sie den Verdacht haben, dass eine Transaktion oder ein sonstiger GeschĂ€ftsvorfall mit GeldwĂ€sche oder Terrorismusfinanzierung im Zusammenhang stehen könnte. "Diese Verdachtsmeldungen mĂŒssen unverzĂŒglich abgegeben werden. Damit kann die FIU, falls erforderlich, zĂŒgig weitere Schritte einleiten, wie etwa die Weiterleitung an Strafverfolgungsbehörden."
Bereits 2021 hatte die Bafin dem deutschen Start-up vorgeworfen, bei seinem rasanten Wachstum zu wenig zur BekĂ€mpfung von GeldwĂ€sche zu unternehmen. Damals verhĂ€ngte die Aufsichtsbehörde eine GeldbuĂe von 4,25 Millionen Euro, weil N26 GeldwĂ€scheverdachtsmeldungen verspĂ€tet eingereicht hatte. Es wurde auch ein Sonderbeauftragter eingesetzt, der bei dem Berliner Unternehmen die Umsetzung der Anti-GeldwĂ€sche-MaĂnahmen ĂŒberwachen soll.
N26 verwies am Dienstag darauf, dass das Unternehmen seit 2022 zahlreiche MaĂnahmen zur Verbesserung der Meldeprozesse implementiert habe. "N26 hat mehr als 80 Millionen Euro in die personelle und technische Infrastruktur investiert, um höchste Branchenstandards bei der effektiveren BekĂ€mpfung von FinanzkriminalitĂ€t und GeldwĂ€sche einzuhalten." Das Unternehmen habe fĂŒr das BuĂgeld bereits im Jahr 2022 eine entsprechende RĂŒckstellung gebildet. "Das verhĂ€ngte BuĂgeld liegt unter der Höhe der RĂŒckstellung." N26 setze seine Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden fort.
N26 ist in 24 LÀndern in Europa aktiv und beschÀftigt rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter rund 1000 in Berlin.

