Experte: Spritpreise bleiben wegen Iran-Krieg hoch
15.03.2026 - 17:02:28 | dpa.de"Dadurch, dass die StraĂe von Hormus weiterhin gesperrt bleiben wird, ist nicht davon auszugehen, dass die Spritpreise an den deutschen ZapfsĂ€ulen sinken werden. Im Gegenteil, nun muss man mit einem weiteren hohen Niveau der Spritpreise rechnen", sagte Fischer in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.
Der Iran hĂ€tte sich auf eine langfristige Sperre der fĂŒr die StraĂe von Hormus vorbereitet. So setze Teheran neben dem Einsatz von Minen auch auf Raketen- und Drohnenangriffe sowie auf schnelle Sturmboote. Dadurch sei der Iran weiterhin in der Lage, die Meerenge militĂ€risch zu kontrollieren. "Man muss damit rechnen, dass diese StraĂe noch fĂŒr lĂ€ngere Zeit blockiert sein wird", sagte Fischer.
Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge liegt zwischen dem Iran und dem Oman und gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten fĂŒr den weltweiten Ălexport. Seit Beginn der jĂŒngsten Kriegshandlungen ist die Handelsschifffahrt dort beinahe zum Erliegen gekommen.
Eskorte? "UngefĂ€hr 50 Begleitschiffe" fĂŒr "drei Tanker pro Woche"
Eine schnelle Kompensation der ausfallenden Lieferungen sei derzeit kaum möglich, so Fischer. Zwar könnten Staaten Ălreserven freigeben oder ihre Fördermengen erhöhen, doch bis zusĂ€tzliche Mengen tatsĂ€chlich auf den Markt kĂ€men, könnten Tage oder Wochen vergehen. Um Tanker von Kriegsschiffen durch die StraĂe von Hormus eskortieren zu lassen, brauche man "ungefĂ€hr 50 Begleitschiffe" fĂŒr "maximal drei Tanker pro Woche".
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