USA: Michigan-Konsumklima legt stÀrker zu als erwartet
23.01.2026 - 16:36:06Das von der UniversitÀt Michigan erhobene Konsumklima stieg laut der am Freitag veröffentlichten zweiten SchÀtzung um 3,5 Punkte auf 56,4 Punkte. Dies ist der höchste Stand seit August. In einer ersten SchÀtzung wurden noch 54,0 Punkte ermittelt. Volkswirte hatten mit einer BestÀtigung der ErstschÀtzung gerechnet.
Sowohl der Indikator fĂŒr die Erwartungen der Verbraucher als auch die Beurteilung der aktuellen Lage verbesserten sich jeweils stĂ€rker als erwartet.
"Die Verbesserung war zwar insgesamt gering, aber breit angelegt und erstreckte sich ĂŒber alle Einkommensklassen, Bildungsniveaus, Ă€ltere und jĂŒngere Verbraucher sowie Republikaner und Demokraten gleichermaĂen", kommentierte Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. Die Stimmung im Land liege jedoch weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau, da die Verbraucher nach wie vor von einem Druck auf ihre Kaufkraft berichten. Grund seien hohe Preise und die Aussicht auf eine AbschwĂ€chung des Arbeitsmarktes. Die auĂenpolitischen Turbulenzen wĂŒrden laut Hsu mit Ausnahme der Zollpolitik kaum eine Rolle fĂŒr den Verbraucher spielen.
Die Verbraucher erwarten auf kurze Sicht eine Inflationsrate von 4,0 Prozent. ZunÀchst waren noch 4,2 Prozent ermittelt worden. Die lÀngerfristigen Inflationserwartungen lagen bei 3,3 Prozent. Hier waren zunÀchst 3,4 Prozent festgestellt worden. Die US-Notenbank strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an.
Der Indikator der UniversitÀt Michigan misst das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

