Eurozone: Unternehmensstimmung sinkt ĂŒberraschend stark - 'Alarmglocken lĂ€uten'
24.03.2026 - 10:30:40 | dpa.deBei der Umfrage unter Einkaufsmanagern konnte erstmals der Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten mit einem starken Anstieg von Energiepreisen voll berĂŒcksichtigt werden. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel um 1,4 Punkte auf 50,5 Punkte, wie S&P am Dienstag in London nach einer ersten SchĂ€tzung mitteilte.
Der Stimmungsindikator kann sich knapp ĂŒber der Expansionsschwelle von 50 Punkten halten. Werte ĂŒber dieser Marke deuten auf eine Zunahme der wirtschaftlichen AktivitĂ€ten hin. Volkswirte hatten mit einer StimmungseintrĂŒbung gerechnet, sie waren aber im Schnitt von einem schwĂ€cheren RĂŒckgang des Indikators auf 51,0 Punkte ausgegangen.
Allerdings zeigte sich in den einzelnen Bereichen der Wirtschaft ein unterschiedliches Bild. WĂ€hrend der Indikator fĂŒr die Industriebetriebe ĂŒberraschend gestiegen ist, ist er fĂŒr den Dienstleistungsbereich unerwartet deutlich bis knapp oberhalb der Expansionsschwelle gefallen.
Nach EinschĂ€tzung von Chris Williamson, Chefvolkswirt bei S&P Global, "lĂ€uten die Alarmglocken fĂŒr eine mögliche Stagflation". Er sieht den Grund fĂŒr eine Konjunkturflaute bei gleichzeitig hoher Inflation bei den Folgen des Kriegs im Nahen Osten, "der die Preise spĂŒrbar in die Höhe treibt und gleichzeitig das Wachstum drosselt".
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