Iran-Krieg sorgt fĂŒr StimmungsdĂ€mpfer in der deutschen Wirtschaft
25.03.2026 - 11:11:53 | dpa.deDas Ifo-GeschĂ€ftsklima fiel um 2,0 Punkte auf 86,4 Punkte, wie das MĂŒnchner Forschungsinstitut am Mittwoch in MĂŒnchen mitteilte. Der RĂŒckgang war von Analysten in etwa erwartet worden. Nach dem StimmungsdĂ€mpfer gehen Ăkonomen von einem vorlĂ€ufigen Ende der konjunkturellen Erholung in Deutschland aus.
Die vom Ifo-Institut befragten Unternehmen haben ihre aktuellen GeschĂ€fte unverĂ€ndert eingeschĂ€tzt. Die Erwartungen an die kĂŒnftigen GeschĂ€fte wurden dagegen deutlich schwĂ€cher bewertet. "Der Krieg im Iran beendet vorerst die Hoffnung auf einen Aufschwung", kommentierte Ifo-PrĂ€sident Clemens Fuest das Ergebnis der monatlichen Umfrage unter 9.000 Unternehmen.
Die Umfrage habe gezeigt, dass die Unsicherheit unter den Unternehmen spĂŒrbar zugenommen habe, sagte Fuest. Die schlechtere Stimmung zeige sich vor allem bei Industrieunternehmen, die viel Energie verbrauchen. Diese seien "am stĂ€rksten betroffen".
Auch im Dienstleistungssektor hat sich das GeschĂ€ftsklima stark eingetrĂŒbt. Die Erwartungen sind "regelrecht eingebrochen", heiĂt es in der Mitteilung des Ifo-Instituts. Insbesondere im Tourismus und der Logistik haben sich demnach die Aussichten massiv verschlechtert.
Nach EinschĂ€tzung des Analysten Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg ist die Fortsetzung des verhaltenen Aufschwungs in der deutschen Industrie "erst einmal vom Tisch". Wie stark der Iran-Krieg die Konjunktur belasten wird, "hĂ€ngt entscheidend von der weiteren Entwicklung im Nahen Osten ab", sagte Thomas Gitzel von der VP Bank. "Nur bei einem raschen Ende des Krieges und einem freien Warenfluss durch die StraĂe von Hormus blieben die wirtschaftlichen Blessuren ĂŒberschaubar."
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