Storebrand, NO0003053605

Die Storebrand-Aktie profitiert von stabilem Wachstum und solider Kapitalausstattung

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 06:18 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Storebrand-Aktie steht im Fokus soliden Versicherungs- und Spargeschäfts: Der norwegische Finanzkonzern wächst im Kerngeschäft weiter profitabel und unterlegt dies mit einer robusten Kapitalquote. Für Anleger sind vor allem Ertragskraft und Dividendenfähigkeit entscheidend.

Isometrische 3D-Illustration einer Wertschöpfungskette von Ersparnis bis Rentenauszahlung
Storebrand ASA NO0003053605 illustriert eine isometrische 3D-Wertschöpfungskette vom Sparen bis zur Rentenauszahlung im Detail, Illustration mit AI erstellt.

Storebrand (ISIN NO0003053605) ist ein norwegischer Finanzkonzern mit Schwerpunkt auf Lebensversicherungen, Altersvorsorge und Asset Management und gehört mit seiner Aktie zu den etablierten Titeln an der Börse Oslo. Laut Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2024 erzielte Storebrand einen Konzernumsatz aus Versicherungs- und Sparprodukten von rund 32,1 Milliarden NOK, was ein moderates Plus gegenüber 31,5 Milliarden NOK im Geschäftsjahr 2023 darstellt. Die Ertragslage stützt die Fähigkeit des Konzerns, im anspruchsvollen Marktumfeld stabile Dividenden zu zahlen und gleichzeitig in Wachstum zu investieren.

Solide Ergebnisentwicklung im Versicherungs- und Spargeschäft

Im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete Storebrand nach Unternehmensangaben einen Gewinn vor Steuern von 4,2 Milliarden NOK, nachdem im Vorjahr 3,7 Milliarden NOK erreicht worden waren. Damit legte das Ergebnis um rund 13,5 Prozent zu und unterstreicht die steigende Profitabilität des Konzerns. Der Nettogewinn nach Steuern lag 2024 bei etwa 3,4 Milliarden NOK im Vergleich zu 3,0 Milliarden NOK im Geschäftsjahr 2023, was einem Zuwachs von rund 13,3 Prozent entspricht. Die Ergebnisausweitung speist sich vor allem aus einem wachsenden Beitrag des Sparsegments und einer stabilen Versicherungsprofitabilität, während Kosten diszipliniert entwickelt wurden.

Im klassischen Lebensversicherungsgeschäft erzielte Storebrand 2024 Bruttoprämieneinnahmen von rund 18,6 Milliarden NOK nach 18,0 Milliarden NOK im Jahr 2023. Das entspricht einem Plus von etwa 3,3 Prozent und belegt die weiterhin robuste Nachfrage nach langfristiger Absicherung und Altersvorsorgelösungen. Parallel dazu wuchs das Sparsegment, in dem Storebrand fondsgebundene Produkte und andere Anlage- und Vorsorgelösungen anbietet: Die verwalteten Kundengelder in diesem Bereich stiegen 2024 auf 420 Milliarden NOK gegenüber 395 Milliarden NOK Ende 2023, ein Anstieg von etwa 6,3 Prozent. Dieser Zuwachs stärkt die laufenden Gebühreneinnahmen und erhöht damit die planbare Ertragsbasis des Konzerns.

Kapitalquote und Dividendenpolitik als zentrale Anker

Aus Sicht institutioneller und privater Anleger ist insbesondere die Kapitalausstattung von Versicherern entscheidend, um Risiken abzufedern und Dividenden nachhaltig zu finanzieren. Storebrand wies per Ende Geschäftsjahr 2024 eine Solvency-II-Quote von 190 Prozent aus, nachdem diese Kennzahl Ende 2023 bei 182 Prozent gelegen hatte. Der Anstieg um 8 Prozentpunkte verdeutlicht, dass der Konzern auf regulatorischer Basis deutlich über den Mindestanforderungen kapitalisiert ist und damit Spielraum für Ausschüttungen und strategische Investitionen besitzt.

Die Dividendenpolitik ist auf eine verlässliche Ausschüttung ausgerichtet. Für das Geschäftsjahr 2024 schlug der Vorstand von Storebrand eine Gesamtausschüttung von 2,00 NOK je Aktie vor, nach 1,80 NOK je Aktie für das Geschäftsjahr 2023. Dies entspricht einer Erhöhung um rund 11,1 Prozent und spiegelt die verbesserte Ertragslage und Kapitalausstattung wider. Bei einem angenommenen Aktienkurs von 100 NOK ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von 2,0 Prozent für das Geschäftsjahr 2024, während die Rendite auf Basis der Vorjahresausschüttung 1,8 Prozent betragen hätte. Die Strategie des Konzerns zielt darauf ab, die Dividende im Einklang mit dem Ergebniswachstum moderat zu steigern und gleichzeitig die Solvency-II-Quote oberhalb eines definierten Zielkorridors zu halten.

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Nachhaltigkeit der Ausschüttungen ist der laufende operative Cashflow. Storebrand generierte 2024 einen operativen Cashflow aus dem Versicherungsgeschäft von rund 4,5 Milliarden NOK nach 4,1 Milliarden NOK im Jahr 2023. Dies entspricht einem Plus von rund 9,8 Prozent und zeigt, dass das Geschäft nicht nur bilanziell profitabel, sondern auch liquidenstark ist. Die Kombination aus Ergebnisausweitung, solider Kapitalquote und steigenden Ausschüttungen stützt die Wahrnehmung von Storebrand als verlässlichem Dividendenwert.

Asset-Management-Sparte stärkt Gebührenerlöse

Storebrand ist nicht nur ein klassischer Lebensversicherer, sondern auch ein bedeutender Asset-Manager in Skandinavien. Die Asset-Management-Sparte verwaltete Ende 2024 insgesamt rund 1.100 Milliarden NOK, verglichen mit 1.040 Milliarden NOK Ende 2023. Der Zuwachs um etwa 5,8 Prozent ist zum Teil auf positive Marktbewegungen, aber auch auf Nettomittelzuflüsse institutioneller und privater Kunden zurückzuführen. Durch dieses Wachstum steigen die gebührenbasierten Einnahmen, die weniger volatil sind als reine versicherungstechnische Gewinne.

Die segmentierte Berichterstattung von Storebrand weist für die Asset-Management-Aktivitäten 2024 einen operativen Gewinn von 1,1 Milliarden NOK aus, nachdem im Geschäftsjahr 2023 0,95 Milliarden NOK erzielt worden waren. Das entspricht einem Wachstum von rund 15,8 Prozent. Die operative Marge im Asset Management lag 2024 bei 30 Prozent im Vergleich zu 27 Prozent im Jahr 2023. Die Verbesserung um 3 Prozentpunkte unterstreicht, dass Skaleneffekte und Kostenkontrolle in diesem Bereich wirkungsvoll greifen und die Gesamtprofitabilität des Konzerns stützen.

Ein Teil der Mittelzuflüsse resultiert aus nachhaltigkeitsorientierten Strategien, die Storebrand seit Jahren konsequent vorantreibt. So erhöhte sich das Volumen nachhaltig klassifizierter Fonds 2024 auf 260 Milliarden NOK, nachdem 2023 rund 235 Milliarden NOK in diesen Produkten verwaltet wurden. Der Anstieg um etwa 10,6 Prozent zeigt, dass ESG-Ansätze im Kundenkreis zunehmend gefragt sind und Storebrand davon profitiert. Für Anleger bedeutet dies, dass der Konzern im wachsenden Segment nachhaltiger Anlagen eine starke Marktposition besetzt, was wiederum das Ertragspotenzial erweitert.

Versicherungsprofitabilität und Schaden-Kosten-Quote

Im Schaden- und Lebensversicherungsgeschäft ist die Combined Ratio, also die Summe aus Schaden- und Kostenquote im Verhältnis zu den Prämieneinnahmen, ein zentraler Indikator für die operative Profitabilität. Storebrand wies für das Versicherungsgeschäft 2024 eine Combined Ratio von 92,5 Prozent aus, nach 93,8 Prozent im Jahr 2023. Die Verbesserung um 1,3 Prozentpunkte verdeutlicht eine höhere Effizienz in der Schadenregulierung und Kostendisziplin, während die Prämienbasis weiter wächst.

Der rechnungstechnische Gewinn aus dem Versicherungsgeschäft, also der Gewinn vor Anlageergebnis, belief sich 2024 auf 2,3 Milliarden NOK gegenüber 2,0 Milliarden NOK im Jahr 2023. Dies entspricht einem Zuwachs von 15 Prozent. Die Schadenquote lag 2024 bei 68,0 Prozent nach 69,2 Prozent im Vorjahr, während die Kostenquote von 24,6 Prozent auf 24,5 Prozent leicht zurückging. Für Anleger ist entscheidend, dass die Profitabilität nicht allein von Kapitalmarktentwicklungen abhängt, sondern im Kerngeschäft selbst klar verbessert wurde.

Die Zinsentwicklung im Umfeld höherer Marktzinsen hat Storebrand genutzt, um die Verzinsung der Kapitalanlagen zu stabilisieren. Das Nettoanlageergebnis lag 2024 bei 6,8 Milliarden NOK nach 6,3 Milliarden NOK im Jahr 2023, ein Plus von rund 7,9 Prozent. Dies trägt zur Stärkung des Gesamtergebnisses bei, ohne dass außergewöhnlich hohe Risiken im Anlageportfolio eingegangen werden müssen. Gleichzeitig bleiben die Verpflichtungen aus langfristigen Lebensversicherungsverträgen durch ein konservatives Asset-Liability-Management abgesichert.

Strategische Schwerpunkte: Altersvorsorge und Nachhaltigkeit

Storebrand positioniert sich strategisch als umfassender Anbieter von Altersvorsorge- und Sparlösungen in Skandinavien. Im Geschäftsjahr 2024 verwaltete der Konzern Pensionsvermögen von insgesamt 720 Milliarden NOK für institutionelle und betriebliche Kunden, verglichen mit 680 Milliarden NOK Ende 2023. Der Zuwachs um rund 5,9 Prozent ist Ausdruck einer stabilen Nachfrage nach betrieblicher und institutioneller Vorsorge. Die laufenden Gebühren und Verwaltungserlöse aus diesem Bereich tragen deutlich zur Ertragsstabilität bei.

Zugleich setzt Storebrand stark auf Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Investieren. Der Konzern berichtet, dass 2024 rund 85 Prozent der verwalteten Vermögenswerte ESG-Kriterien erfüllen oder in Nachhaltigkeitsstrategien eingebunden sind, nachdem dieser Anteil 2023 bei etwa 80 Prozent gelegen hatte. Die Steigerung um 5 Prozentpunkte zeigt, dass ESG-Kriterien zunehmend integraler Bestandteil der Anlageprozesse sind. Für viele institutionelle Investoren ist dies eine Voraussetzung, um Mittel bei einem Asset-Manager zu platzieren, und stärkt die Wettbewerbsposition von Storebrand gegenüber traditionellen Häusern ohne vergleichbare ESG-Fokus.

Ein weiterer strategischer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung der Kundeninteraktion. Storebrand meldet für 2024 über 1,5 Millionen aktive digitale Nutzer seiner Kundenportale und Mobile-Apps, gegenüber 1,3 Millionen im Jahr 2023. Das entspricht einem Wachstum von rund 15,4 Prozent. Höhere digitale Nutzung senkt Kosten in der Verwaltung, verbessert Servicegeschwindigkeit und ermöglicht es dem Konzern, Angebote gezielter zu personalisieren. Aus Anlegersicht unterstützt dies die mittelfristige Margenentwicklung, da Effizienzgewinne im operativen Geschäft langfristig zu einem höheren Gewinnniveau führen können.

Produktbeispiel: Altersvorsorge- und Sparlösungen von Storebrand

Ein repräsentatives Produkt für das Geschäftsmodell von Storebrand sind fondsgebundene Altersvorsorge- und Sparlösungen für Privatkunden. Diese Produktkategorie bündelt Investmentfonds, nachhaltige Strategien und steuerlich bevorzugte Vorsorgemodelle und spielt im Sparsegment des Konzerns eine zentrale Rolle. Im Geschäftsjahr 2024 verwaltete Storebrand in diesen fondsgebundenen Vorsorgeprodukten ein Vermögen von rund 190 Milliarden NOK, nachdem 2023 etwa 175 Milliarden NOK in dieser Kategorie lagen. Der Zuwachs von rund 8,6 Prozent verdeutlicht die Attraktivität dieser Lösungen für Kunden, die langfristig Vermögen für den Ruhestand aufbauen wollen.

Storebrand-Aktie als Schlussblick

Die Storebrand-Aktie repräsentiert einen Konzern, der im Geschäftsjahr 2024 Umsatz, Gewinn und verwaltete Vermögen im Kern- und Asset-Management-Geschäft steigern konnte und zugleich seine Solvency-II-Kapitalquote auf 190 Prozent ausbaute. Mit einer vorgeschlagenen Dividende von 2,00 NOK je Aktie für das Geschäftsjahr 2024 gegenüber 1,80 NOK für 2023 unterstreicht Storebrand den Anspruch, Anteilseigner an der steigenden Profitabilität zu beteiligen. Für Anleger bleibt entscheidend, dass der Konzern seine Versicherungs- und Asset-Management-Margen weiter stabil hält und zugleich im wachsenden Markt für nachhaltige Vorsorge- und Sparprodukte seine starke Position verteidigt.

Fakten zur Storebrand-Aktie

  • Unternehmen: Storebrand ASA
  • ISIN: NO0003053605
  • Ticker: STB
  • Handelsplatz: Oslo Bors
  • Kurs (Stand 31.12.2024, 17:00 Uhr): 100,00 NOK
  • Marktkapitalisierung: 35,0 Mrd. NOK (Stand 31.12.2024)
  • Sektor / Branche: Finanzdienstleistungen / Versicherungen und Asset Management
  • Indexzugehörigkeit: Bestandteil eines führenden norwegischen Aktienindex
  • Nächstes Earnings-Datum: 15.02.2025

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