Schlichtung fĂŒr Luftsicherheitspersonal vereinbart
26.03.2024 - 12:41:16Im Tarifkonflikt fĂŒr die rund 25 000 BeschĂ€ftigten der privaten Luftsicherheitsdienstleister haben sich die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber auf eine Schlichtung geeinigt.
Das Verfahren unter Leitung des frĂŒheren Bremer Finanz-Staatsrats Hans-Henning LĂŒhr (SPD) soll am Freitag, 5. April, beginnen und spĂ€testens am Sonntag, 7. April, enden, wie die Gewerkschaft und der Arbeitgeberverband BDLS am Dienstag mitteilten. Die Empfehlung sei fĂŒr beide Seiten nicht verbindlich. Bis zum Schlichtungsende darf Verdi nicht zum Streik aufrufen. Ăber ZwischenstĂ€nde und den Verhandlungsort wollen beide Seiten Stillschweigen halten.
"Mit dieser Vereinbarung sind zumindest in unserer Branche am Osterwochenende und in der Ferienwoche danach weitere Streiks ausgeschlossen", erklÀrte BDLS-Verhandlungsleiter Frank Haindl.
Verdi hatte die Schlichtung vor einigen Tagen als letzten Ausweg zu einer Lösung bezeichnet. Warnstreiks des Luftsicherheitspersonals hatten in den vergangenen Wochen in mehreren Wellen verschiedene deutsche FlughÀfen zeitweise lahmgelegt. Das bei privaten Dienstleistern angestellte Personal kontrolliert im Auftrag der Bundespolizei Passagiere, Personal und GepÀck an den ZugÀngen zum Sicherheitsbereich.
Als Knackpunkt bei den Verhandlungen fĂŒr die etwa 25 000 BeschĂ€ftigten gelten vor allem die ZuschlĂ€ge fĂŒr Mehrarbeit. Verdi fordert 2,80 Euro mehr Lohn pro Stunde, höhere Funktionszulagen und MehrarbeitszuschlĂ€ge ab der ersten Ăberstunde bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber haben nach eigenen Angaben zuletzt 3,25 Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von 24 Monaten mit Wirkung nach 12 Monaten geboten.
Neben der Luftsicherheit gibt es im Luftverkehr aktuell weitere Tarifkonflikte. Bei der Lufthansa DE0008232125 lĂ€uft nach mehreren Warnstreikrunden seit Montag die Schlichtung fĂŒr das Bodenpersonal. Hier soll es am Donnerstag Ergebnisse geben. Auch die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Lufthansa haben bereits fĂŒr höhere GehĂ€lter gestreikt, ohne dass sich bislang eine Lösung abgezeichnet hat. Zudem verlangen Piloten und Kabinenpersonal der Lufthansa-Tochter Discover eine Erst-Tarifierung der noch jungen Fluggesellschaft.

