Erfurter Staatskanzlei: Gemeinsame Ost-Position zu Windkraft-Vorgaben
06.03.2026 - 16:22:45 | dpa.deGemeinsam mit ThĂŒringen hĂ€tten Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt eine gemeinsame Position in einer sogenannten ProtokollerklĂ€rung abgegeben, teilte die Staatskanzlei mit. Ziel sei die EinfĂŒhrung einer LĂ€nderöffnungsklausel bei der geplanten ĂberprĂŒfung der gesetzlichen Vorgaben fĂŒr FlĂ€chen, auf denen WindrĂ€der errichtet werden sollen.
Einen Antrag auf eine solche Ăffnungsklausel hatte ThĂŒringen zuvor schon im Bundesrat eingebracht. "Der Ausbau der erneuerbaren Energien braucht Akzeptanz - und die entsteht nicht durch starre Vorgaben aus Berlin", Ă€uĂerte MinisterprĂ€sident Mario Voigt. Nach frĂŒheren Angaben des ThĂŒringer Umweltministeriums muss der Freistaat nach den derzeit geltenden gesetzlichen Bundesvorgaben in einem ersten Schritt 1,8 Prozent seiner LandesflĂ€che fĂŒr Windenergieerzeugung reservieren, letztlich sollen auf 2,2 Prozent WindrĂ€der stehen.
ThĂŒringen hinkt bei Windkraft hinterher
In ThĂŒringen wird seit Jahren heftig ĂŒber den Windkraftausbau gestritten. Beim Ausbau der Windenergie hinkt der Freistaat den meisten BundeslĂ€ndern weiter hinterher. Im vergangenen Jahr gingen im Freistaat nach kĂŒrzlich vorgelegten Zahlen der Fachagentur Wind und Solar 13 Anlagen mit einer Leistung von 71,6 Megawatt (MW) in Betrieb. ThĂŒringen hatte damit einen Anteil von nur 1,4 Prozent am Zubau in Deutschland. Unter den FlĂ€chenlĂ€ndern rangiert ThĂŒringen gemeinsam mit Sachsen auf dem vorletzten Platz.
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