Finanzierung/Investitionen, Ergebnisse

UBS verdient mehr als erwartet

30.04.2025 - 06:58:41

Die UBS CH0244767585 hat im ersten Quartal etwas weniger verdient als im Vorjahr.

Der RĂŒckgang fĂ€llt aber geringer aus, als am Markt erwartet worden war. Bei der Integration der vor zwei Jahren ĂŒbernommenen Credit Suisse macht die Großbank weitere Fortschritte.

Die UBS verdiente in den ersten drei Monaten des Jahres vor Steuern 2,13 Milliarden US-Dollar (1,88 Mrd Euro), wie sie am Mittwoch mitteilte. Das waren 10 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bereinigt waren es 2,59 Milliarden (-1,2 Prozent). Unter dem Strich blieben als Reingewinn 1,69 Milliarden (-3,6 Prozent).

Die ErtrĂ€ge der Bank gingen um 1,4 Prozent auf 12,56 Milliarden zurĂŒck, wĂ€hrend der Aufwand mit 10,32 Milliarden mehr oder weniger stabil war. Das fĂŒr eine Bank wichtige Kosten-Ertrags-VerhĂ€ltnis stieg damit auf 82,2 Prozent von 80,5 Prozent im ersten Quartal 2024.

In den ersten drei Monaten seien weitere Kosteneinsparungen von rund 900 Millionen Dollar erreicht worden und damit seit Beginn der Restrukturierung insgesamt 8,4 Milliarden Dollar. Bis 2026 will die UBS die jÀhrlichen Kosten um insgesamt rund 13 Milliarden Dollar im Vergleich zu 2022 senken.

Im KerngeschĂ€ft - in der globalen Vermögensverwaltung - konnte die Großbank weitere Kundengelder akquirieren. Der Nettoneugeldzufluss belief sich in dem Bereich auf 32 Milliarden Dollar. Damit verwaltete die UBS per Ende MĂ€rz ĂŒber alle Bereiche Vermögen in Höhe von 6,15 Billionen Dollar nach rund 6,1 Billionen Dollar Ende 2024.

WÀhrend "Global Wealth Management" und insbesondere die Investmentbank im ersten Quartal gemessen am Vorsteuergewinn besser abschnitten als im Jahr zuvor, schwÀchelte das Schweiz-GeschÀft ("Personal & Corporate Banking") nicht zuletzt als Folge der geringeren ZinsertrÀge.

UBS-Chef Sergio Ermotti zeigt sich zuversichtlich: "WÀhrend wir mit der Umsetzung der nÀchsten entscheidenden Phase der Integration beginnen, bin ich weiterhin zufrieden mit den erheblichen Fortschritten, die wir bislang erzielt haben", liess er sich in der Mitteilung zitieren. Er verwies aber auch auf die erhöhten Markt- und Wachstumsunsicherheiten.

Mit Blick in die Zukunft gibt sich die UBS daher auch sehr zurĂŒckhaltend: In den ersten Aprilwochen hĂ€tten "schnelle und erhebliche weltweite ZollĂ€nderungen, das steigende Risko einer Eskalation sowie die deutlich höhere gesamtwirtschaftliche Unsicherheit" zu erheblicher VolatilitĂ€t an den MĂ€rkten gefĂŒhrt. Mit einem zunehmend breiten Spektrum möglicher Szenarien sei der wirtschaftliche Ausblick Ă€ußerst ungewiss, hieß es.

Die Aussicht auf höhere Zölle stelle ein erhebliches Wachstums- und Inflationsrisiko dar, und die MĂ€rkte dĂŒrften weiterhin "Ă€ußerst empfindlich" auf neue Entwicklungen reagieren, was zu weiteren Phasen erhöhter VolatilitĂ€t fĂŒhren dĂŒrfte.

@ dpa.de | CH0244767585 FINANZIERUNG/INVESTITIONEN