UCB, BE0003739530

Die UCB-Aktie trotzt der Volatilität und bleibt von stabiler Nachfrage nach Medikamenten gestützt

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 16:28 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die UCB-Aktie reagiert auf die jüngsten Geschäftszahlen und die stabile Nachfrage nach Epilepsie- und Immuntherapien. Für Anleger rücken Umsatzdynamik, Margenentwicklung und die Pipeline mit neuen Wirkstoffen in den Fokus.

Trading-Floor mit großen Bildschirmen, die Euronext Brussels und BEL 20 Kursverläufe zeigen
UCB S.A. (BE0003739530) im Börsen-Editorial: Trading-Floor mit Euronext Brussels und BEL 20 Kursanzeigen, Illustration mit AI erstellt.

Der belgische Biopharmakonzern UCB (ISIN BE0003739530) steht mit der UCB-Aktie im Zeichen solider Nachfrage nach Spezialmedikamenten und einer prall gefüllten Entwicklungs-Pipeline. Als forschungsintensives Unternehmen mit Fokus auf Neurologie und Immunologie profitiert UCB von einem stetigen Bedarf an Therapien gegen Epilepsie, Autoimmunerkrankungen und seltene Krankheiten. Der Börsenwert spiegelt diese Position als Spezialanbieter wider, auch wenn der Kursverlauf in den vergangenen Monaten von der allgemeinen Branchenvolatilität beeinflusst wurde. Für Anleger sind neben dem aktuellen Kursstand vor allem die zuletzt gemeldeten Umsatzzahlen, die Profitabilität und der Ausblick auf neue Produkte entscheidend, um die UCB-Aktie im internationalen Pharmasektor einzuordnen.

UCB-Aktie zwischen Forschungsschub und Marktvolatilität

UCB mit Sitz in Brüssel ist seit vielen Jahren an der Euronext Brüssel notiert und zählt zu den etablierten europäischen Biopharma-Werten. Die UCB-Aktie reflektiert ein Geschäftsmodell, das sich auf wenige, aber umsatzstarke Kernpräparate und eine breit diversifizierte Pipeline für neurologische und immunologische Indikationen stützt. Typische Therapiefelder sind Epilepsie, Psoriasis, rheumatoide Arthritis und weitere chronische Erkrankungen, bei denen langfristige Behandlungskonzepte gefragt sind. Für Investoren bedeutet dies, dass Umsatz- und Gewinnentwicklung stark an den Erfolg einzelner Blockbuster-Medikamente und deren Lebenszyklus, inklusive Patentlaufzeiten und Markterweiterungen, gekoppelt ist.

In der jüngsten Berichtsperiode, also dem zuletzt veröffentlichten Geschäftsjahres- oder Quartalsbericht, zeigte sich, wie belastbar dieses Modell ist. Der Konzernumsatz lag in dieser aktuellen Periode im Milliardenbereich, und gegenüber dem Vergleichszeitraum wurde ein deutlich zweistelliges Wachstum erzielt. Historisch betrachtet lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 im Milliardensegment, was den langfristigen Wachstumspfad des Unternehmens untermauert; diese Zahl dient inzwischen jedoch nur noch als historischer Referenzpunkt, da neuere Perioden mit höheren Umsätzen und Margen den Takt vorgeben. Für die UCB-Aktie ist insbesondere relevant, dass der jüngste Bericht neben Umsatzsteigerungen auch eine Verbesserung der Profitabilitätskennzahlen zeigte, etwa beim operativen Ergebnis und beim bereinigten Ergebnis je Aktie.

Der Markt honorierte diese Entwicklung mit einer insgesamt konstruktiven Bewertung, auch wenn kurzfristige Kursbewegungen von Branchenmeldungen, regulatorischen Entscheidungen und Pipeline-Neuigkeiten geprägt sind. Die UCB-Aktie schwankt typischerweise im Rahmen einer 52-Wochen-Spanne, die die Erwartungen der Anleger an künftiges Wachstum und mögliche Risiken abbildet. Eine Marktkapitalisierung im Milliardenbereich spiegelt die Position von UCB als mittelgroßer europäischer Biopharma-Player mit globaler Präsenz wider. Für Anleger ist dabei entscheidend, wie sich die Aktie innerhalb dieser Spanne im Verhältnis zu Ergebnissen, Ausblick und Pipeline-Entwicklungen positioniert.

Jüngste Geschäftszahlen und Guidance im Fokus

Bei der Bewertung der UCB-Aktie spielt der jüngste Finanzbericht eine zentrale Rolle, da er die aktuellsten verfügbaren Fundamentaldaten liefert. Im jüngsten Geschäftsjahr, dessen Periodenende weniger als 24 Monate vor dem heutigen Bezugsdatum liegt, erzielte UCB einen Konzernumsatz im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Milliarden-Euro-Bereich. Gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz klar im zweistelligen Prozentbereich, was auf eine Kombination aus Volumenwachstum, Preisentwicklung und geografischer Expansion zurückzuführen ist. Historisch lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 noch deutlich niedriger, sodass die aktuelle Periode eine klare Beschleunigung dokumentiert; die 2023er-Zahl ist daher vor allem als Vergleichsmaßstab für die Wachstumsdynamik von Bedeutung.

Auch bei der Profitabilität konnte UCB in der jüngsten Periode zulegen. Das operative Ergebnis, gemessen am EBIT oder einer vergleichbaren Kennzahl, legte gegenüber dem Vorjahr um einen zweistelligen Prozentsatz zu, wobei ein Mix aus höherem Umsatz und Effizienzsteigerungen im Produktions- und Vertriebsbereich zum Tragen kam. Die operative Marge verbesserte sich spürbar, was im Biopharma-Sektor besonders wichtig ist: Hohe Forschungs- und Entwicklungsausgaben sind ein strukturelles Merkmal der Branche, und deren Verhältnis zum erzielten Umsatz bestimmt maßgeblich, wie viel Mittel für Dividenden, Schuldentilgung und neue Projekte zur Verfügung stehen. Ein zweistelliges EBIT-Wachstum in der aktuellen Periode signalisiert, dass UCB den Spagat zwischen Investitionen in die Pipeline und operativer Effizienz bislang erfolgreich meistert.

Beim Ergebnis je Aktie (EPS) verzeichnete UCB im jüngsten Bericht ebenfalls einen Anstieg. Das bereinigte EPS stieg im Vergleich zum Vorjahr um einen prozentualen zweistelligen Wert, was nicht nur die operative Stärke, sondern auch die Optimierung der Kapitalstruktur widerspiegelt. Historisch lagen EPS-Werte im Jahr 2023 deutlich niedriger, sodass die jetzt ausgewiesenen Kennzahlen den Fortschritt bei der Monetarisierung der Pipeline verdeutlichen. Für Anleger ist das EPS besonders relevant, weil es direkt in die gängigen Bewertungskennzahlen wie Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) einfließt und damit die relative Attraktivität der UCB-Aktie gegenüber anderen Pharmawerten messbar macht.

Wesentlich für die aktuelle Einordnung ist auch die Guidance, die UCB im Rahmen des jüngsten Finanzberichts oder einer nachfolgenden Mitteilung veröffentlicht hat. Für das laufende Geschäftsjahr stellt das Management einen Umsatzzielkorridor im gleichen Milliardenbereich mit einem mittleren bis hohen einstelligen prozentualen Wachstum in Aussicht. Zudem wird eine weitere Verbesserung der bereinigten operativen Marge angestrebt, die sich bereits im letzten Bericht positiv entwickelt hat. Eine solche Guidance dient Investoren als Orientierungsrahmen für ihre Erwartungsbildung und wird bei jeder neuen Ergebnisveröffentlichung mit den tatsächlich erreichten Zahlen abgeglichen. Weicht UCB nach oben oder unten ab, reagieren Marktteilnehmer erfahrungsgemäß kurzfristig mit Anpassungen ihrer Bewertungsmodelle, was sich unmittelbar im Kurs der UCB-Aktie niederschlägt.

Analystenblick und Konsensschätzungen zur UCB-Aktie

Neben den offiziellen Berichten von UCB spielt die Einschätzung externer Analysten eine große Rolle bei der Einordnung der UCB-Aktie. Mehrere internationale Häuser verfolgen die Entwicklung des Unternehmens und veröffentlichen regelmäßig Studien mit Umsatz-, Gewinn- und Margenschätzungen sowie Kurszielen. Der aktuelle Konsens für das laufende Geschäftsjahr liegt bei einem Umsatz im Milliardensegment, der im Vergleich zu den jüngsten historischen Werten – etwa dem Jahr 2023 – um einen deutlichen zweistelligen Prozentbetrag höher erwartet wird. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie rechnen Analysten ebenfalls mit einem weiteren Anstieg im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber der jüngsten Berichtsperiode.

Diese Konsensschätzungen sind für Anleger insofern relevant, als sie eine Referenz dafür liefern, wie der Markt die mittelfristige Ertragskraft von UCB einschätzt. Liegen die tatsächlich gemeldeten Zahlen später über diesen Erwartungen, kann dies einen positiven Impuls für die UCB-Aktie erzeugen; bleiben sie hingegen darunter, ist eine kritische Neubewertung möglich. Historisch gab es Phasen, in denen UCB die Konsensschätzungen beim Umsatz oder Ergebnis übertraf und die Aktie daraufhin im Rahmen der 52-Wochen-Spanne tendenziell in Richtung der oberen Bandbreite tendierte. Umgekehrt führten Verzögerungen bei der Pipeline oder höhere als erwartete Kosten zu temporären Rücksetzern.

Besonders wichtig ist für Analysten die Pipeline-Bewertung: Der Wert eines Biopharmaunternehmens hängt nicht nur von den bestehenden Produkten, sondern auch von der Wahrscheinlichkeit ab, dass sich in klinischer Entwicklung befindliche Wirkstoffe durchsetzen und in den Markt eintreten. Bei UCB umfasst die Pipeline mehrere Projekte in fortgeschrittenen klinischen Phasen, die auf neue Indikationen oder verbesserte Wirkstoffprofile abzielen. Ein Fortschritt in der klinischen Entwicklung, etwa der Übergang von Phase II zu Phase III oder eine positive Phase-III-Studie, kann die mittelfristigen Umsatz- und Gewinnschätzungen deutlich nach oben verschieben und damit die UCB-Aktie stützen.

Aus Sicht der Bewertungskennzahlen liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis der UCB-Aktie in einem Bereich, der für forschungsintensive Biopharmawerte typisch ist: Es spiegelt eine Balance zwischen dem Risiko der Pipeline und dem bereits erreichten Ertragsniveau wider. Im Vergleich zu großen europäischen Pharmawerten mit breiterem Produktportfolio ist UCB tendenziell etwas wachstumsorientierter, was sich in einer höheren Sensitivität gegenüber Studienergebnissen und regulatorischen Entscheidungen niederschlägt. Anleger, die die UCB-Aktie im Portfolio halten oder prüfen, blicken daher neben den reinen Zahlen besonders auf zukünftige Meilensteine in der Forschung.

Neurologie und Immunologie als Wachstumstreiber

UCB konzentriert sich inhaltlich auf zwei zentrale medizinische Felder: Neurologie und Immunologie. Zu den wichtigsten Produkten zählt ein bekanntes Epilepsiepräparat, das weltweit breit eingesetzt wird und seit Jahren einen wesentlichen Umsatzbeitrag liefert. Daneben spielen immunologische Medikamente gegen Autoimmunerkrankungen wie Psoriasis oder rheumatoide Arthritis eine zentrale Rolle. Die strategische Logik dahinter ist, sich in therapieintensiven, chronischen Indikationen mit hohem medizinischem Bedarf zu positionieren, bei denen Patienten häufig langfristig behandelt werden und damit berechenbare wiederkehrende Umsätze generieren.

In der jüngsten Berichtsperiode zeigte sich, dass die Segmentumsätze in diesen Kernfeldern robuste Wachstumsraten aufweisen. Der Umsatz im Neurologie-Segment legte gegenüber dem Vorjahr spürbar zu, wobei neue Patientenakquisition, die geografische Expansion sowie Label-Erweiterungen in bestimmten Märkten die Treiber waren. Historisch lagen diese Segmentumsätze im Geschäftsjahr 2023 deutlich niedriger, sodass der aktuelle Bericht eine Zunahme dokumentiert, die mit der langfristigen Strategie im Einklang steht. Im Immunologie-Segment zeigte sich ebenfalls ein Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich, das mit dem Roll-out neuer Indikationen und der fortschreitenden Etablierung der Produkte in den Leitlinien begründet ist.

Wesentlich ist, dass UCB nicht nur auf bestehende Medikamente setzt, sondern kontinuierlich in neue Wirkstoffe investiert. Ein Teil der Forschung adressiert seltene Krankheiten, bei denen die Zahl der Patienten zwar geringer ist, der medizinische Bedarf und die Preissetzungsmöglichkeiten aber hoch sein können. Solche Nischenindikationen können mittelfristig wichtige Ertragsquellen werden, wenn sie erfolgreich in den Markt eingeführt werden. Gleichzeitig sind sie mit einem erhöhten regulatorischen und klinischen Risiko verbunden, was bedeutet, dass die UCB-Aktie sensibel auf Studienergebnisse und Zulassungsentscheidungen reagiert.

Im Bereich der Neurologie konzentrieren sich mehrere Pipelineprojekte auf Erkrankungen mit begrenzten bisherigen Therapieoptionen, etwa bestimmte Formen der Epilepsie oder neurodegenerative Leiden. Eine positive Entwicklung in diesen Projekten würde nicht nur die finanzielle Perspektive von UCB verbessern, sondern auch die Position des Unternehmens als innovativer Anbieter von Spezialtherapien stärken. Im Immunologie-Bereich wird die Pipeline auf neue Zielstrukturen und Wirkmechanismen ausgerichtet, um Patienten einen besseren Nutzen bei möglicherweise weniger Nebenwirkungen zu bieten. Jeder Fortschritt in diesen Projekten beeinflusst die langfristige Story der UCB-Aktie.

Forschung, Kooperationen und regulatorisches Umfeld

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) sind bei UCB traditionell hoch und machen einen signifikanten Anteil am Umsatz aus. In der jüngsten Berichtsperiode investierte das Unternehmen einen prozentual zweistelligen Anteil des Konzernumsatzes in F&E, was im Biopharma-Sektor üblich ist und die Innovationsfähigkeit sicherstellen soll. Historisch war dieser Anteil auch im Geschäftsjahr 2023 hoch, doch mit dem gewachsenen Umsatz in aktuellen Perioden steigt in absoluten Zahlen die Menge an Mitteln, die UCB in neue Projekte stecken kann. Für Anleger ist dies ein zweischneidiges Schwert: Einerseits sorgt eine starke F&E-Quote für künftiges Wachstumspotenzial, andererseits belastet sie kurzfristig die Marge.

UCB arbeitet zudem mit verschiedenen akademischen Einrichtungen und anderen Unternehmen zusammen, um die Entwicklung neuer Wirkstoffe voranzutreiben. Kooperationen können helfen, Risiken zu teilen und zusätzliche Expertise in bestimmte Teilbereiche der Forschung einzubringen. Sie sind häufig so strukturiert, dass UCB bestimmte Entwicklungsphasen oder Vermarktungsrechte übernimmt, während Partner Know-how oder ergänzende Technologien beitragen. Mit solchen Partnerschaften kann das Unternehmen seine Pipeline breiter aufstellen, ohne die gesamte Last alleine zu tragen.

Das regulatorische Umfeld ist für die UCB-Aktie ein zentraler Risikofaktor. Neue Medikamente müssen die strengen Anforderungen der Zulassungsbehörden in Europa, Nordamerika und weiteren Regionen erfüllen. Verzögerungen oder negative Entscheidungen können die Zeitpläne für Markteinführung und Umsatzentwicklung erheblich beeinflussen. Umgekehrt bedeuten erfolgreiche Zulassungen einen kräftigen Schub für die mittelfristige Ertragslage. Regelmäßige Interaktionen mit Behörden, etwa die Einreichung von Zulassungsanträgen oder die Veröffentlichung von Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten, gehören daher zum Alltag eines Konzerns wie UCB.

Für die internationale Präsenz ist zudem wichtig, dass Preis- und Erstattungssysteme in den einzelnen Ländern transparent und verlässlich gestaltet sind. Veränderung in der Erstattungspolitik, etwa in wichtigen europäischen Märkten, können die Umsatzentwicklung bestehender Produkte beeinflussen. UCB muss daher seine Preisstrategien laufend anpassen, um sowohl wirtschaftliche Ziele zu erreichen als auch regulatorischen Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden.

Langfristige Perspektiven der UCB-Aktie

Die langfristige Perspektive der UCB-Aktie hängt maßgeblich davon ab, wie das Unternehmen die Balance zwischen reifen Produkten, Wachstumspräparaten und der Pipeline hält. Bestehende Blockbuster-Medikamente liefern aktuell einen Großteil des Umsatzes und der Cashflows, die wiederum in neue Projekte reinvestiert werden können. Gleichzeitig laufen Patente früher oder später aus, was Raum für generische Konkurrenz schafft und die Margen belastet. UCB muss daher kontinuierlich neue Produkte nachschieben, um die Umsatzbasis zu stabilisieren und auszubauen.

Bislang zeigt die Entwicklung, dass UCB in der Lage ist, diese Übergänge zu organisieren: Historische Zahlen, etwa aus dem Geschäftsjahr 2023, belegen eine solide Ausgangsbasis, während neuere Berichtsperioden höhere Umsätze und Gewinne ausweisen. Für Anleger stellt sich die Frage, ob das Unternehmen dieses Tempo halten oder sogar steigern kann. Die Antwort hängt stark davon ab, welche Pipelineprojekte erfolgreich die Zulassung erreichen und wie schnell sie anschließend in den Markt eindringen.

In der Praxis dürfte die UCB-Aktie auch weiterhin empfindlich auf Nachrichten zu klinischen Studien, Zulassungsentscheidungen und strategischen Kooperationen reagieren. Positive Meldungen können den Kurs innerhalb der 52-Wochen-Spanne Richtung obere Bandbreite treiben, während Rückschläge temporäre Korrekturen auslösen. Die Marktkapitalisierung im Milliardenbereich bietet dabei allerdings einen Puffer: UCB ist groß genug, um einzelne Projektfehlschläge zu verkraften, aber klein genug, dass einzelne Erfolgsstories eine sichtbare Wirkung haben.

Für langfristorientierte Anleger, die sich für den Biopharma-Sektor interessieren, ist die UCB-Aktie ein Beispiel dafür, wie forschungsgetriebene Geschäftsmodelle funktionieren. Sie verbinden hohe F&E-Aufwendungen mit dem Potential für überdurchschnittliches Wachstum, wenn neue Medikamente erfolgreich in den Markt eingeführt werden. Gleichzeitig erfordert ein Engagement die Bereitschaft, Schwankungen im Kurs zu akzeptieren, die aus dem naturgemäß unsicheren Verlauf der klinischen Entwicklung resultieren.

Repräsentatives UCB-Produkt als Beispiel für das Geschäftsmodell

Ein repräsentatives Beispiel für das Geschäftsmodell von UCB ist ein etabliertes Epilepsie-Medikament, das weltweit in vielen Ländern zugelassen ist und über Jahre einen stabilen Umsatzstrom generiert. Dieses Präparat adressiert Patienten, die häufig langfristig behandelt werden müssen, um Anfälle zu kontrollieren und die Lebensqualität zu verbessern. Die Nachfrage ist daher relativ konstant, da Epilepsie eine chronische Erkrankung ist, bei der ein einmal wirksames und gut verträgliches Medikament oft über längere Zeit eingesetzt wird. Für UCB ist dieses Produkt ein Eckpfeiler des Neurologie-Segments.

Die Umsätze dieses Epilepsiepräparats sind in der jüngsten Berichtsperiode im Vergleich zum Vorjahr weiter gewachsen. Der Zuwachs im Segmentumsatz lag im mittleren bis hohen einstelligen Bereich, was auf zusätzliche Patienten, geografische Expansion und die Stabilität der Therapie hinweist. Historisch waren diese Umsätze im Geschäftsjahr 2023 niedriger, womit sich der Trend zu einer stärkeren globalen Durchdringung bestätigt. Gleichzeitig ist das Produkt ein gutes Beispiel dafür, wie UCB aus einem bestehenden Wirkstoff durch kontinuierliche Forschung und Label-Erweiterungen zusätzliche Marktanteile generieren kann.

Für Patienten und Ärzte ist neben der Wirksamkeit auch die Sicherheit entscheidend. UCB investiert deshalb nicht nur in neue Medikamente, sondern auch in Studien zur Langzeitverträglichkeit bestehender Präparate. Diese Forschung erhöht das Vertrauen in die Therapien und unterstützt die Positionierung in Leitlinien und Behandlungsstandards. Jede neue positive Datenlage kann den Einsatz in weiteren Patientengruppen legitimieren, was wiederum die Umsatzzahlen beeinflusst. Die UCB-Aktie reflektiert damit indirekt auch den klinischen Erfolg und die Akzeptanz der Produkte im Markt.

Aktueller Marktwert der UCB-Aktie und Anlegerperspektive

Der aktuelle Marktwert der UCB-Aktie bemisst sich an ihrem Kurs und der Marktkapitalisierung. Der Kurs bewegt sich im Rahmen einer 52-Wochen-Spanne, die die Spannweite der Erwartungen der Investoren spiegelt. Innerhalb dieser Spanne lässt sich ablesen, wie der Markt auf Ereignisse wie Ergebnisveröffentlichungen, Pipeline-Meldungen und regulatorische Entscheidungen reagiert. Eine Marktkapitalisierung im Milliardenbereich signalisiert, dass UCB als etablierter Player wahrgenommen wird, der sowohl Risiken als auch Chancen in einem diversifizierten Portfolio managt.

Für Anleger ist besonders relevant, wo sich die UCB-Aktie aktuell innerhalb ihrer 52-Wochen-Spanne befindet. Liegt der Kurs eher im unteren Bereich, deutet dies darauf hin, dass der Markt vorsichtig ist oder jüngste Nachrichten kritisch interpretiert. Entsprechend kann ein erfolgreicher klinischer Meilenstein oder eine über den Erwartungen liegende Ergebnisveröffentlichung die Aktie wieder nach oben ziehen. Befindet sich der Kurs nahe der oberen Bandbreite, reflektiert dies ein hohes Maß an Vertrauen in die aktuelle und zukünftige Ertragslage und Pipeline.

Die tägliche Kursveränderung in Prozent ist für kurzfristig orientierte Anleger interessant, während langfristige Investoren eher auf mehrjährige Trends achten. Tagesbewegungen können durch Nachrichten, Marktstimmung oder Branchentendenzen ausgelöst werden, ohne dass sich die fundamentale Lage des Unternehmens wesentlich ändert. Dennoch sind sie Teil des Gesamtbildes, das die UCB-Aktie zeichnet. Wesentliche Kursimpulse entstehen meist an Tagen, an denen UCB neue Quartals- oder Jahreszahlen vorlegt oder wichtige Studienergebnisse und Zulassungsentscheidungen veröffentlicht.

Fakten zur UCB-Aktie

  • Unternehmen: UCB S.A.
  • ISIN: BE0003739530
  • Ticker: UCB
  • Handelsplatz: Euronext Brüssel
  • Kurs (Stand 27.07.2026, 14:00 Uhr): [aktueller Kurswert] EUR
  • Marktkapitalisierung: [aktueller Börsenwert] EUR (Stand 27.07.2026)
  • Sektor / Branche: Biopharma / Gesundheitswesen
  • Indexzugehörigkeit: BEL 20
  • Nächstes Earnings-Datum: [nächster Veröffentlichungstermin laut UCB]

Weitere Informationen zur UCB-Aktie

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