Drohnenalarm in Moskau - Mehr als 300 FlĂŒge betroffen
28.12.2025 - 17:31:32Auf den FlughĂ€fen Scheremetjewo und Wnukowo waren vor Beginn der bis 11. Januar dauernden landesweiten Feiertage und Neujahrsferien stundenlang keine Starts und Landungen möglich, wie ein Sprecher der Luftfahrtbehörde mitteilte. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti in der Nacht zu Sonntag meldete, mussten mehr als 300 FlĂŒge annulliert werden - oder sie hatten VerspĂ€tung.
Etwa 70 Flugzeuge wurden demnach auf ErsatzflughĂ€fen umgeleitet. Die anderen beiden Airports Domodedowo oder Schukowski waren demnach nicht betroffen. Moskaus BĂŒrgermeister Sergej Sobjanin hatte zuvor von einer Abwehr ungewöhnlich vieler ukrainischer Drohnen berichtet - rund 30 Flugobjekte. Das russische Verteidigungsministerium meldete insgesamt 273 abgeschossene Drohnen im Land. Zu SchĂ€den machte das Ministerium wie immer keine Angaben.
Auch in St. Petersburg und anderen StĂ€dten des flĂ€chenmĂ€Ăig gröĂten Landes der Erde informierten Airlines die Passagiere ĂŒber FlugplanĂ€nderungen. Die staatliche Fluggesellschaft Aeroflot teilte am Morgen mit, dass die auf ErsatzflughĂ€fen umgeleiteten Maschinen im Laufe des Sonntags vollstĂ€ndig in Moskau landen sollten. Passagiere und Besatzungen seien versorgt. Im Laufe des Sonntags solle es auch eine RĂŒckkehr zum normalen Flugplan geben.
Besonders in den russischen Ferien, die am 31. Dezember beginnen, stranden wegen der Drohnengefahr immer wieder Tausende Passagiere auf FlughÀfen.
Auch Ukraine meldet erneut russische Drohnenangriffe
Die Ukraine wehrt sich mit den Drohnenangriffen gegen Ziele in Russland gegen den seit fast vier Jahren andauernden Angriffskrieg, in dem auch Moskau tÀglich Drohnen einsetzt. Die ukrainischen LuftstreitkrÀfte meldeten indes deutlich weniger russische Angriffe als am Samstag. GezÀhlt wurden demnach 48 russische Drohnen, von denen 30 abgeschossen oder zum Absturz gebracht worden seien.
Am Samstag hatte es noch mehr als 500 Angriffe mit Drohnen und Raketen gegeben. Besonders betroffen waren die Hauptstadt Kiew und ihr Umland. Es gab Tote und Dutzende Verletzte sowie AusfÀlle in der Strom- und WÀrmeversorgung. Die Instandsetzungsarbeiten an der Energieinfrastruktur dauerten an, wie die Behörden mitteilten.
Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj trifft heute in Florida US-PrĂ€sident Donald Trump, um mit ihm ĂŒber Wege zu einem Kriegsende zu sprechen.

