ROUNDUP, Großer

Großer ukrainischer Drohnenangriff auf Russland

10.04.2026 - 11:32:17 | dpa.de

Die Ukraine hat Russland nach Moskauer MilitĂ€rangaben in der Nacht mit einem massiven Drohnenangriff ĂŒberzogen.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es seien 151 gegnerische Kampfdrohnen abgewehrt worden.

Die Angaben sind nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfbar, doch den Zahlen nach waren die Gebiete Wolgograd an der Wolga und Rostow im SĂŒden Schwerpunkte der Angriffe. Seit Donnerstagabend verhĂ€ngte die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija an mehr als 25 FlughĂ€fen EinschrĂ€nkungen des Betriebs.

Über Ostern sollen die Waffen schweigen

FĂŒr das kommende orthodoxe Osterwochenende hat der russische PrĂ€sident Wladimir Putin eine Waffenruhe von Samstagnachmittag bis Sonntagabend angekĂŒndigt. Die Ukraine will darauf nach Worten ihres Staatschefs Wolodymyr Selenskyj spiegelbildlich antworten.

In Swetly Jar im russischen Gebiet Wolgograd wurde nach Angaben von Gouverneur Andrej Botscharow ein Öltank durch den Drohnenangriff in Brand gesetzt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. In Swetly Jar gibt es eine Chemiefabrik. In der NĂ€he liegt aber auch die Raffinerie von Wolgograd, einer der grĂ¶ĂŸten in Russland, die ebenfalls schon mehrfach attackiert wurde.

Ukraine bremst russische Ölexporte

Die Ukraine hat in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf die russische Ölindustrie verstĂ€rkt und systematisch Exportterminals an Ostsee und Schwarzem Meer beschossen. Wegen höherer Ölpreise durch den Iran-Krieg und gelockerter US-Sanktionen zĂ€hlt Moskau auf mehr Einnahmen fĂŒr seine Kriegskasse. Der ukrainische Auslandsgeheimdienst berechnete indes, dass die russischen Exporte von Öl und Treibstoffen im MĂ€rz wegen der beschĂ€digten Hafenanlagen leicht gesunken seien.

Skeptischer Ă€ußerte sich Selenskyjs Kanzleichef Kyrylo Budanow. "Unsere SchlĂ€ge, die wir ihren Raffinerien versetzen, können leider nicht mit dem Preisanstieg mithalten", sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform in Kiew. "Aber sie treffen die russische Öl- und Gasbranche trotzdem."

Lockerung der Sanktionen lÀuft aus

Am Samstagmorgen laufen Ausnahmen von den US-Sanktionen gegen russisches Öl aus. Die FĂŒhrung von US-PrĂ€sident Donald Trump hatte Mitte MĂ€rz die Lockerung verfĂŒgt, weil Öl auf dem Weltmarkt knapp wurde. Russland durfte fĂŒr einen Monat Öl verkaufen, das bereits auf Tanker verladen war.

Russland griff seinerseits die Ukraine in der Nacht mit 128 Drohnen an, wie die ukrainische Luftwaffe zÀhlte. 113 Flugobjekte seien abgefangen worden. Am Morgen folgte eine zweite Angriffswelle auf mehrere Regionen. Unter anderem in der Hauptstadt Kiew waren Explosionen zu hören, wie der Rundfunksender Suspilne berichtete.

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